Fördermittel für den Hausbau

Fördermittel für den Hausbau
Mit Fördermitteln beim Hausbau Geld sparen.

Für Bauherren gibt sich die öffentliche Hand recht fürsorglich. Bund, Länder und Kommunen helfen beim Hausbau mit Zuschüssen und Zinsvergünstigungen.

Wer ein besonders energieeffizientes Haus baut und/oder eine Familie mit Kindern hat, profitiert in erhöhtem Maße von der staatlichen Förderung. Beim Vergleich von Finanzierungsangeboten sollten Bauherren deshalb grundsätzlich immer danach fragen, wie die staatlichen Mittel in die Finanzierung eingebaut werden können. Denn durch die Nutzung von Fördergeldern verringert sich die Kreditlast, und das Haus ist schneller abbezahlt.

KfW-Bank

Das bekannteste Förderinstitut ist die KfW-Bank. Sie unterstützt Bauherren mit besonders günstigen Zinsen und Tilgungszuschüssen (siehe Überblick auf Seite 19). Der große Vorteil der KfW-Programme besteht darin, dass sie einkommensunabhängig sind. Bitte beachten: Die zinsverbilligten Darlehen erhält ein Bauherr nicht direkt von der KfW, sondern über eine Bank. Die Beraterinnen und Berater von Interhyp beraten Bauherren eingehend dazu und helfen bei der Antragstellung.

Hier können Sie die KFW-Programme downloaden >>

Bundesamt für Wirtschaft (BAFA)

Eine zweite wichtige Geldquelle ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das mit den Mitteln des Marktanreizprogrammes Investitionen in Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien mit Zuschüssen unterstützt. Es gibt die Basis- sowie die Innovationsförderung mit besonderen Anforderungen an die Energietechnik.

Gefördert werden im Einzelnen thermische Solarkollektoranlagen für die Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung (max. 20.000 Euro). Auch Immobilienbesitzer, die eine Biomasse-Zentralheizung (Pellets, Hackschnitzel,  Scheitholz – max. 8.000 Euro) oder eine Wärmepumpe als Zentralheizung installieren lassen (max. 15.000 Euro), erhalten Zuschüsse. Geld gibt es auch für Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme produzieren (Kraft-Wärme-Kopplung, bis zu 3.500 Euro). Zusätzlich zur Basisförderung können noch weitere Zuschüsse gewährt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Neben Zusatz- und Innovationszuschüssen gibt es ein Förderprogramm für die Heizungsoptimierung sowie Zuschüsse aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) für den Austausch besonders ineffizienter Heizungen gegen moderne Anlagen auf Basis erneuerbarer Energie.Die Basisförderung gibt es nur für Gebäude im Bestand, in denen zuvor ein anderes Heizungssystem installiert und seit mindestens zwei Jahren in Betrieb war. Bei Neubauten kann nur eine Zusatz- oder Innovationsförderung beantragt werden, wenn die Anlagen mit besonders aufwendiger und effizienter Technik ausgerüstet sind. Dazu zählen beispielsweise Abgaswärmetauscher bei Pelletheizkesseln, Wärmepumpen mit besonders hohem Wirkungsgrad oder große thermische Solaranlagen für Mehrfamilienhäuser und Nichtwohngebäude.

Baukindergeld
Das Baukindergeld unterstützt Familien mit Kindern beim Hausbau.

Bundesländer

Auch die Länder unterstützen Bauherren mit zinsgünstigen Krediten. So hat zum Beispiel die Sächsische Aufbaubank SAB ein Programm zur Förderung von Wohneigentum im ländlichen Raum aufgelegt. Bei Erfüllen der Voraussetzungen gibt es bis zu 80.000 Euro Darlehen zu einem günstigen Zins mit 25 Jahren Zinfestschreibung. Bayern bietet zusätzlich zum Baukindergeld das Baukindergeld plus, wodurch Bauherren zehn Jahre lang pro Kind 1.500 Euro statt 1.200 Euro erhalten. Zu beachten ist, dass die meisten Länderprogramme im Unterschied zur KfW-Förderung an Einkommensgrenzen gebunden sind. Vor allem Familien mit Kindern und Käufer besonders energieeffizienter Immobilien profitieren.

Hier können Sie mehr Infos zum Baukindergeld downloaden >>

Kommunale Förderung beim Hausbau

In der Wirtschaft herrscht Fachkräftemangel. Gleichzeitig haben die Immobilienpreise vor allem in den Ballungsgebieten kräftig angezogen. Deshalb locken manche Gemeinden Immobilieninteressenten mit subventionierten Grundstückspreisen und Zuschüssen. Manchmal kann die Förderung bis zu mehreren zehntausend Euro betragen (Beispiel „Baukostenzuschuss“ der Stadt Stuttgart). Auch kleinere Darlehen für Familien, einmalige Geldzuschüsse oder besonders günstige bzw. kostenfreie Kindergartenplätze zählen zum Repertoire kommunaler Bauherrenförderung. Außerdem vergeben Gemeinden bzw. kommunale Energieversorger zum Teil Zuschüsse für die Installation umweltfreundlicher Heizungen oder Haushaltsgeräte.

Fazit

Fördermittel können eine sinnvolle Ergänzung der Baufinanzierung sein. Optimal eingesetzt, entlasten sie das Budget von Immobilienkäufern. Welche Programme für Immobilieninteressenten in Frage kommen, klärt ein kompetenter Finanzierungsexperte im Gespräch. ( Fotos: www.kfw.de; Interhyp)

Weitere Informationen rund um das Thema bauen& finanzieren finden Sie bei Interhyp >>

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