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Holzheizung

03.04.2012

Pelletöfen schmücken dank ihres anspruchsvollen Designs jeden Wohnraum.Obwohl genügend Rohöl auf dem Markt ist, steigt sein Preis unaufhörlich. Politische Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit dem Iran und Börsenspekulationen sind die Ursache. Das bekommen nicht nur Autofahrer zu spüren, sondern auch Öl-Heizungsbesitzer. Auch der Gaspreis strebt nach oben.

Im Gegensatz dazu sind  die Rohstoffpreise bei Holz-Pellets stabil und berechenbar: Der nachwachsende Brennstoff ist ausreichend vorhanden und muss nicht um die halbe Welt gefahren werden. Und: Je stärker der Ölpreis steigt, desto schneller relativieren sich die Mehrkosten für die Anschaffung einer Pelletheizung im Vergleich zu den Investitionen, die für eine herkömmliche Heizung fällig wird.

Pellets lassen sich auf verschiedene Weise nutzen. Die einfachste Variante ist die Aufstellung eines Ofens mit Sichtscheibe im Wohnbereich. Ein solcher Ofen bringt Gemütlichkeit und reicht modernen Effizienzhäusern zumeist  aus.

Dann muss die Brauchwassererwärmung allerdings anderweitig bewerkstelligt werden. Eine Lösung dieses Problems bietet ein Pelletofen mit sogenannter Wassertasche, der über einen Wärmetauscher und über ausreichend Leistung verfügt, um genügend Energie für Heizung und Brauchwassererwärmung zur Verfügung stellen zu können. Bei dieser Lösung muss zudem für eine ausreichende Pelletbevorratung gesorgt werden.

Eine Pelletheizung wird gern mit einer Solarthermieanlage kombiniert, sodass eine CO2-freie Beheizung des Hauses und Warmwasserbereitung möglich wird. Die Pelletheizung schaltet sich nur zu, wenn die Sonne nicht ausreichend Wärme liefert. ParadigmaDie dritte Variante ist schließlich die Pelletzentralheizung. Kessel, Speicher und Vorratsbehälter stehen meist im Keller. Besonders beliebt ist die Kombination mit einer Solarthermieanlage, sodass ein  komplett CO2-freies Heizsystem entsteht. Wichtig für die Effizienz des Systems ist die richtige Wahl des Speichers. Was die Anschaffungskosten betrifft, gibt es eine große Bandbreite:

Alles mit Holz: Von Zusatzheizung bis Zentralheizsystem

Zirka 3000 bis 5000 Euro muss man für einen Pellet-Kaminofen zuzüglich der Kosten für die Zusatzheizung rechnen. Etwa 10000 bis 15000 Euro kostet eine Anlage mit Pelletofen und Warmwasserwärmetauscher und bis zu rund 25000 Euro eine Pelletzentralheizung mit Solarthermieanlage.

Was die staatliche Förderung betrifft, gibt es für neue Häuser weder Mittel vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) noch von der KfW-Bank. Allerdings haben die Bundesländer, teils auch Gemeinden, diverse Programme aufgelegt, von denen Bauherren in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten profitieren können.