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Geregelte Fensterlüftung

03.09.2015

Neben lüftungstechnischen Anlagen können auch fensterintegrierte Systeme und Komponenten eine sinnvolle Lösung sein. Diese bieten ebenfalls einen kontrollierten Raumluftwechsel. Ein geregelter Austausch von Außen- und Innenluft ist die Voraussetzung für ein angenehmes Raumklima und gesteigerten Wohnkomfort. Und das ist bei „natürlichen“ Lüftungssystemen wie an Fenstern ebenso möglich. Die Thematik der natürlichen Be- und Entlüftung mit automatisierten Fenstern etwa gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Die moderne Gebäudetechnik greift auf Wind und Thermik zurück. Richtig eingesetzt lassen sie sich für die natürliche, energieeffiziente und umweltschonende Be- und Entlüftung nutzen. Dafür sorgen „intelligente“ Antriebe und Steuerungen an Fassaden- und Dachfenstern, die sie kontrolliert öffnen und schließen. Der Energiebedarf ist minimal und entsteht nur beim Elektroantrieb.

Intelligente Sensoren und Steuerungen, zum Beispiel Zeitschaltuhren, Regen-Wind-Steuerungen und CO2-Sensoren sorgen für die Öffnung und das Schließen von Fenstern in Abhängigkeit von der Innen- und Außentemperatur und der Differenz dieser Werte, von der Windstärke und -richtung und des Niederschlags durch Regen, vom Nutzungsverhalten (zum Beispiel Tageszeiten, Wochentage und Wochenenden) oder von der Raumluftqualität und Luftfeuchtigkeit beziehungsweise von den aktuellen CO2-Werten in der Luft. Die auf diese Weise gesteuerten Fenster sorgen nicht nur für eine angenehme, natürliche Lüftung – sie minimieren gleichzeitig die lüftungsbedingten Wärme- und folglich Energieverluste.

Beim „activ Pilot Comfort “ erlaubt es der Fensterbeschlag, Fenster nicht nur zu kippen, sondern auch parallel zum Rahmen zu positionieren: Der Flügel öffnet sich um einen umlaufenden Spalt von bis zu sechs Millimetern und das Fenster behält laut Hersteller seine einbruchhemmenden Eigenschaften bis RC2 bei. (Winkhaus)

Neben den motorisch ausgestatteten Systemen gibt es auch rein mechanische Lösungen, wie zum Beispiel Fensterfalz-Lüfter. Diese nutzen die an einem Gebäude herrschenden Druckdifferenzen und regeln so die Frischluftversorgung der Räume. Bei zweistufigen Komponenten sind beispielsweise zwei Einzelmodule mit unterschiedlichen Regelklappen für die unterschiedlichen Windlastbereiche montiert. Bei höheren Windgeschwindigkeiten schließen sich die Klappen. Sinkt der Druck durch den Wind, öffnen sich die Klappen wieder für neue Frischluftzufuhr. Andere Systeme sind unsichtbar im Rahmen integriert und lassen sich auch im Bedarfsfall manuell schließen. Oder es besteht die Möglichkeit, die Frischluftzufuhr mechanisch (etwa per Schiebetechnik) zu verändern.

Im Zusammenspiel mit der Heizung

Besonders wirksam arbeiten mechanische Systeme in Verbindung mit elektrischen Abluftventilatoren, etwa in Küche und Bad. Dieses System lässt sich mit der Heizung kombinieren und regelt zum Lüften die Heizung herunter. Der Fluss aus einströmender Frischluft und Abführung der verbrauchten und feuchten Raumluft aus dem Gebäude verhindert eine zu hohe Feuchtigkeit und Kohlendioxidkonzentration in den Problemzonen der Wohnung. Zugesagt wird von allen Anbietern, dass Einbruch- und Schallschutz sowie Regensicherheit erhalten bleiben.

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