Immer frische Luft im Haus

Frische Luft
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Die Gebäudehülle wird immer luftdichter
Die baulichen energetischen Anforderungen sind heute vor allem in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt, die sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude gilt, sofern diese umfassend energetisch saniert werden. Für die moderne Bautechnik resultierte aus den regelmäßig vom Gesetzgeber verschärften Bestimmungen der EnEV, dass die Wohngebäude in den letzten Jahren immer luftdichter konstruiert wurden.

Für die Bewohner ergibt sich daraus ein Dilemma: Damit sie sich in den Räumen behaglich fühlen und Bauschäden durch Feuchtigkeit vermieden werden, sind stündlich ungefähr 30 Kubikmeter Frischluft pro Person erforderlich. Dazu müssten im Schnitt etwa alle zwei bis drei Stunden die Fenster für einige Minuten geöffnet werden  – ein Rhythmus, der im modernen, termingetriebenen Berufs- und Familienalltag praktisch nicht (mehr) einzuhalten ist.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Räume je nach Jahreszeit, Klima- und Windverhältnissen zu wenig, zu viel oder falsch belüftet werden. Reicht zum Beispiel ein zehnminütiges Lüften bei kaltem Wetter aus, um die Raumluft einmal komplett auszuwechseln, reduziert sich die Luftwechselrate bei milderen Temperaturen drastisch.

Als alltagstauglicher Problemlöser bietet sich die kontrollierte Wohnungslüftung an. Sie sorgt automatisch und komfortabel für den notwendigen, bedarfsgerechten Luftaustausch in allen Räumen. Auf diese Weise wird die Gesundheit der Bewohner gefördert und die Bausubstanz geschützt.

Im Haus gibt es unsichtbare Gefahren
In einem durchschnittlichen Haushalt gibt jeder Bewohner täglich zirka zwei bis drei Liter Wasser (in Form von Wasserdampf) an die Raumluft ab – verursacht von ganz normalen Aktivitäten wie kochen, waschen und atmen sowie durch Zimmerpflanzen. Sofern nicht regelmäßig und ausreichend gelüftet wird, steigt aufgrund der nahezu luftdichten Gebäudehülle die Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen beträchtlich an – günstige Voraussetzung für die Bildung von Schimmelpilzen und Milben. Doch vor allem die unsichtbaren Sporen des Wohnungsschimmels sind äußerst schädlich für die Gesundheit.

Eine kontrollierte, maschinelle Wohnungslüftungsanlage begrenzt aber nicht nur die Luftfeuchtigkeit und entzieht dem Schimmelpilz so seine Lebensgrundlage. Es gibt noch weitere Vorteile, die das Wohlbefinden der Bewohner steigern: So steigt die Kohlendioxid-Konzentration bei fehlendem Luftaustausch rasch in ungesunde Bereiche an. Hinzu kommen Gerüche sowie Ausdünstungen aus Möbeln und Baumaterialien.

Eine interessante Zusatzausstattung sind übrigens spezielle Pollenfilter. Diese werden in den Außenluftstrom eingebaut und reduzieren so das Eindringen der Allergene in die Wohnräume auf ein Minimum. Eine enorme Entlastung für alle allergiesensiblen Menschen, vor allem während der starken Pollenflugphasen.

Man kann auch viel Heizenergie einsparen
Um zu überprüfen, ob manuelles Lüften noch möglich ist oder ob ein maschinelles Wohnungslüftungssystem zwingend notwendig ist, fordert die Lüftungsnorm DIN 1946-6 ein sogenanntes Lüftungskonzept. Bei Neubauplanungen und bei umfangreicheren Sanierungen muss ein Fachmann prüfen, ob eine kontrollierte Wohnungslüftung notwendig ist. Zahlreiche Hersteller bieten mittlerweile eine ganze Reihe von preislich gestaffelten, bedarfsgerechten Lüftungssystemen an, die zugluftfrei und lautlos für ausreichend Frischluft sorgen.

Für Bauherren und Hausbesitzer ist es heute also kein Problem mehr, die jeweils passende Lüftungsvariante zu finden: passend zu den baulichen Rahmenbedingungen, zum gewünschten Grad an Energieeffizienz sowie zum persönlichen Budget.

Und mit so einem System kann man im Vergleich zum herkömmlichen Fensterlüften unter Umständen ordentlich Heizenergie einsparen. „Der gesamte Heizenergiebedarf wird bei einem Neubau bereits zur Hälfte durch die Lüftungswärmeverluste bestimmt“, erklärt Dr. Lothar Breidenbach, Geschäftsführer Technik beim BDH in Köln. „Diese Verluste können durch den Einsatz einer Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung erheblich reduziert werden. Je nach Gebäudeart ergibt sich dadurch eine Heizkostenersparnis von bis zu 40 Prozent.“ Die KfW-Förderbank unterstützt übrigens den Einbau der maschinellen Lüftungsanlagen durch zinsgünstige Kredite und Fördergelder.

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