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Bodenbeläge

16.01.2012

Das Angebot an Materialien, Verlegemustern, Oberflächen, Elementgrößen und -dicken von Bodenbelägen war noch nie so groß wie heute. Dadurch kann jeder Bauherr einen individuellen Fußboden für nahezu jeden Einsatzbereich schaffen. Neuentwicklungen beziehen sich auch auf die problemlose Verlegung von Fertigteilelementen.

So wird ein Großteil der Parkettarten heute schon ohne Leim mit sogenannten Klick- und Clip-Verbindungen verlegt, die ein nachträgliches Entfernen der Parkettelemente und den Wiedereinsatz an einem anderen Ort ermöglichen.

Gutes Laminat ist von Holz fast nicht zu unterscheiden.<br />
Foto: KronoflooringVoll im Trend: Laminatböden
Nach wir vor der Renner: Laminatböden. Sie imitieren Parkett dermaßen echt, dass man schon sehr genau hinschauen muss, um sie von Holz zu unterscheiden. Der Laminatboden besteht aus mehreren Schichten: Aus einer oberen Nutzschicht und einer Dekorschicht, je nach Produktionsverfahren mit einer oder mehreren Lagen. Die Nutzschicht (Overlay) besteht aus einer spezialbeharzten Zellulose und bildet die strapazierfähige Oberfläche des Fußbodenbelags.

Die Dekorschicht aus bedrucktem Papier gibt dem Laminatfußboden das attraktive Aussehen. Dann kommt die Trägerplatte aus Holzwerkstoff und ganz zum Schluss die imprägnierte Schicht (Gegenzug) auf der Rückseite der Trägerplatte. Sie dient der Formstabilität und Feuchtigkeitsabsperrung. Für die Renovierung ist die geringe Höhe des Belags – zwischen 6,5 und 8 Millimetern – vorteilhaft.

Auch der Teppichboden hat nach wie vor seine Liebhaber. Wer beim Kauf auf bestimmte Eignungen achten muss, dem kann das Teppich-Siegel der Europäischen Teppichgemeinschaft eine wichtige Orientierungshilfe sein. Neben der zuverlässigen Auskunft über Strapazier- und Komfortwert informiert das Teppichsiegel mit Hilfe von Symbolen über spezielle Zusatzeignungen des ausgezeichneten Produkts. Das führt zu einem guten Überblick über die qualitativen Eigenschaften des Teppichbodens.

Bei Fliesen geht der Trend zu großen Formaten, dunklen Farben und Reliefmustern. Foto: Villeroy & BochHarte Bodenbeläge aus keramischen Fliesen sowie Natur- oder Kunststein lassen sich nass wischen und sind daher hygienisch. Dieser Aspekt ist vor allem für Allergiker wichtig. Den Strapazierwert bei Fliesen und Steinzeug drückt die Abriebgruppe aus. Je höher die Zahl, desto robuster der Belag.

Korkbeläge sind als Fliesen oder Korkparkett erhältlich. Die Fliesen werden auf dem Untergrund verklebt, die Parkettform kann auch schwimmend verlegt werden.

Linoleum ist ein strapazierfähiger und extrem langlebiger Bodenbelag. Das Material reagiert aber empfindlich auf zu große Feuchtigkeit. Linoleumbeläge gibt es als Bahnen und Platten, die vollflächig verklebt werden.

Gummibeläge sind extrem widerstandsfähig. Sie sind als Fliesen- oder Bahnenware erhältlich,  werden vollflächig verklebt und sind – nicht zuletzt wegen ihrer Pflegeleichtigkeit gerade für Küchen sehr gut geeignet.    

Unterm Strich
Ein guter Fußboden muss nicht teuer sein. Holzdielen sind ein preiswerter und qualitativ hochwertiger Bodenbelag. Sie bieten sich vor allem bei Holzbalkendecken an. Gutes Profilholz mit Oberflächenvergütung gibt es bereits ab ca. 20 Euro/qm, unbehandelte Massivholzdielen sogar schon ab ca. 15 Euro. Wertvolles Fertigparkett ist mit etwa 40 Euro/m2 zwar teurer als ein guter Teppichboden, hält aber auch wesentlich länger. Gutes Laminat ist ab ca. 25 Euro/qm zu haben.

Für den Fußboden gilt generell: Die meisten Beläge können in Eigenleistung – auch von weniger erfahrenen Selbstbauern – verlegt werden. Das Einsparpotenzial beträgt ca. 25 %.


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