Die Tankstelle am Haus

Foto: Baufritz

Das Musterhaus „Alpenchic“ von Baufritz hat ein modernes Energiekonzept vorzuweisen. Im Mittelpunkt steht die Erzeugung von Eigenstrom aus diversen Energiequellen. Dazu sorgt ein Brennstoffzellen-Heizgerät für die Wärme. Diese sorgt in Kombination mit einer Gastherme für das warme Wasser im Haus. Neben dem kompletten Heizbedarf ist auch damit gleichzeitig der ganze Grundlaststrombedarf gedeckt.

Weitere Ökostromquellen sind eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, sowie ein Windkraftturm im Garten. Es kann also zu praktisch jeder Zeit Strom erzeugt werden. Außerdem gibt es einen Batteriestromspeicher, der den Strom zwischenlagert, der im Moment nicht gebraucht wird. Dieser kann auch an der Aufladestation für das Elektroauto genutzt werden.

Foto: Schwörer Haus

Das Musterhaus „Köln-Frechen“ von Schwörer darf sich als Energieplus-Haus bezeichnen. Es erzeugt somit mehr Strom als es verbraucht. Auch hier generiert eine Photovoltaikanlage den Solarstrom. Durch die Anlage gewinnt man zirka 7400  kWh pro Jahr. Nach Abzug von Strom, Heizung, Beleuchtung usw. bleibt noch ein Energie­überschuss von zirka 2270 kWh pro Jahr übrig. Allein mit dem von Schwörer entwickelten Elektroroller könnte man damit zirka 84  000 Kilometer im Jahr fahren.

Die überschüssige Energie kann beispielsweise für die Fußbodenheizung genutzt werden oder auch für das Laden eines Elektrorollers oder -autos. Der überschüssige Strom kann auch ins öffentliche Netzwerk eingespeist werden.

Fotos: Fertighaus Weiss

Das mit dem Technik- und Leser-Cube ausgezeichnete Plus-Energie-Haus von Fertighaus Weiss in Ulm kann ebenfalls eine intelligente Energieeffizienz aufweisen. Auch dieses Haus kann durch seine Photovoltaik-Anlage mit 16 kWp Leistung den selbst produzierten Strom speichern (Lithium-Eisen-Phospat-Stromspeicher mit 7,7 kWh Leistung). In einer sogenannten Docking-Station kann man überschüssige Energie für das Aufladen eines Elektroautos nutzen. Rechnerisch ist es möglich mit dem Elektroauto im Jahr 30  000 Kilometer zurückzulegen.

Was dann an Strom noch übrig bleibt, wird ins öffentliche Netzwerk eingespeist, was aber nur zu einem sehr kleinen Teil hier geschieht. Zum geringen Energieverbrauch trägt auch die Luft/Wasser-Wärmepumpe mit kontrollierter Be- und Entlüftung bei. Ergänzt wird sie durch einen 700-Liter-Pufferspeicher sowie einem zusätzlichen 235-Liter-Warmwasserspeicher. Alles in allem wird mehr Energie erzeugt als verbraucht, auch das Musterhaus in Ulm darf sich somit als Plus-Energie-Haus auszeichnen.

Fotos: Weberhaus

Ebenso ist das Musterhaus „generation 5.5“ von Weber ein Plus-Energie-Haus. Man schafft es dank innovativem Energiemanagement, Stromerzeuger und Verbraucher so zu steuern, dass der Energiebedarf aus dem öffentlichen Netz verringert wird und somit auch die Nebenkosten spürbar sinken. Vorraussetzung für einen Energieüberschuss ist die clevere Kombination aus solarer Architektur einer Gebäudehülle, die den Energiebedarf auf ein Minimum reduziert, vor allem dank der guten Dämmfähigkeit. Auch das Haus von Weber besitzt auf dem Dach eine Photovoltaikanlage, welche es schafft, einen Stromüberschuss von zirka 6 000 kWh zu erzielen.

Zusätzlich besitzt das Haus auch noch eine Strombatterie, damit überschüssiger Strom gespeichert werden kann. Dieser Strom kann für 28,74 Cent pro Kilowattstunde ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Mit 8 Cent pro Kilowattstunde wird man belohnt, wenn man den selber produzierten Strom für den eigenen Haushalt verwendet. Zudem kann man mit dem nachhaltig erzeugten Stromüberschuss auch ein Eletroauto betanken und damit bis zu 50 000 Kilometer im Jahr fahren. Auch die Wärmepumpe kann größtenteils eigenständig mit dem Strom benutzt werden, wodurch weiterhin die Kosten gesenkt werden.

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