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Moderne Fassaden

03.06.2014

Wie in der Mode ist auch beim Äußeren von Gebäuden heute vieles möglich und praktisch alles erlaubt. Waren lange Holz-, Putz- und Klinkerfassade die favorisierten Fassadenarten, gibt es heute zahlreiche attraktive wie sinnvolle Aternativen. Wichtig ist zum einen, was optisch zum Haus passt: Form, Material- und Farbwahl müssen stimmig sein. Die gewählte Außenhaut kann die Wirkung des gesamten Gebäudes unterstützen.

Zum anderen hat die Fassade als umhüllendes Bauteil wichtigste Aufgaben. Neben der ästhetischen Funktion muss sie vor allem Schutz gegen Nässe, Kälte, Hitze und Lärm bieten sowie dem Brandschutz genüge tragen. Geschützt wird alles, was hinter der Fassade liegt: in der Wand die Dämmung, Holzverbundkonstruktion und Installationsebene, hinter ihr das Innere des Gebäudes. Somit hängen Energieeffizienz und Lebensqualität im Haus zu einem Großteil von der Beschaffenheit der Außenwand als Gesamtsystem und im Speziellen von deren Haut, der Fassade, ab.

Für jeden Geschmack und jeden Anspruch
Traditionelle, natürliche Materialien wie Klinker, Schiefer, Reet und Holz haben sich über Jahrhunderte bewährt. Bei fachmännischer Verarbeitung sind sie langlebig, zudem schadstofffrei und gut recycelbar. Die Verwendung regionaler Baustoffe ist noch dazu besonders umweltschonend. Format, Farbe und Größe, aber auch die Art der Deckung, ob mit Fuge oder ohne, überlappend oder verbunden, selbst die Art der Befestigung unterstreicht den Stil des Hauses. Bleiben zum Beispiel Halteprofile oder Klammern sichtbar, wird der technische Charakter hervorgehoben.

Glatte Oberflächen, Platten aus Metall, Faserzement und Schiefer eignen sich besonders für moderne designorientierte Architektur. Konstruktiv handelt es sich wie bei Holzfassaden um vorgehängte, hinterlüftete Fassaden, die auf Holz- oder Aluminium-Unterkonstruktionen befestigt sind.

Neueste Entwicklungen sind Solarkollektoren als Fassadenelemente. Die Module machen mit ihrer Glasoberfläche eine futuristische, elegante Figur und übernehmen zudem die Aufgabe zusätzlicher Energiegewinnung.

Jedes Material hat seinen eigenen optischen Reiz und kann allein oder in Kombination lebendige, spannende Gestaltungen ergeben. Zum Beispiel, wenn es nicht komplett gleichförmig oder -farbig ist oder hier und da Reflexionen entstehen.

Modern interpretiert: Mit unregelmäßiger Verschalung in natürlichem Farbton, ohne Dachüberstände. (Schwörer)
Nordische Stadtvilla mit roter Klinkerfassade. (Gussek Haus)
Aluminiumverbundplatten bestehen aus zwei Aluminium-Deckschichten und einem Kunststoffkern. Der Werkstoff ist schlag- und bruchfest, schwingungsdämpfend und wetterfest. (Alucobond)
Mit Putz kann ein modernes Stadthaus zum Beispiel mit farbig abgesetzten Bauteilen Akzente setzen, eine Bauhausvilla präsentiert sich eher schlicht weiß. (Baumeister)
Äußerlich prägend für das Gebäude ist die spaltraue Oberfläche des Schiefers, die die Dynamik der Deckung unterstreichen. Merkmal dieser Deckart sind die verschieden hohen und langen Schiefersteine. (Rathscheck)
Der obere, mit hellen, großformatigen Faserzementplatten verkleidete Baukörper, schiebt sich über den grau verputzten unteren Gebäudeteil. (Jura Holzbau)

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