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Finanzierungsberatung

14.04.2014

Nicht immer hat man es bei der Kreditverhandlung mit einem echten Profi zu tun, der alle Vorgaben der Bauherren richtig umsetzt und aus der Vielzahl der Angebote auch das beste für den Kunden aussucht. Deshalb ist es unerlässlich, dass sich Bauaspiranten mit dem nötigen Finanzgrundwissen wappnen.

Foto: FotoliaSelbstbewusst und gut informiert auftreten
Wenn es um aktuelle Konditionen für Immobilienkredite geht, ist das Internet unschlagbar. Auf verschiedenen Portalen, z.B. www.bautipps.de/finanzierung/baugeld-vergleich oder www.fmh.de lassen mit ein paar wenigen Klicks aktuelle Zinsdaten zu verschiedenen Laufzeiten etc. in Sekundenschnelle ermitteln. Natürlich werden Sie mit Ihrem Wunsch nach einem Kredit auf Herz und Nieren überprüft. Aber trotzdem brauchen Sie keinesfalls als Bittsteller fühlen. Rechnen Sie mit sehr persönlichen Fragen, etwa zur Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes/ Gewerbes oder zur Familienplanung, aber lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern.

Treten Sie selbstbewusst und gut strukturiert auf und lassen Sie ihr Gegenüber spüren, dass Sie sich bereits auskennen. Wenn Sie z. B. die erforderlichen Bonitätsunterlagen bereithalten wie Kontoauszüge, Gehaltsabrechnungen bzw. Steuerbescheide, Nachweise über Eigenkapital (Depotauszug), eventuelle Sicherheiten (Lebensversicherung) etc., dann macht das schon mal einen guten Endruck. Ebenso, wenn Sie Ihr Bauvorhaben vollständig dokumentieren können (z. B. Grundstücks- bzw. Hauskaufvertrag, Bauantrag, Kostenschätzung). Mancher Tipp mag der Leserschaft banal vorkommen. Doch verschiedene Tests von Verbraucherschützern haben leider ergeben, dass einige Berater die simpelsten Dinge nicht beherrschen. Deshalb: sich gut vorbereiten, alles, wirklich alles nachrechnen, nichts „glauben“ oder voraussetzen, immer auf der Hut sein. Dann werden Sie im Gespräch schnell erkennen, mit wem Sie es zu tun haben.

Darauf müssen SIe achten!

  • Kredithöhe: Plant die Beraterin oder der Berater zu den reinen Baukosten auch die Nebenkosten ein? Wird eine Reserve eingeplant für den Fall, dass die Baukosten steigen?
  • Eigenkapital: Wird darauf geachtet, dass der Eigenkapitalanteil 25-30 Prozent beträgt? Bleibt eine Bar-Reserve für unvorhersehbare Ereignisse?
  • Monatliche Rate: Geben Sie eine klare Obergrenze vor, maximal 40 Prozent des Nettoeinkommens, damit Luft bleibt für Urlaube oder Anschaffungen.
  • Fördermittel: Die Einbeziehung von KfW-Darlehen sollte selbstverständlich sein (z. B. Programm 153 „Energieeffizient bauen“). Wohn-Riester sollte zumindest diskutiert werden; die schnellere Tilgung des Darlehens mit Hilfe der Riester-Zulagen, mit der für den Wohn-Riester geworben wird, ist jedoch mit allerlei lästigen Auflagen verbunden und trügerisch: Denn die Zulagen müssen im Alter besteuert werden (nach-gelagerte Besteuerung).
  • (Sonder)Tilgung: Rät Ihnen die beratende Person zu einer erhöhten Tilgung von zwei oder drei Prozent? Das ist wichtig, um das sehr niedrige Zinsniveau für einen schnelleren Schuldenabbau zu nutzen. Achten Sie darauf, dass eine (kostenlose) Sondertilgungsoption enthalten ist (fünf bis zehn Prozent der Kreditsumme). Lassen Sie sich immer einen kompletten Zahlungsplan vorlegen mit Angabe der Restschuld nach dem Ende der Zinsbindung!
  • Nominal- und Effektivzins: Weisen Sie darauf hin, dass Sie im Internet auf günstigere Zinsen gestoßen sind und fragen Sie nach verbesserten Konditionen; seien Sie andererseits misstrauisch, wenn das Angebot sagenhaft niedrig ist.