Häuser am Hang

28.01.2010
Hanghäuser sind in der Regel bautechnisch aufwendiger, bergen somit auch das Risiko höherer Kosten im Vergleich zum Bauen in der Ebene. Die Mühe wird aber belohnt, durch höchste Wohnqualität mit besten Aussichten.


Das Haus des Fertighausherstellers Okal mit 204 Quadratmetern Wohnfläche hat im Untergeschoss noch eine zusätzliche Einliegerwohnung, wie es sich bei Hanghäusern anbietet. Weiter Häuser von Okal: HIER


Die Villa im klassizistischen Stil mit Außenmaßen von 9,98 mal 11,23 Metern und 35 Grad Walmdach bietet auf drei Ebenen insgesamt 220 Quadratmeter Wohnfläche. Die Außenwand ohne Zusatzdämmung erreicht einen U-Wert von 0,37 W/m2K. Geheizt wird mit einer Gasbrennwertheizung. Foto: Poroton


Dieser Entwurf des Düsseldorfer Architekten Klaus Brandt passt sich gleich doppelt an Grundstück und Umgebung an. Der Grundriss schmiegt sich in versetzten Ebenen (Split-Level) an den Hang und der nach Süden verglaste Wohnbereich liegt einige Stufen tiefer als der Eingang. Das Dach ist mit Moselschiefer eingedeckt.

 


- Vor dem Abschluss eines Kaufvertrages für ein Hanggrundstück, sollte unbedingt ein geologisches Gutachten eingeholt werden. Sehr felsiges Terrain, Wasser führende Schichten, zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung des Hangs verursachen Kosten und oft auch eine Verlängerung der Bauzeit.

Berücksichtigt werden sollte auch der Grad der Steigung: Liegt dieser über 15 Prozent, ist die Konstruktion eines Wohnhauses nicht mehr sinnvoll.

- Der Material- und Gerätetransport für die Hangbaustelle kann unter Umständen sehr aufwendig und planungsintensiv sein, was zu weiteren Extra-Kosten führen kann.

- Wer in den Hang hinein baut muss dafür sorgen, dass der Druck des Hanges abgefangen und das Wasser mit Dichtbeton und Dichtmassen abgehalten wird. 



Außerdem fallen Entsorgungskosten für das Aushubmaterial an. Alternativ kann das Haus dem Verlauf des Hangs folgen, wie beim sogenannten Split-Level-Grundriss. Eine Stelzen-Konstruktion hebt sich dagegen ganz vom Hang ab.

- Wie bei allen Wohnhäusern sollte auch beim Hanghaus kein sonniger Wohnraum für den  Hauseingang geopfert werden und die Erschließung daher auf der sonnenabgewandten Seite  des Hauses eingeplant werden. 

Beim Hanghaus ist die Lage des Hauseingangs aber wesentlich stärker von der Lage der Erschließungsstraße abhängig als beim Bauen in der Ebene. Also davon, ob die Zufahrt von der Hangseite oder vom Tal her erfolgt.

- Neben der für eine Wohnbebauung idealen Südhanglage, können auch Ost- und Westhänge dank Sonnenauf- beziehungsweise Sonnenuntergang spannende Nutzungsmöglichkeiten bieten. Wie bei anderen Grundstücken auch, sollte hier besonders auf die Verschattung des Grundstückes durch südlicher liegende Nachbargebäude  geachtet werden.



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