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Sanierung oder Neubau?

12.09.2011

Abriss und Neubau - oft die wirtschaftlichere Variante. (BHW Bausparkasse)Rund 1,8 Millionen Wohnhäuser in Deutschland sind nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren – so eine Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e. V. Weist ein Haus sub­stanzielle Mängel auf, die nur mit hohem Kostenaufwand behoben werden können, sollte der Besitzer genau prüfen, ob eine Sanierung überhaupt noch im wirtschaftlichen Rahmen möglich ist. Entscheidend dabei ist auch die Lage der Immobilie. Ist das Grundstück hoch bewertet, kann ein Neubau durchaus die wirtschaftlichere und nachhaltigere Lösung sein.

Keine Entscheidung ohne Gutachter
Aus Sicht der Experten lohnt eine Sanierung schon dann nicht mehr, wenn allein die energetische Modernisierung eines Ein- bzw. Zweifamilienhauses mehr als ein Drittel der Kosten eines vergleichbaren Neubaus verschlingt. Kommen dann noch aufwendige Grundrissänderungen und die Modernisierung von Bad oder Küche hinzu, steigt der Aufwand oft unverhältnismäßig. Häuser und Wohnungen aus den 50er-Jahren verfügen meist über eine kleine Wohnfläche mit vielen Räumen und tragenden Wänden. Neubauten haben dagegen in puncto Wärmedämmung, Haustechnik und Grundrissgestaltung von vornherein mehr zu bieten. "Eigenheimbesitzer lassen ihre Immobilie vor einer teuren Bestandssanierung am besten von einem Experten begutachten. Er prüft, ob eine geförderte Modernisierung Sinn macht oder ob ein Neubau nach modernen Standards wirtschaftlicher ist", rät der BHW-Experte Bernd Neuborn.

Viele Faktoren entscheiden
„Pauschal kann eine Entscheidung für oder gegen Neubau ohnehin nicht getroffen werden“, bestätigt auch Architekt Christoph Bagge die Dringlichkeit eines Gutachtens. "Das muss immer im Einzelfall entschieden werden. Da spielen viele Faktoren mit. Auch die Frage, ob und wie lange der Eigentümer sein Haus selbst bewohnen will und ob beispielsweise seine Wünsche an die Barrierefreiheit erfüllbar sind." (Quelle: BHW)

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