Nachhaltiges Musterhaus

Musterhaus von Okal
Foto: Okal

Besonders auffällig ist die große Gaube mit Flachdach, die in Verbindung mit der dunkel abgesetzten Putzfläche einen erkerartigen Eindruck macht. Das moderne Bauelement schafft im Inneren einen hohen Raum über beide Etagen hinweg, der sich von der luftigen Galerie im Obergeschoss überblicken lässt. Das großzügige Raumempfinden wird durch die standardisierte lichte Raumhöhe von etwa 2,80 Metern im ganzen Haus unterstrichen, die bei Okal „Dimension 2,80” heißt.

Zum Erdgeschoss gehört – neben einem Duschbad – auch ein kleiner Anbau, der sich als Hauswirtschaftsraum nutzen lässt. Damit ist die Technik klar vom eigentlichen Lebensraum abgegrenzt und beansprucht keine wertvolle Wohnfläche. Die über 55 Quadratmeter große offene Küchen-, Wohn- und Esslandschaft kann in ihrer Gesamtheit als Familientreffpunkt genutzt werden, wobei die einzelnen Funktionszonen auch unabhängig voneinander belebt werden können.

Zentrales Element im Haus ist die bequem begehbare, einläufige Treppe, die direkt vom Eingang aus nach oben führt. Eine Stahlkonstruktion, die sich im Musterhaus in auffälligem Rot präsentiert und mit Glasstufen einen ausgesprochen transparenten Eindruck macht. Eine nicht alltägliche Geschossverbindung, die laut Okal eine durchaus bezahlbare Alternative zur Holztreppe sein kann.

Im Obergeschoss trennt die Galerie die beiden gleich großen Kinderzimmer vom Elternbereich mit Schlafzimmer, Ankleide und großem Bad wirkungsvoll ab. Giebelseitig wurden unterm Dach bodentiefe Fenster verbaut (französische Balkone), traufseitig belichten horizontale Fensterbänder die Rückzugsräume.

„Hauskraftwerk” macht fast energieunabhängig

Mit seinem eigenen „Hauskraftwerk” ist das Einfamilienhaus weitgehend autark. Eine Photovoltaikanlage produziert den notwendigen Strom und speichert Energieüberschüsse in einer Batterie. An sonnenreichen Tagen kann sich das Haus so zu 100 Prozent selbst versorgen – im Jahresdurchschnitt sind es etwa 70 Prozent. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe heizt das Wasser laut Okal zu etwa 75 Prozent mit selbst produzierter Energie. Mit dieser Haustechnik und dank hoch gedämmter Gebäudehülle ist das Offenburger Musterhaus als Effizienzhaus 40 Plus durch die KFW-Bank förderfähig. Die Gebäudesteuerung „my Gekko 2.0” ist neben dem Energie-Monitoring unter anderem zuständig für Heizungssteuerung, Einzelraum-Temperaturregelung,  Photovoltaik-Anlage, Licht (Anwesenheitssimulationen), Videoüberwachung, Alarmfunktionen sowie Türsprech- und Klingelanlage.

Alle beim Bau verwendeten Hölzer stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft und sind PEFC-zertifiziert (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes). Das komplette Haus ziert ein Zertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

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