Vital & gesund
Die Nase läuft, die Haut juckt und häufig kommt es zu Atembeschwerden bis hin zu Asthma bronchiale - Allergiker reagieren auf Stoffe, die eigentlich ungefährlich für sie sind. Besonders Reaktionen auf Hausstaubmilben und Pollen sind weitverbreitet.
Für Betroffene ist es besonders wichtig, dass sie in den eigenen vier Wänden Ruhe und Erholung finden. Teilweise lauern aber genau hier die Auslöser der übertriebenen Immunabwehr. Mit einer bewussten Planung des Hauses und einigen Maßnahmen im Alltag kann aber ein weitgehend reizfreies Wohnumfeld geschaffen werden, in dem sich Allergiker regenerieren können.
Bereits durch wenige Maßnahmen kann man die Hauptursachen von Allergien reduzieren. Zum Beispiel Hausstaubmilben. Die mikroskopisch kleinen Spinnentiere sind für die meisten Menschen völlig harmlos. Sie leben überall dort, wo es schön warm ist und sie ihre Lieblingsnahrung Hautschuppen vorfinden. Das Schlafzimmer ist also ein wahres Paradies für die Kleinstlebewesen, ungefähr 15 000 Milben können sich in einem Gramm Staub befinden. Die AOK stuft sie als die wichtigsten Allergenproduzenten in Innenräumen ein. Eine allergische Reaktion ruft allerdings erst ihr Kot hervor, nicht die Tiere selbst. Dabei ist eine Hausstauballergie keineswegs auf mangelnde Sauberkeit zurückzuführen, die Tierchen sind normaler Bestandteil unserer Umwelt.
Allergiker sollten jedoch einige hygienische Regeln beachten, damit sie die Auswirkungen in den Griff bekommen. So sollte zum Beispiel die Bettwäsche nach ein bis zwei Wochen gewechselt werden und zusammen mit den Oberbetten mindestens bei 60 Grad gewaschen werden. Bettkasten und Lattenrost sind häufiger feucht abzuwischen und die Räume gut zu lüften. Der Staubsauger sollte mit einem Hepa-Filtersystem ausgestattet sein, damit die Erreger nicht wieder in die Raumluft gelangen.
Besonders empfehlenswert für Allergiker ist eine zentrale Staubsauganlage, bei der der ganze Staub im Keller gesammelt wird und leicht entsorgt werden kann. Um die Hauptnahrung der Milben, Hautschuppen, gründlich zu entfernen, sollte die Matratze regelmäßig abgesaugt werden.
Zusätzlich gibt es allergendichte Matratzenüberzüge, die verhindern, dass der Körper mit dem Kot der Hauststaubmilben in Kontakt kommt. Außerdem sollen Silberfäden in der Bettwäsche die Milben aufgrund einer gegenpoligen elektrischen Ladung abtöten. Hersteller sprechen von einer 94-prozentigen Reduktion der Hausstaubmilben.
Aber auch von außerhalb werden Allergene ins Gebäude hereingetragen und verursachen bei den betroffenen Bewohnern heftige Symptome. Der Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern ist hier oft der Übeltäter. Bei Kontakt mit den Schleimhäuten treten Augentränen und -jucken, Fließschnupfen und Atembeschwerden bis hin zu Asthma auf.
Um in den Wohnräumen ein reizfreies Klima zu schaffen, gilt es, die Pollen möglichst fernzuhalten. Straßenschuhe und Jacken bleiben in der abgeschlossenen Diele, sodass die Erreger nicht mit in die Wohnung hereingetragen werden. Sinnvoll kann es auch sein, die Kleidung abends nicht ins Schlafzimmer zu nehmen und sich vor dem Zubettgehen die Haare zu waschen.
Auch bei der Pollenallergie sind regelmäßiges und richtiges Staubsaugen ein wichtiger Bestandteil im Maßnahmenkatalog. Ist keine zentrale Staubsauganlage vorhanden, sollte besonders darauf geachtet werden, dass die Staubsaugerbeutel niemals im Raum gewechselt werden. Zum Wechseln das Gerät nach draußen bringen, damit die Erreger nicht wieder im Wohnraum landen.
Da die Pollenkonzentration in der Luft auf dem Land morgens und in der Stadt abends höher sind, empfiehlt es sich in ländlichen Regionen in den Abendstunden zu lüften und in der Stadt früh am Tag. Mehr Komfort bietet eine zentrale Lüftungsanlage, die automatisch für Frischluft sorgt und sie mittels Filter frei von Pollen hält.
Ein Haus, das von Anfang an allergikergerecht geplant wird, schafft für Allergiker ein Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen und erholen können.
Allergikergerechte Ausstattung
Ein gesundes Haus ohne Belastungen durch Schadstoffe und Allergene ist nicht nur für Allergiker eine Wohltat. Das „Qi“ von Baufritz bietet von der Baukonstruktion über die Materialauswahl bis hin zu technischen Details ein Wohlfühl-Ambiente:
- Per Luftkissen verschiebbare Möbel erleichtern die Reinigung.
- Einkäufe können direkt vom Auto in der Speisekammer verstaut werden, der Wohnraum muss nicht mit Straßenschuhen betreten werden.
- „Pollendusche“ im Eingangsbereich zur Reinigung von Kleidung und Haaren.
- Verhinderung der Pollen- bzw. Staubausbreitung durch einen abgetrennten Windfang mit Waschmöglichkeit.
- Abschottung der verschiedenen Gebäudebereiche durch staub- und pollendichte Ausführung der Geschosstreppen mit Setzstufen.
- Bewusster Einsatz von Fugen, um den für Menschen ungefährlichen Raubmilben Lebensraum zu geben, die wiederum Feinde der Hausstaubmilben sind.Die abgetrennte, separate Ankleide reduziert Staub- und Polleneintrag ins Schlafzimmer.
- Lüftungsanlage mit CO2-Sensoren und Pollenfilter erkennt verbrauchte Luft und tauscht diese aus.
- Zentrale Hausstaubsauganlage.
- In der Sauna können Matratzen und Bettzeug auf über 60°C erhitzt und Keime abgetötet werden.
- Mit dem Wäscheabwurfschacht landet pollenbeladene Kleidung direkt im Keller.
- Ausstattung mit radonfreien Fliesen, allergikergerechten Teppichböden, Sisal, Linoleum und Holzböden.




