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Carport oder Garage?

08.02.2016

Fertiggaragen sind schnell errichtet und optisch alles andere als langweilig. (Zapf)Viele Familien haben heutzutage mindestens zwei Fahrzeuge. Leben erwachsene Kinder mit im Haushalt, wächst der Fuhrpark auch mal auf drei oder vier Autos an. Damit es keine Parkprobleme vor dem Haus gibt, sollten entsprechende Parkmöglichkeiten auf dem Grundstück eingeplant werden. Hier stellt sich dann vielen Bauherren die Frage, wie geschützt die Kfz-Stellplätze sein sollen.

Die komfortabelste Lösung ist sicherlich eine Garage. Sie ist rundum geschlossen und schützt das Fahrzeug nicht nur vor Witterungseinflüssen, sondern auch vor Diebstahl. Außerdem haben in so einem zusätzlichen Raum auch Fahrräder, Werkzeug und andere Utensilien einen sicheren Platz. Unabhängig vom Wetter können hier auch Geburtstagsfeiern oder ein Tischtennis-Match stattfinden.

Wird die Garage gleich bei Bau des Hauses erstellt, fallen erneute Arbeits- und Anfahrtskosten weg. Fertiggaragen bieten eine schnelle und rationelle Alternative. Sie werden komplett angeliefert, der preisliche Einstieg liegt ungefähr bei 2500 Euro. Zusatzkosten müssen noch für Fundament, Lieferung und Aufstellung hinzuaddiert werden.

Carports sind nicht von allen Seiten geschlossen und sorgen so für eine gute Durchlüftung. Dies kann ein Vorteil gegenüber der Garage sein, denn das Auto trocknet durch die gute Belüftung schnell ab. Das senkt die Anfälligkeit für Rost und die Bildung von Schimmel. Es werden jedoch auch spezielle Garagen mit Luftzirkulation angeboten, die dieses Problem lösen. Bei Zapf minimiert der Garagen-Vent beispielsweise zusammen mit der Mikrolochung oder den Alu-Lamellen des Garagentors die Bildung von Kondenswasser und Staunässe. 

Carports können entweder frei stehend aufgebaut werden oder im Anschluss einer Garage oder eines Hauses platziert werden. Häufig wird ein Carport mit einer Garage kombiniert, sodass zwei geschützte Stellplätze entstehen, die durch die filigrane Bauweise des Carports aber nicht so massiv wirken.

Alternative: Selbstmontage mit System

Die Konstruktion kann je nach Geschmack und Baustil aus Holz oder Metall bestehen. Teilweise ist auch eine Selbstmontage möglich. Die Stahlelement-Systeme werden mit einem Steck- und Schraubsystem einfach und schnell montiert. Solche Selbstbau-Systeme werden bereits ab circa 1500 Euro angeboten. Auch Seitenteile, die das Carport teilweise schließen, gibt es auf dem Markt. Besonders gut integriert wirkt so ein Stellplatz in die grüne Umgebung, wenn er mit Kletterpflanzen bewachsen ist.

Für welche Lösung man sich auch entscheidet, die Gestaltungsvielfalt ist so groß, dass sich jeder seinen individuellen Stellplatz passend zum Haus auswählen kann. Da stehen Flachdächer ebenso zur Verfügung wie Sattel-, Walm-, Pult- oder Zeltdächer. Flachdächer können begrünt werden, das ist nicht nur optisch schön anzusehen, sondern bietet auch noch zusätzlichen Lebensraum. Fronten können geschwungen oder mit geometrischen Formen verziert sein, vom einfallslosen, eckigen Kasten kann weder bei den Garagen noch bei den Carports die Rede sein. Kommt Farbe ins Spiel, lassen sich weitere Akzente setzen und auch Verbindungen zum Haus schaffen.

Die Dachflächen der Garagen und Carports können zudem auch noch dazu dienen, Regenwasser aufzufangen, um dieses z.B. für die Gartenbewässerung zu verwenden. Geneigte Dachformen bieten sich ebenfalls für die Anbringung von Solarzellen an. Soll die Garage auch als Werkstatt oder mal als Partyraum dienen, sollten Fenster eingeplant werden. So wird der Aufenthalt in der Garage angenehmer und es kann gut gelüftet werden.

Gut für Zweiräder: Sektionaltore, die auch nur teilweise geöffnet werden können. (Hörmann)

Bundesweit Uneinheitliche Regelungen

Beim Bau von Garagen ist die bundesweite Regelung uneinheitlich. Während in Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland eine Baugenehmigung erforderlich ist, verzichten Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf diese, wenn Landesbauordnung und Bebauungsplan eingehalten werden.

Alle anderen Bundesländer machen die Genehmigungspflicht von der Garagengröße abhängig. Bebaute Grundfläche oder die Kubikmeterzahl sind die entscheidenden Parameter. Am einfachsten ist es, wenn der Unterstand für das Auto beim Hausbau gleich mitgeplant wird. 

Komplett wird die Garage natürlich erst mit einem gut funktionierenden und optisch ansprechenden Ga-ragentor. Während Garagentore früher als immer gleich aussehendes Klapptor keinen architektonischen Reiz boten, entwickeln sie sich immer mehr zum stilvollen Blickfang des Hauses. Mit der großen Gestaltungs- und Farbenvielfalt setzen sie auch optische Akzente und lassen sich somit in die Gesamt-
Architektur integrieren.    

Die Architektur der eigenen vier Wände wird heute stark von der Garage und ihrem Tor beeinflusst. Teckentrup
Wer auf einem unterschiedlichen Bodenniveau einen Carport errichten möchte, findet in einem flexiblen Carport-Sytem aus Stahl, die richtige Lösung. Foto: epr/Siebau
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