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Feuer und Flamme

18.01.2016

"Colona" liefert mit seinen 480 Kilogramm Schamotte viel angenehme Strahlungswärme. LedaSie sind der Inbegriff von gemütlicher Atmosphäre: Öfen, die ihre Energie aus Holz und Kohle beziehen. Das liegt an der angenehmen Strahlungswärme. Lässt sich dann noch das Spiel der Flammen durch eine Glasscheibe betrachten, ist die heimelige Stimmung an kalten Winterabenden garantiert.

Doch wozu in modernen Häusern mit Fußbodenheizung und niedrig­s­tem Wärmebedarf noch zusätzlich einen Ofen einbauen? In Bezug auf die Fußbodenheizung macht dies jedoch durchaus Sinn, da diese sehr träge funktioniert. Wenn also der Herbst mit einem plötzlichen Kälteeinbruch überrascht, ist ein schneller Wärmelieferant hoch willkommen. 

Viel Speichermasse

Aber nicht alle reagieren so flott. Der Kachelofen mit seiner großen Speichermasse braucht viel Anlaufzeit, hält dann aber lang vor. Schamottesteine nehmen die Energie aus den Heizgasen auf, speichern sie und geben sie zeitver­zögert und gleichmäßig ab. Eine Verkleidung aus ­keramischen Kacheln erlaubt vielfältige Gestaltungsvarianten. Oft hat er eine Sitz­gelegenheit integriert.

Heizkamine

Schneller sind da die Heizkamine. Mit vorgefertigten Kassetteneinsätzen versehen, arbeiten sie sehr viel effizienter und umweltfreundlicher als ein offener Kamin. Ihr geschlossener Brennraum ermöglicht höhere Temperaturen und eine kontrollierte Abgasführung. Dank Glasscheibe ist der Blick auf das ­lodernde Flammenmeer trotzdem nicht versperrt.

Die Ofenanlage "HKD 2.2" ist vorne und hinten mit einer Sichtscheibe ausgestattet. Brunner

Kaminöfen

Ähnliche Blickqualitäten bieten Kaminöfen mit Sichtfenster. Es gibt sie in zwei Bauarten: einmal mit selbstschließenden Türen für die mehrfache Belegung des Schornsteins. Bauart 2 kann wahlweise mit geschlossenem oder offenem Feuerraum betrieben werden und erfordert einen eigenen Schornsteinzug. Bei beiden umgibt eine Heizkammer den eigentlichen Brennraum. Sie produziert Warmluft, die für eine schnelle Erwärmung sorgt. Durch mehrfaches Auflegen kleiner Holzmengen wird die Wärmeabgabe nach Bedarf eingestellt.

Nach dem Erlöschen des Feuers kühlen sie jedoch relativ schnell ab. Moderne Anlagen werden deshalb oft durch extra Speichermassen ergänzt, die außerdem den Anteil an Strahlungswärme erhöhen. Eine Brennraumgestaltung mit optimaler Verbrennungsluftzufuhr und effek­tiven Wärmetauscherflächen ver­bessert die Energieausnutzung und vermindert die Emissionen.

Kaminöfen können überall auf­gestellt werden, wo es einen Schornstein gibt. An diesem darf aber nicht schon eine Öl- oder Gasheizung ­angeschlossen sein. Bei Öfen mit ­Türen besteht keine große Gefahr wegen des Funkenflugs, dennoch sollte nach allen Seiten ein Mindestabstand von 20 Zentimetern eingehalten werden, an der Vorderseite mindestens 50 Zentimeter. Als Unterlage für den Ofen kommen Eisen, Schiefer, Stein oder Keramik infrage.

Die Heizleistung hängt von der Bauweise und der Größe ab. Je größer der Ofen und je geringer die Warmluft-Verteilungswiderstände sind, umso niedriger kann die Oberflächentemperatur sein, um dennoch die gewünschte Heizleistung zu erzielen. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Temperatur, desto gesünder. Bei geöffneten Feuerraum­türen erzielt der Kaminofen einen Wirkungsgrad von ungefähr 40 bis 50 Prozent, bei geschlossenen Türen dagegen von 70 bis 90 Prozent. Wärme bis zum nächsten Morgen –bei entsprechender Speichermasse schaffen das heute viele Kaminöfen und die Kachelöfen locker.

Moderne Modelle sind mit einem Thermostat ausgerüstet, mit dem die gewünschte Raumtemperatur eingestellt werden kann. Ist diese erreicht, so drosselt der Ofen die Heizleistung und verbraucht somit weniger Holz.

Pelletöfen

Viel Komfort und Optionen bieten Pelletöfen. Es gibt sie in allen mög­lichen Ausführungen: in Verbindung mit Kaminöfen, aber auch als Einsätze für den Kachelofen. Sie sind mit einem kleinen Vorratsbehälter für die Pellets ausgestattet, der den Brennstoff für eine bis wenige Tagesrationen bereithält. Pelletöfen arbeiten in der Regel mit halbautomatischer Betriebsweise und besitzen eine temperatur- und zeitgesteuerte Zündung und Regelung oder eine manuelle Leistungsregelung, eine automatische Entaschung oder zumindest Entaschung für die Dauer des ­Abbrands. Ein spezieller Fall sind Öfen mit Wassertaschen, die sich um die Brennkammer befinden. Dadurch kann ein Teil ihrer Energie die Zen­tralheizung unterstützen oder diese kann im Einzelfall sogar allein damit betrieben werden. 

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