bautipps.de Das Fertighaus- und Massivhaus-Portal
Newsletter

 

Fördermittel für Ihr Zuhause

22.11.2016

Fördermittel. Foto: fotolia.de

Foto: fotolia.de

Die Alterung der Gesellschaft ist ungebrochen und wird weiter zunehmen. Diese Millionen von Senioren können und wollen längst nicht alle in Heimen untergebracht werden. Damit Häuser und Wohnungen eine lebenswerte Umgebung bleiben, müssen sie entsprechend gestaltet werden. Staatliche Unterstützung sorgt dafür, dass die hierfür notwendigen Investitionen den Geldbeutel nicht allzu sehr strapazieren .

KfW 159: „Altersgerecht umbauen“

Erste Anlaufstelle für alle, die ein selbtgenutztes Wohngebäude altersgerecht und barrierefrei umbauen wollen, dürfte die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sein. Die größte deutsche Förderbank unterstützt mit dem Kredit 159 Modernisierungsmaßnahmen, mit denen Barrieren reduziert, der Wohnkomfort erhöht oder in Einbruchschutzmaßnahmen investiert wird. Der effektive Jahreszinssatz beträgt derzeit 0,75 Prozent (Stand 15. September 2016), die maximale Kreditsumme beträgt 50.000 Euro.

Alternativ zum Kredit 159 gibt es das Zuschussprogramm 455 – „Altersgerecht Umbauen“. Dieser Investitionszuschuss ist für private Eigentümer, die Wohnraum barrierereduziert umbauen oder umgebauten Wohnraum kaufen. Wird nach dem Standard „Altersgerechtes Haus“ umgebaut, können zehn Prozent der förderfähigen Investitionskosten – maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit –  bezuschusst werden. Bei einzelnen Umbaumaßnahmen sind es acht Prozent der förderfähigen Investitionskosten, also maximal 4.000 EUR pro Wohneinheit. Allerdings sind die vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel für 2016 ausgeschöpft.

Förderfähige Maßnahmen nach KfW 159 >>

Kostenübernahme durch die Pflegekassen

Diese beiden Förderprodukte – der Investitionszuschuss 455 und der Kredit 159 – können nicht miteinander kombiniert werden. Eine Kombination mit anderen Fördermitteln, wie z. B. das Produkt „Energieeffizient Sanieren“ als Kredit (151/152) oder Zuschuss (430) ist jedoch möglich.

Menschen mit Pflegestufe oder Pflegegrad ist es möglich, von den Pflegekassen bezuschusst zu werden. Die maximale Höhe dieser Zuschüsse ist allerdings auf 4.000 Euro pro Umbaumaßnahme beschränkt. Wenn mehrere Anspruchsberechtigte zusammenwohnen, sind es maximal 16.000 Euro.

Jedoch muss bedacht werden, dass alle Veränderungen des Wohnraums, die zum Zeitpunkt der Zuschussbewilligung notwendig sind, lediglich als eine einzelne Maßnahme gelten. Erst dann, wenn sich die Pflegesituation ändert und deshalb weitere Umbauten notwendig werden, gelten diese als neue Maßnahme.

Das barrierereduzierte Haus. Foto: www.kfw.de

Die KfW fördert die hier gezeigten Maßnahmen, die zum Standard „Altersgerechtes Haus“ führen bzw. alle Einzelmaßnahmen, die den technischen Mindestanforderungen entsprechen. Foto: www.kfw.de

Fördermittel von Ländern und Kommunen

Auch Länder und Kommunen bieten einige Förderungen zum altersgerechten Wohnen an. Diese sind allerdings auf den jeweiligen Wohnort der Betroffenen beschränkt. Außerdem unterscheiden sich die Angebote der verschiedenen Kommunen und Länder in der Höhe ihres Finanzierungsbeitrags teils erheblich. Ein guten Überblick über die Optionen, die hier zur Verfügung stehen, verschaffen die regionalen Wohnberatungen.

(aus der Zeitschrift Komforthäuser 2016)