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Günstige Prämien für Fertighäuser

10.02.2012

Profitieren Sie beim Bau von Holz-Fertighäusern. BaufritzDer Holz-Fertigbau hat sich gegenüber den klassischen Massivbauweisen  längst emanzipiert. Das hat sich auch bei den Versicherern herumgesprochen. Deshalb können Bauherren von Fertighäusern während der Bauphase in vielen Fällen mit besonders günstigen Konditionen rechnen. Denn der schnelle Baufortschritt und die insgesamt kurze Bauzeit von vorgefertigten Gebäuden minimieren das Schadensrisiko. So bieten viele  Versicherungs-Gesellschaften die unverzichtbare Bauherrenhaftpflicht-Versicherung deutlich billiger an, wenn ein Fertighaus gebaut wird.

Auch die Bauleistungs-Versicherung gibt es zu günstigen Konditionen speziell für Fertighäuser. „Hier können clevere Bauherren bares Geld sparen“, betont Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer  des  Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). Bei der Bauleistungsversicherung, die Beschädigungen am Rohbau abdeckt, sei eine Ersparnis von 30 Prozent für das Fertighaus drin.

Diese Aussage deckt sich mit den Untersuchungen der Redaktion „Finanztest (Ausgabe 5/2011)“, die Bauversicherungen unter die Lupe genommen hat. Sowohl bei  den Bauleistungsversicherungen als auch bei den Bauherren-Haftpflichtversicherungen gab es Preisunterschiede von bis zu 50 Prozent.

Laut BDF-Experte Klaas haben Bauherren von Fertighäusern noch weitere Vorteile in punkto Versicherung. Auch das sogenannte Auswahlverschulden des Bauherrn sei im Fertighausbau geringer als bei einem herkömmlichen Bauablauf. „Die Handwerker werden nämlich vom Haushersteller ausgewählt, der ihr Können und ihre Erfahrung besser einschätzen kann als der Bauherr. Im Schadensfall kann ihm also niemand vorwerfen, unqualifizierte Arbeiter auf seiner Baustelle beschäftigt zu haben“, so Klaas.

Risikozuschläge
 für den Brandfall?
Häufig hört man die Meinung, dass Versicherer für Holzfertighäuser immer noch höhere Prämien verlangen, weil Fertighäuser einem Feuer nicht so lange standhalten würden wie Massivhäuser. Die Meinungen gehen hier auseinander. Hajo Köster, Justiziar beim Bund der Versicherten (BdV) sagt: „Das ist nach wie vor so.“
Dem widersprechen die HDI-Gerling Versicherungen: Hier wird ausdrücklich betont, dass das Unternehmen „keinen Risikozuschlag für Fertighäuser berechnet.“ Und auch bei der Axa-Versicherung „spielt die Bauweise keine Rolle mehr“, wie Referentin Jessica Voß bekräftigt. 

Großer Wettbewerb unter 
Versicherern hat Vorteile
Auch BDF-Sprecher Christoph Windscheif ist nichts bekannt, dass es bei der Wohngebäudeversicherung Ungleichbehandlungen von Bauarten gibt, er rät aber zur Vorsicht. „Da muss jeder Bauherr vergleichen. Wenn ein Anbieter einen Unterschied macht zwischen Massivhaus und Holzfertighaus, sollte der Interessent seine Entscheidung genau überlegen. Ähnlich argumentiert Stefan Kreuter, Geschäftsführer der Weberhaus Finanzierungsservice GmbH. „Ich kann nicht ausschließen, dass es Versicherungen gibt, die bei Holzfertighäusern mehr verlangen, aber standardmäßig ist mir nichts bekannt.“ Für ihn macht eine solche Unterscheidung keinen Sinn. Wichtiger als die Bauweise seien die Brandschutzklassen: „Die stehen ja im Vertrag drin, sonst würde man keine Baugenehmigung bekommen.“

Kreuter rät Bauherren grundsätzlich zu kurzen Laufzeiten. „Ich wohne selbst seit elf Jahren in einem Weberhaus und schließe über einen Makler immer nur für ein Jahr ab“, betont er. „Es reicht vollkommen, für ein Jahr abzuschließen. Wenn man nichts unternimmt, verlängert sich die Versicherung ohnehin automatisch.“

Wer ein Holz-Fertighaus baut, profitiert während der Bauphase von besonders günstigen Konditionen bei der Feuer-Rohbauversicherung sowie bei der Bauleistungsversicherung.

Angebots-Vergleich ist lohnenswert
Wenn Versicherungen mit günstigen Fertighaus-Tarifen für die Bauzeit locken, fragen Sie die Ansprechpartner, wie Sie hinterher als Hausbesitzer behandelt werden. Umgekehrt bieten einige Versicherer Wohngebäude-Versicherungen an, bei der das Haus schon als Rohbau während der Bauphase gegen Schäden durch Feuer versichert ist. Diese  Kombi-Angebote  sollten genau geprüft und mit Einzel-Versicherungen verglichen werden. Unter Umständen ist es deutlich günstiger, nach dem Einzug die Versicherungsgesellschaft zu wechseln.

Wie die Prämien berechnet werden
Wie hoch die Prämie für die Gebäudeversicherung wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der Bund der Versicherten (BdV) nennt folgende Bewertungsgrößen:
- Wohnort
- Wohnumfeld (feuergefährliche Betriebe in der Nähe)
- Bauklasse des Hauses (Bedachung, Wandkonstruktion)
- Art der Belegung (ständig bewohnt oder nicht)

 

Lange Zeit üblich war die Festlegung der Prämie nach sogenannten „Bauartklassen”,  die unterschiedliche Wandaufbauten und Dacheindeckungen mit Risikokauf- oder abschlägen bewerteten. Parallel dazu wurden auch sogenannte „Fertighausgruppen“ gelistet. Vereinfacht formuliert: Je mehr massive Bauteile verbaut wurden, desto günstiger war die Versicherungsprämie. Mit der Anerkennung der Holzfertigbauweise haben sich die vorgenannten Einteilungen überlebt, auch wenn einzelne Versicherer noch darauf zurückgreifen.