Gesund bauen
Gesund wohnen möchte heute jeder, der ein neues Haus baut. Deshalb boomt das Geschäft mit sogenannten Bio- oder Ökohäusern. Was hinter den Begriffen steckt, kann man kurz und plakativ so ausdrücken: „bio“ ist gesund für den Menschen und „öko“ ist gut für die Umwelt. Doch was heißt das bezogen aufs Haus?
Die Baubiologie macht sich um das direkte Wohnumfeld und das Wohlergehen der Bewohner Gedanken. Dazu gehört der Einbau von schadstoffgeprüften, möglichst zertifizierten Produkten, die keine giftigen Stoffe ausdünsten oder Fasern freisetzen. Auch die diffusionsoffene Wand ohne Folien ist ein Thema, wobei sie bauphysikalisch richtig gemacht sein muss, um Feuchtigkeit in der Wand zu vermeiden. Feuchtigkeitsregulierende Materialien wie Holz, Ziegel oder Lehm sind wichtige Bestandteile von „Biohäusern“. 
Aber auch Features wie der Schutz gegen Elektrosmog, eine Netzfreischaltung für Schlafräume, eine Lüftungsanlage, die vor zu viel Feuchtigkeit (Schimmel)und Pollen schützt oder eine Prüfung des Grundstücks auf Schadstoffe (und Wasseradern) gehören dazu.
Die Bauökologie geht noch einen Schritt weiter. Sie versucht, die negativen Folgen des Bauens auf die Umwelt zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. In diesem Sinne ist Holz als nachwachsender, Kohlendioxid bindender Rohstoff ein optimales Baumaterial für ein Ökohaus – am besten aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder heimischen Wäldern.
Dazu gehört eine gute, ökologische Dämmung (zum Beispiel Holzfaserplatten oder die von Baufritz patentierte Hobelspan-Füllung der Wände) und eine sparsame Haustechnik für einen geringen Energiebedarf, der durch eine Lüftungsanlage noch weiter gesenkt werden kann.
Für die Heizung sind regenerative Energien auf dem Vormarsch. Der Bund hat das klare Ziel formuliert, dass bis 2020 ehrgeizige 40 Prozent des Treibhausgases Kohlendioxid (gegenüber 1990) eingespart werden sollen. Übrigens ohne ökologisch zweifelhafte Zwischenschritte wie beim Auto-Sprit mit „E 10”. Erdwärme, Holzpellets und Solaranlagen anstatt Öl und Gas heißt bei der Hausheizung deshalb die Marschrichtung.
Für viele dieser Maßnahmen gibt es – weil politisch gewollt – Fördergelder von KfW-Bank oder Gemeinden.
Fazit der Redaktion: „Gesund“ und zukunftsfähig ist ein Haus, das Ökologie und Baubiologie in einem Gesamtkonzept verbindet. Ein Haus, das Mensch und Umwelt schont.









