bautipps.de Das Fertighaus- und Massivhaus-Portal
Newsletter

 

10 Tipps für den passenden Grundriss

07.01.2019

Ein guter Grundriss ist einer, der zu Ihren Wohnbedürfnissen, Ihrem Alltag, Ihrem Baugrund sowie der Umgebung perfekt passt. Diese 10 Tipps sollen Ihnen helfen, sich die wichtigsten Planungsfragen zu stellen, die der Grundriss Ihres neuen Zuhauses beantworten muss.

Familie mit drei Kindern im Esszimmer.
Das Musterhaus "Heimat 4.0" von Baufritz zeigt eine gelungene Lösung für eine Familie mit drei Kindern.

Tipp 1: Individueller Platzbedarf ein wichtiger Parameter für den Grundriss

Die aktuelle bzw. geplante Familiengröße ist einer der wichtigsten Parameter bei der Grundrissplanung, denn sie wirkt sich unmittelbar auf den Platzbedarf sowie das Raumprogramm aus. Neben individuellen Schlafzimmern für jedes Kind, ist vielleicht auch ein separates Kinderbad eine gute Idee. Je mehr Personen im Haushalt leben, desto mehr Abstellraum, Platz am Esstisch etc. sollte eingeplant 
werden.

Tipp 2: Haustypen haben Einfluss auf den Grundriss

Der gewünschte Haustyp hat einen ganz prägenden Einfluss auf die Grundrissgestaltung: Wer sich einen ebenerdigen Bungalow wünscht, muss die unterschiedlichen Wohnbereiche anders strukturieren, als wenn man über mehrere Etagen plant. Ein frei stehendes Einfamilienhaus bietet, z.B.  bei der Platzierung von Fenstern, andere Freiheiten, als ein Reihen- oder Doppelhaus. Auch die Dachform beeinflusst den Grundriss: Flächen unter Dachschrägen sind ab einer bestimmten Höhe nicht mehr oder nur eingeschränkt nutzbar. Deswegen sollte man bei der Grundrissplanung nicht nur in der Ebene denken, sondern immer auch die Vertikale und äußere Parameter beachten.

Tipp 3: Himmelsrichtungen

Ohne Licht keine Farben, keine Formen, keine Architektur. Darüber hinaus ist natürliches Tageslicht wichtig für unser Wohlbefinden. Um dieses Licht gezielt in den Wohnraum zu holen, sollten vorwiegend tagsüber genutzte Räume zur Sonne ausgerichtet sein: Das Schlafzimmer nach Osten, um sich von den ersten Sonnenstrahlen wecken zu lassen. Essplatz, Wohn- und Kinderzimmer nach Süden bzw. Süd-Westen, wo diese Bereiche auch um Freisitze wie Terrassen und Balkone nach draußen erweitert werden können. Nebenräume nehmen idealerweise die Nordseite ein.

Tipp 4: Der Grundriss spielt beim Grundstück die Hauptrolle

Ob flach oder am Hang, groß oder klein, mit dichter Nachbarbebauung oder mit Blick ins Grüne: Das Bauland und seine Umgebung spielen bei der Grundrissplanung eine Hauptrolle.  So müssen z.B. oft die Vorschriften eines geltenden Bebauungsplans eingehalten werden. Aber auch Besonderheiten, wie schöne Ausblicke oder Einschränkungen durch eine viel befahrene Straße sollten bei der Anordnung von Räumen und Fenstern berücksichtigt werden.
Mehr Infos zum Thema finden Sie hier >>

Tipp 5: Offenes Wohnen

In den letzten Jahrzehten haben sich offene Wohnbereiche im Haus durchgesetzt.
Das Musterhaus "Life" von Fertighaus Weiss zeigt im Erdgeschoss einen weitgehend offenen aber geschickt zonierten Grundriss: Die meiste Fläche geht an den Hauptraum mit Kochen und Essen.

