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Start fürs Baukindergeld

19.09.2018

Die Regierungskoalition hat sich auf die Einführung von Baukindergeld geeinigt, welches ab dem 18. September nun beantragt werden kann. Familien soll durch die finanzielle Hilfe der Weg ins Eigenheim erleichtert werden.

Baukindergeld.

Foto: Fotolia

Durch diese Förderung erfüllt die Bundesregierung, welche sich beim Koalitionstreffen Anfang Mai auf eine umfangreiche Wohnrauminitiative geeinigt hat, den langjährigen Wunsch der Finanzierungshilfe für junge Familien beim Hausbau. Nach langen Diskussionen wie genau die Förderung umgesetzt wird, können Familien das Baukindergeld nun seit Dienstag, dem 18. September, beantragen. Dadurch sollen Familien mit Kindern beim Erwerb einer Wohnimmobilie unterstützt werden, was vor allem in Hinblick auf die steigenden Immobilienpreise eine große Unterstützung ist und gleichzeitig neue Chancen eröffnet in den Städten und Regionen mehr Wohnraum zu schaffen.

Wichtige Infos zum Baukindergeld

  • Familien erhalten über einen Zeitraum von zehn Jahren für jedes Kind künftig jeweils 1.200 Euro Baukindergeld pro Jahr - insgesamt also 12.000 Euro
  • Vorraussetzung ist, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung ein Kind mit den Eltern im Haushalt lebt und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat
  • Das zu versteuernde Familieneinkommen darf zudem den Maximalbetrag von 75.000 Euro nicht überschreiten. Für jedes Kind erhöht sich der Maximalbetrag um weitere 15.000 Euro
  • Das Baukindergeld wird rückwirkend bis zum 01. Januar 2018 ausgezahlt und soll am 31.12.2020 enden
  • Gefördert wird nur der Ersterwerb einer Immobilie (egal ob Neubau oder Bestandsaimmobilie) in Deutschland
  • Renovierungen, Um-und Anbauten sollen nicht gefördert werden
  • Der Antrag wird online, spätestens 3 Monate nach dem Einzug bei der KfW gestellt

Ist das Baukindergeld sinnvoll?

Für Familien mit geringem oder mittlerem Einkommen stellt das Baukindergeld sicherlich eine enorme finanzielle Hilfe dar. Da diese vor allem bei den steigenden Preisen der Wohnimmobilien jeden Euro gebrauchen können, bietet sich dadurch eine bessere Chance auf eine Zukunft in einem eigenen Zuhause. Außerdem ist die eigene Wohnimmobilie noch immer ein großer Wunsch vieler Deutscher. Laut Bundesregierung könnten 200.000 Familien mit 300.000 Kindern anspruchsberechtigt sein. Das wäre auch ein Signal nach außen, da Deutschland eine vergleichsweise niedrige Eigentumsquote verbucht.

Hauptkritikpunkt dagegen ist, dass der Nutzen abhängig vom Wohnort und dadurch sehr ungleich verteilt ist. Denn in Großstädten kann durch die Förderung nur ein kleiner Teil der Kaufnebenkosten abgedeckt werden, während in Regionen mit niedrigen Immobilienpreisen ein weitaus größerer Teil der Gesamtkosten damit bestritten werden kann. Ein kompletter Problemlöser auf dem angespannten Wohnungsmarkt wird das Baukindergeld damit wohl nicht werden.

Familien können das Baukindergeld hier beantragen >>