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6 Fragen für eine Smarthome Anschaffung

17.03.2017

Smarthome System. Foto: Gira

Foto: Gira

Lassen Sie sich nicht verunsichern: Wenn Ihnen im Beratungsgespräch mit einem Planer oder Fachhandwerker die „Gateways“ und  „Server“ und „Aktoren“ nur so um die Ohren fliegen, lassen Sie die Luft aus diesem Jargon gründlich heraus und fragen Sie ganz konkret nach:

  • 1. Welche Funktionen kann ich mit einem System steuern? Nur Licht und Jalousien oder auch Heizung oder das Home Entertainment?
  • 2. Welcher (bauliche) Installationsaufwand  kommt auf mich zu?
  • 3. Welche Komponenten (Hardware) brauche ich, was davon ist sichtbar in der Wohnung?
  • 4. Welche Bedienoberflächen (Geräte) und Visualisierungen (optische Darstellung) stehen mir zur Verfügung?
  • 5. Erhalte ich alle notwendigen Arbeiten und Programmierungen aus einer Hand, oder laufen Planung und Ausführung separat?
  • 6. Was kostet mich das ganze System? Achtung: Hier arbeiten Anbieter manchmal mit Schaufensterpreisen, z.B. ohne Mehrwertsteuer, deren Aussagekraft sehr gering ist.

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Smarthome System. Foto: Gira

Im Idealfall verrichtet die Hausautomation ihre Dienste so, dass die Nutzer sich möglichst wenig damit beschäftigen müssen. Wollen sie jedoch Funktionen überprüfen oder Abläufe ändern, können sie dies komfortabel erledigen, z.B. an einem Wanddisplay, aber auch über Smartphone von unterwegs. Foto: Gira

Fragen wie diese stellen sicher, dass die intelligente Technik dem Nutzer tatsächlich den erhofften Gewinn bringt. Vielleicht stellt ein Interessent dann fest, dass er für seine eigenen vier Wände gar kein ganzes System braucht, sondern eine einfache Lösung reicht, z.B. eine Rollladenmotorisierung. Allerdings sollte man 
bei solch einer „Insellösung“ darauf achten, dass man später im Bedarfsfall die Einzelautomation doch noch zu einer Systemlösung ausbauen kann.

Für intelligente Vernetzungen haben sich drei Systeme zur Datenübertragung herauskristallisiert. Bei Neubauten kann parallel zu den Elektroleitungen eine spezielle Datenleitung verlegt werden („Bus“). So funktionieren z.B. Systeme nach KNX-Standard. Alternativ können die Stromleitungen selbst als Medium dienen. Schließlich gibt es Systeme mit Befehlsübertragung per Funk.

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Smarthome Systeme. Foto: Gira

Hier dient die intelligente Technik dazu, verschiedene Wellnessfaktoren (Licht, Wasser, Sound, Wärme) zu einem Wohlfühlambiente zusammenzuführen. Foto: Gira

 

Zunehmend populär dank Smartphone

In puncto Bedienkomfort hat sich viel getan. Die Systemoberflächen sind meist leicht verständlich. Darüber hinaus sind viele Anwender durch den Siegeszug von Smartphones und Tablets ganz allgemein geübter geworden im Umgang mit Software. Genau deshalb ist auch die Akzeptanz für intelligente Technik gestiegen. Denn über Schnittstellen und Apps lassen sich viele Systeme über die Helfer im Alltag, Smartphone und Tablet, steuern. Welches System ein Bauherr letztendlich wählt, hängt von diversen Faktoren ab wie die Größe des Gebäudes oder der gewünschte Umfang 
der Funktionen etc. Am leistungsfähigsten sind kabelgebundene Systeme, was sich jedoch auch im Preis niederschlägt.

(aus der Zeitschrift Effizienzhäuser 2/3-2017)



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