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Moderne Elektroinstallation

12.04.2013

Die Richtlinie RAL-RG 678 „Elektrische Anlagen in Wohngebäuden – Anforderungen” gibt drei Ausstattungswerte für die Gebäudesystemtechnik vor: 1 plus, 2 plus und 3 plus. Dabei werden verschiedene Funktionsbereiche zur Vorinstallation beziehungsweise zur direkten Installation berücksichtigt. (HEA) Die RAL-Siegel, die vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung vergeben werden, stehen für Verbraucherschutz in vielen Lebensbereichen. So gibt es auch für die elektrische Ausstattung von Wohnungen RAL-Richtlinien als wichtige Planungshilfe für Bauherren.

Sie geben Aufschluss über die Mindestanforderungen an eine moderne und zukunftsfähige Elektroinstallation und definieren weitere Qualitätsstandards der elektrischen Ausstattung. Und die RAL-Werte bedeuten auch Rechtssicherheit. Wird der gewünschte Ausstattungswert der Elektroinstallation nach RAL im Vertrag mit der Hausbaufirma oder dem Bauträger verbindlich vereinbart, ist der Bauherr im Zweifel auf der sicheren Seite.

Sterne für Hausautomation und Elektro-Ausstattung
In der Richtlinie RAL-RG 678 werden für Elektroinstallationen in Wohngebäuden drei Ausstattungsstufen mit einem, zwei oder drei Sternen beschrieben. Je nach Anspruch erhält der Verbraucher Angaben für die Mindestausstattung bis hin zur komfortabelsten Lösung.

Inzwischen wurden die RAL-Werte durch zusätzliche Plus-Ausstattungswerte ergänzt, welche die technischen Voraussetzungen für Elemente der Gebäudesystemtechnik  festlegen.

Den Plus-Ausstattungswerten (1 plus, 2 plus, 3 plus) sind verschiedene Funktionsbereiche zugeordnet: Beleuchtungssteuerung, Rollladen- und Jalousiesteuerung, Einzelraumtemperaturregelung, Heizungs- und Lüftungssteuerung, Fenster- und Türüberwachung sowie Einbruch- und Brandmeldung.

Diese Funktionsbereiche werden in den drei Ausstattungsstufen wahlweise vorbereitet oder direkt umgesetzt. Gleichzeitig tragen diese RAL-Ausstattungswerte auch den gestiegenen Anforderungen an moderne Kommunikationstechnik Rechnung.   

Praxis Beispiel

Richtet sich der Bauherr bei der Planung der Elektroinstallation in der Küche nach dem Zwei-Sterne-Standard, forden die RAL-Richtlinien unter anderem zehn allgemeine Steckdosen, drei Beleuchtungsanschlüsse sowie zwei Anschlüsse für Kühl- und Gefriergeräte.

Es müssen je ein Telefon- und Datenanschluss beziehungsweise Radio-/TV/Datenanschluss vorhanden sein. Für die Netzteile der Telefon-, Radio-, TV- und Daten-Geräte müssen zusätzlich fünf Steckdosen eingeplant werden.

Für Elektroherd, Backofen, Dampfgarer, Mikrowelle, Warmwassergerät und Geschirrspüler ist je ein Anschluss vorgesehen. Darüber hinaus sind ein Raumtemperaturregler, ein Präsenzmelder und pro Fenster ein Schalter zum automatischen Auf- und Abfahren der Rollläden vorgesehen.