Mit Öl & Gas optimal heizen
02.03.2010
Wer heute eine Heizungsanlage kauft, wird neben den Kosten auch auf die Umwelt achten. Und selbst bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas ist das möglich. Der Brennwert macht's!

Wandhängendes und damit Platz sparendes Gas-Brennwertgerät "Vidodens 300" (Vissmann).

Das Gas-Brennwertgerät "Thermo Condens Kompakt" erhielt schon 2006 eine Auszeichnung (Weishaupt).

Das Öl-Brennwertgerät "COB" von Wolf und der Speicher weisen kompakte Außenmaße von jeweils 566 mm Breite, 605 mm Tiefe und 1290 mm Höhe auf.

Die Ölbrennwertkessel von Buderus - ab dem Modellbaujahr 2007 - lassen sich auch mit Bio-Heizöl (und zwar mit einem fünfprozentigen biogenen Anteil) betreiben.
In Wirklichkeit ist der Verlust aber noch höher, da mit den heißen Verbrennungsgasen auch Wasserdampf verloren geht. Denn Erdgas und Heizöl enthalten Wasserstoff, der sich beim Verbrennen mit Sauerstoff zu Wasser verbindet, verdampft und dadurch ebenfalls Heizenergie bindet. Ein Brennwertkessel nutzt diese Energie, weil die Abgase so weit abgekühlt werden, dass sie im Kessel sofort wieder kondensieren. Dadurch wird nicht nur der Heizwert, sondern auch ein großer Teil des sogenannten Brennwerts des Energieträgers genutzt. Der Brennwert bezeichnet nämlich den gesamten Energiegehalt eines Stoffes, also den Heizwert plus Kondensationswärme. Früher konnten Heizkessel immer nur den Heizwert eines Brennstoffes nutzen. Deshalb wird diese Größe als Vergleichswert heute noch mit 100 Prozent angegeben. Beim wasserstoffreichen Erdgas liegt der Brennwert etwa 11 Prozent über dem Heizwert, bei Öl sind es 6 Prozent. Deshalb können Brennwertgeräte Normnutzungsgrade von über 100 Prozent haben. Die Fußbodenheizung als idealer Partner
Damit eine Brennwertheizung effektiv arbeitet, müssen die Abgase unter den Taupunkt abgekühlt werden. Das passiert in einem Wärmetauscher, in dem die Abgase mit dem Wasser aus dem Heizungsrücklauf gekühlt werden. Das funktioniert nur, wenn die Rücklauftemperatur entsprechend niedrig ist. In gut gedämmten Häusern mit geringem Wärmebedarf oder bei großflächiger Fußbodenheizung ist das kein Problem. Reicht die Abkühlung nicht, wird das Abgas in einem zweiten Wärmetauscher noch durch die angesaugte frische Verbrennungsluft gekühlt. Trotz der höheren Anschaffungskosten, besonders bei Öl-Brennwertgeräten, lohnt sich die Investition. Nach Firmenangaben kann der Energieverbrauch gegenüber konventionellen Geräten durch die bessere Ausnutzung des Brennstoffs um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Das spart nicht nur Kosten, sondern reduziert auch den Schadstoffausstoß. Moderne Brennwertheizungen bieten aber noch mehr Vorteile: Durch die kompakte Bauweise und den leisen und raumluftunabhängigen Betrieb können sie auch in Küche oder Bad untergebracht werden. Sogar für die Ölheizung braucht man nicht mehr unbedingt einen Keller: neue Geräte und Brennstofftanks dürfen mittlerweile im gleichen Raum aufgestellt werden. Durch bessere Geruchsverschlüsse sind auch Öl-Ausdünstungen kein Problem mehr, sodass eine Aufstellung in der Nähe von Wohnräumen möglich ist. Öl-Brennwertheizungen gibt es übrigens nicht nur als Standgeräte, sondern auch in wandhängender Ausführung. Sparen kann man auch beim Schornstein, da die Systeme mit Luft-Abgasrohren aus Metall arbeiten, durch die gleichzeitig auch die Verbrennungsluft angesaugt wird. Selbstverständlich lassen sichBrennwertgeräte mit thermischen Solaranlagen zur Erzeugung von Warmwasser kombinieren. Ebenso kann die Solaranlage auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden. Dazu bedarf es nur einer optimalen Regelung und die ist in allen modernen Geräten selbstverständlich immer vorhanden. Mittlerweile gibt es sogar Geräte, die mit Bio-Öl betrieben werden können. Mit Brennwertgeräten kann also viel fossile Energie eingespart werden - und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis Leistungsverhältnis.







