Natur und Technik mit Weitblick kombiniert

Entwurf "Haus am See" von Baufritz
Foto: Baufritz

Es duftet ganz leicht nach Holz – sonst riecht man nichts. Beim Betreten des neuen Baufritz-Musterhauses am Bodensee merkt man sofort, dass hier etwas anders ist: Obwohl es gerade fertiggestellt und bis unters Dach mit Besuchern voll ist, ist die Luft spürbar rein. Das Geheimnis liegt – wie so oft – in den Details, die wir im Folgenden erläutern.

Auf einem traumhaften Grundstück mit eigenem Steg direkt am Bodensee gelegen, steckt es voller Ideen, die gesundes, komfortables, stilsicheres, altersgerechtes und nachhaltiges Wohnen vereinbar machen. Grundlage dafür ist eine gut gedämmte Haushülle aus Holz, wie sie der Hersteller grundsätzlich bei seinen Häusern einsetzt.

Nachhaltiges Öko-Effizienzhaus

Das Besondere daran ist der hohe Holzanteil – und der hohe Anspruch an Wohngesundheit und Ökologie, der sich unter anderem im Verzicht auf chemische Dämmstoffe zeigt, die bei ihrer Herstellung zudem viel Energie benötigen. Stattdessen kommt bei Bau­fritz die selbst entwickelte und patentierte Holzspänedämmung „Holz“ zum Einsatz. Mit einem speziellen Computerprogramm errechnet sich dadurch für das „Haus am See“ ein CO2-Guthaben von mehr als 40 Tonnen, die langfristig eingespeichert werden.

Verkleidet ist die Fassade teilweise ebenfalls mit Holz, das durch eine neu entwickelte, mineralische Lasur geschützt wird. Hergestellt auf der Basis von Kieselerde und Silbersol soll das Holzschutzmittel die Fassade schön halten, ohne Mensch und Umwelt zu belasten. Die Poren des Holzes bleiben offen, sodass es seine feuchteregulierende Eigenschaft behält.

Biologisch alles einwandfrei

Auch für den Innenausbau kommen nur hochwertige Naturmaterialien zum Einsatz, die so endbehandelt und verbaut werden, dass keine gesundheitsschädlichen Ausdünstungen entstehen. So werden beispielsweise die vom Hersteller entwickelten „Skalarfenster“ so exakt vorgefertigt, dass sie ohne Bauschaum eingebaut werden können.

Eine Raumluftmessung nach Fertigstellung gehört zum Standard. Darüber hinaus wird dieses Haus in Kooperation mit dem Sentinel-Institut als Pilotprojekt der neuen Zertifizierung „Wohngesundes Bauprojekt plus“ besonders umfangreichen Messungen unterzogen. Weitere gesundheitsrelevante Details sind eine Elektrosmog-Schutzebene in der Außenwand, abgeschirmte Elektroleitungen im ganzen Haus und neu entwickelte, flimmerfreie LED-Leuchten.

Von der garantiert tropenholzfreien Bio-Einbausauna von Baufritz geht es durch die Tür rechts über eine Außentreppe zum privaten Steg am See. Foto: Baufritz
Von der Biosauna geht es über eine Außentreppe zum See. Foto: Baufritz

Energie sparen mit LED und Tageslicht

Licht ist ein ganz entscheiender Faktor für Gesundheit und Energieeffizienz. Es wird hier als gestalterisches Mittel eingesetzt: Bündig in Wände und Decken eingelassene Leuchtbänder, Downlights und Spots gliedern die Räume und beleuchten punktgenau – und dank LED-Technologie äußerst sparsam.

Neben Wandschaltern zur manuellen, stufenlosen Bedienung können per Touchpanel auch automatische Szenarien abgerufen werden. Externe Sensoren beispielsweise können die Lichtverhältnisse im Raum kontinuierlich messen und selbstständig nachsteuern, um stets dem gewünschten Farbspektrum der Sonne am nächsten zu kommen. Am meisten Beleuchtungs-Energie gespart wird aber durch ein üppiges Tageslichtangebot, das hier durch raumhohe Fenster oder Dachfenster mit Brüstungsverglsung hereingeholt wird.

Alle Dachfenster sind elektrisch steuerbar und solarbetrieben, sodass sie energieautark und kabellos funktionieren. Dank eingebauter Sensoren schließen sie automatisch bei Regen oder Sturm oder öffnen das Fenster, wenn die Raumluftqualität sinkt. Natürlich ist im Haus auch eine kontrollierte Lüftungsanlage eingebaut, die Lüftungswärmeverluste reduziert und bei Bedarf – die Raumluftqualität wird ständig gemessen – Frischluft zuführt. Diese „Voll-Werte-Plus-Lüftung“ ist dank kurzer, gut zu reinigender Rohrleitungen laut Hersteller vor Verkeimung geschützt.

Haustechnik auf höchstem Niveau

Für die Beheizung des Hauses, das als KfW-Effizienzhaus 55 errichtet ist, sorgt eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, die an zwei je 14 Meter tiefe Brunnen (Entnahme- und Schluckbrunnen) angeschlossen ist. Betrieben wird sie mit selbst erzeugtem Strom aus der Photovoltaik-Anlage. Eine Batterie speichert den überschüssigen Strom, der auch über die eingebaute Zapfstelle für ein Elektroauto genutzt werden kann.

Würden Dach und Carport mit insgesamt 70 Quadratmetern Photovoltaik belegt, wäre Plus-Energie-Standard erreicht, was hier aufgrund der Verschattung durch Nachbargebäude nicht möglich war. Zwei Warmwasser-Pufferspeicher für Trinkwasser und Heizwärme erhöhen die Energie-Speicherfähigkeit der Gesamtanlage und sind zudem für eine eventuell anstehende Erweiterung des Hauses ausgelegt, das nach einer fünfjährigen Nutzung als Musterhaus an die Bauherrin übergeben wird.

Geplant und baulich vorbereitet ist der Anbau einer zweiten Doppelhaushälfte über Eingangsüberdachung und Technikraum. Mit Blick auf die Zukunft ist das Haus barrierearm konzipiert. Die Übergänge sind schwellenlos ausgeführt, der Einbau eines Lifts ist bereits vorbereitet.

Das strahlungsfreie, funkbasierte Hausautomations-System „my-Home-Control“ macht aus dem „Haus am See“ ein echtes Smarthome, in dem sich alle verfügbare Technik, inklusive der Miele-Hausgeräte, optimal aufeinander abgestimmt betreiben lassen. So wird die benötigte Energie im Haus maximal effizient eingesetzt.

Fazit

Ein Projekt das zeigt, wie durch die Kombination von gesunden Baustoffen, vorausschauender Planung und sinnvollem Energie-Management ein Haus entstehen kann, das wirklich ökologisch und biologisch korrekt ist – und das nachhaltig.

Weitere Häuser: www.fertighausscout.de/baufritz

Scroll to Top