In den letzten Jahrzehnten haben sich die offenen Wohnbereiche, die in der Regel aus Küche, Ess- und Wohnzimmer bestehen, durchgesetzt. Durch den Verzicht auf trennende Wände und separate Flure entsteht bei ihnen, neben einer optischen Großzügigkeit, vor allem ein kommunikatives Ambiente. Eine gewisse Zonierung kann aber sinnvoll sein, z.B. um dem Wohnbereich etwas Intimität zu verleihen oder durch Schiebetüren, die die Küche bei Bedarf  aus dem Blickfeld nehmen können.

Tipp 6: Küche & Essplatz

Die Küche und der Essplatz sind heute Zentrum des Hauses. Daher wird diesem Bereich auch  inzwischen viel Platz eingeräumt. Besonders schön ist es, wenn der Koch- und Essbereich auch einen direkten Zugang zu Terrasse und Garten besitzt, sodass im Sommer wahlweise im Freien gegessen werden kann. Auch kannn es sinnvoll sein, vor alllem offene Küchen durch eine Speisekammer zu ergänzen, die zusätzlichen Stauraum bieten.
Weitere Tipps zu Küche und Essplatz gibt‘s hier >>

Tipp 7: Flure und Treppen

Flure und Treppen gehören zu den sogenannten Verkehrsflächen, die die unterschiedlichen Nutzungsbereiche des Hauses miteinander verbinden und meist zugunsten der Wohnfläche möglichst knapp bemessen werden. An bestimmten Stellen ist es aber sinnvoll, etwas großzügiger zu sein. Zum Beispiel sollte das Entree eines Hauses mit Gardeobe nicht zu sparsam bemessen sein und auch die Treppe benötigt ausreichend Platz, damit sie mit einem komfortablen Steigungsverhältnis gebaut werden kann.

Tipp 8: Badezimmer

Eine clevere Aufteilung schafft im Familienbadezimmer verschiedene Zonen.
Eine clevere Aufteilung schafft im Familienbadezimmer verschiedene Zonen: So verschwinden Dusche und WC hier hinter der Wandscheibe an der die Badewanne platziert wurde. Gesehen im Musterhaus "Auggen" von SchwörerHaus.

Weitere Häuser von SchwörerHaus finden Sie hier >>

Das Badezimmer ist häufig ein Nadelöhr im familiären Tagesablauf: hier müssen zumindest morgens oft zur selben Zeit alle Familienmitglieder durch. Daher empfiehlt sich eine entsprechende Größe und Aufteilung, damit auch mehrere Personen gleichzeitig das Badezimmer benutzen können. Ein zweites Badezimmer im Haus, etwa für die Kinder oder für Gäste ist eine sinnvolle Investition. Günstiger kann es sein, ein ursprünglich großes Familienbad lieber in zwei kleinere, separate Bäder aufzuteilen. Ein Muss ist zumindest eine weitere separate Toilette im Haus.
Hilfreiche Tipps für die Badplanung finden Sie >>

Tipp 9: Schlafzimmer

Dieser Raum ist dazu da, zur Ruhe zu kommen. Dementsprechend sollte er auch im Grundriss an einer möglichst störungsfreien Stelle platziert werden. Experten empfehlen, im Schlafzimmer möglichst wenig Ablenkendes unterzubringen. Große geschlossene Fronten von Einbauschränken stören die Ruhe zwar nicht, können aber natürlich auch in separaten Ankleidezimmern untergebracht werden. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Badezimmer ist üblich, ein direkter Zugang besonders komfortabel.

Tipp 10: Abstellräume und Keller

Rund 10 000 Dinge besitzt ein Deutscher durchschnittlich – diese wollen untergebracht werden. Der Wert von sinnvoll bemessenem und platziertem Abstellraum ist daher nicht zu unterschätzen. Ob in Form von separaten Räumen und Einbauschränken, einem Keller oder in Garagen und Schuppen: Je nach Staugut werden unterschiedliche Räumlichkeiten notwendig. Denn Fahrräder und Surfboards brauchen eine andere Unterbringung als Wintermäntel, Essensvorräte oder Wein.
Einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Stauraum finden Sie hier >>

(aus der Zeitschrift Hausbau 1/2-2019)

Bereich: