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Sicherheit: Hinter Schloss und Riegel

22.06.2015

Besonders zwei Bereiche zwingen Eindringlinge schnell zur Aufgabe: Zusatzriegel, Gitter und stärkere mechanische gesicherte Haustüren und Fenster durch Mehrfachverriegelung. Diese Mehrfachverriegelung ist auch als Pilzzapfenverriegelung, Pilzkopfzapfenverriegelung und Pilzkopfverriegelung bekannt. Bei einem solchen Schließmechanismus wird der Pilzzapfen in die Nut der verschraubten Schließstücke geschoben. Bei Gewalteinwirkung bleiben die Pilzzapfen im Flügel und die Schließplatten im Blendrahmen fest ineinander gekrallt.

Es gibt weitere Möglichkeiten, das Fenster zu schützen: Durch ein kleines Schloss lassen sich abschließbare Fenstergriffe verriegeln, der Griff kann nicht mehr gedreht werden. Vier unterschiedliche Varianten werden in der Regel angeboten: Die einfachste Ausführung ist dabei der Fenstergriff mit Druckknopf. Nach jedem Schließen des Fensters verriegelt der Griff das Fenster, ein erneutes Öffnen des Fensters ist nur durch Betätigung des Druckknopfes möglich. Diese Griffe sind ab etwa zehn Euro im Fachhandel zu haben, sie dienen aber eher der Kindersicherheit, weniger als wirksamer Einbruchschutz.

Auch gekippte Fenster einbruchsicher machen

Doppelt soviel Geld muss für einen Griff mit Sperrzylinder investiert werden. Diese Variante eignet sich für Fenster, die nicht täglich geöffnet oder geschlossen werden. Erschwert wird der Zutritt allerdings nur, wenn die Schlüssel auch aus dem Griff abgezogen werden.
Rund 30 Euro kosten Griffe mit Stiftdruckzylindern. Vorteil dieser speziellen Modifikation ist, dass sich die Fenster dann auch im gekippten Zustand abschließen lassen.

Maximalen Schutz gegen Einbruch bietet die etwa 70 Euro teure Kombination aus abschließbarem Fenstergriff und zusätzlichem Fensterschloss. Zeitgleich wird hierbei das Verriegeln des Griffes und die Sicherung des Fensters möglich gemacht. Ein massiver Schwenkriegel schnappt bei dieser Fenstervariante in einen stabil befestigten Schließkasten auf dem Fensterrahmen.

Ob Ihre Tür ersetzt werden sollte, oder bereits einbruchhemmend gebaut ist, lässt sich relativ leicht selbst herausfinden. Klingt die Tür beim Klopfen gegen das Material hohl und lässt sich leicht aus den Angeln hebeln, ist es ratsam auf ein neues Türenmodell zurückzugreifen.

Links: Mechatronische Präventionsmelder für Fenster und Türen kombinieren mechanischen Schutz mit elektronischer Alarmierung. Mitte: Das „Tür-Zusatzschloss“ der „Serie 7000“ lässt die Tür wahlweise mit einem Sperrbügel ausstatten. So lässt sich die Tür einen Spalt öffnen. (Fotos: Abus) Rechts: Mittels Haustürtresorband, einem Gelenksystem, das im Türrahmen verankert wird, ist die Tür sicher. (Bayerwald)

Türen als Schwachstellen ausschließen

Querriegelschlösser und Zusatzschlösser mit Sperrbügel erhöhen den Einbruchschutz. Die Querverriegelung über die ganze Türblattbreite erschwert das Aufbrechen oder Aufhebeln der Tür, da dadurch die Öffnungs- und die Bänderseite der Tür geschützt wird. Auch Gelenksysteme die im Rahmen verankert werden bieten ein Plus an Sicherheit. Mechanischer Schutz, also die eben beschriebenen Sicherheitsmaßnahmen für Türen und Fenster, ist nur die Basis guten Einbruchschutzes. Problem: sie kann im Einbruchsfall keinen Alarm auslösen. Effektiver ist es, der mechanischen Sicherheit elektronische Helfer zur Seite zustellen. Diese mechatronischen Alarmanlagen warnen bei einem Hebelversuch an sofort und setzen dem Angreifer einen elektronischen Widerstand entgegen.

Ein Querriegel bietet hohen Einbruchschutz für die Haustür, da der Panzerriegel auf kompletter Breite die Eingangstür stabilisiert und sichert. (Abus)




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