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Ein Haus als Inflationsschutz

18.02.2013

Zwei Faktoren sorgen dafür, dass sich ein Einstieg ins Wohneigentum immer noch lohnt: das historisch niedrige Zinsniveau für Darlehen und die gestiegene Bautätigkeit. Nach Angaben der Landesbausparkassen (LBS) wurden 2012 bereits bis September so viele neue Wohnungen genehmigt wie im ganzen Jahr 2009. Bis zum Jahresende 2012 wurden laut LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm rund 240000 Genehmigungen erreicht, ein Plus von 6 Prozent gegenüber 2011.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die gesunkenen Zinsen fangen einen Teil der Preissteigerung auf.
„Die niedrigen Baufinanzierungszinsen halten die Kreditraten gering,
auch wenn die Darlehenssummen für Immobilien steigen“, betont Michiel
Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG.
"Für die meisten Eigennutzer ist die monatliche Belastung entscheidend,
daher ist die Nachfrage nach Immobilien derzeit ungebrochen hoch.“

Freilich sollten Bauherren nicht um jeden Preis die eigenen vier Wände bauen, da sonst die Gefahr eines Wertverlustes droht. Der Wiederverkaufswert eines Hauses hängt zudem von diversen Faktoren ab:

Baustandard:
Kein Bauherr sollte sich ohne fachliche Unterstützung in das Wagnis Hausbau begeben. Wer individuell baut, wird in der Regel einen Architekten an seiner Seite haben. Wer aber mit einem Bauträger oder Fertighaushersteller baut, sollte einen Sachverständigen zu Rate ziehen, rät der Verband privater Bauherren (VPB). Und zwar schon vor Unterschrift unter den Vertrag. Auch die Abnahme einzelner Gewerke bzw. das Erbringen von Eigenleistung sollte ein Bauherr nie ohne fachliche Begleitung vornehmen.

Wertsteigernd bzw. -erhaltend wirkt sich die technische Ausstattung aus. Feinheiten wie ein Aufzug oder intelligente Steuerung (Hausautomation) zahlen sich langfristig aus.

Energiebilanz:
Wer jetzt baut, sollte sich nicht damit begnügen, die Mindestanforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) zu erfüllen, sondern darüber hinausgehen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man in den Genuss günstiger Darlehen und Zuschüsse der KfW kommt. Es hat auch zur Folge, dass das Haus auch noch den um 30 Prozent schärferen Bestimmungen der nächsten Stufe der EnEV gerecht wird, die voraussichtlich im Jahr 2014 kommen wird.

Noch besser für den Wert der Immobilie ist es, wenn die Energieerzeugung regenerativ erfolgt. Solarthermie- und Photovoltaikanlagen haben ebenso Konjunktur wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen.

Lage:
Abgelegene Standorte schneiden wesentlich schlechter ab als  zentrale Lagen in Ballungsgebieten. Doch gewisse Risiken bleiben auch hier. So kann ein solides Quartier sozial kippen oder durch den (Aus)Bau von Flughäfen oder Straßen dramatisch an Wert verlieren. Auch eine unvorhergesehene Gewerbeansiedlung oder Naturkatastrophen können den Wert einer Liegenschaft gefährden.

Fazit: Die eigene Immobilie ist bei Beachtung bestimmter Regeln auch angesichts der gestiegenen Haus- und Baupreise ein geeignetes Instrument, Vermögen zu bilden bzw. abzusichern. Zur wirtschaftlichen Sicherheit kommt der emotionale Mehrwert des Wohnens in den eigenen vier Wänden. Nicht zuletzt ist das „Betongold“ eine hervorragende Sicherheit im Alter.