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Baustellenbedarf – mieten oder kaufen

05.04.2018

Ohne das passende Werkzeug geht auf einer Baustelle nichts. Doch welchen Baustellenbedarf benötigt man – und welchen davon sollte man kaufen, welchen besser mieten?

Baustellenbedarf – Arbeiter mit Bauhelm
©istock.com/Kuzma 

Ob beim Neubau oder bei Sanierungsarbeiten – Bauherren und Renovierer können durch Eigenleistung oft mehrere Tausend Euro sparen. Wenn dafür allerdings erst große Summen in Ausstattung und Spezialwerkzeuge investiert werden müssen, geht diese Rechnung nicht auf. In vielen Fällen lohnt es sich deswegen, Baustellenbedarf zu mieten. In anderen jedoch ist der Werkzeugkauf langfristig die günstigere Wahl. Um darüber zu entscheiden, sollte man sich zuerst Gedanken über den eigenen Werkzeuggebrauch machen.

Welcher Baustellenbedarf wird benötigt?

Welches Equipment auf einer Baustelle benötigt wird, hängt zunächst von der Art und Größe der Baustelle ab: Welche Arbeiten stehen an? Wie viele Personen arbeiten gleichzeitig auf der Baustelle? Auf einer großen Baustelle mit vielen Mitarbeitern und Helfern sollten die wichtigsten Werkzeuge ,wie Schraubenzieher, Hammer oder Zangen, für alle verfügbar und leicht zu finden sein. Hier kann sich die Investition in einen Werkstattwagen mit Ausstattung lohnen, denn so hat jedes Werkzeug einen festen Platz und jeder kann sich leicht einen Überblick über die vorhandene Ausstattung verschaffen.

Abgesehen von einer soliden Grundausstattung an Werkzeug sollte auf einer Baustelle auch anderes allgemein benötigtes Equipment vorhanden sein.

Baustellenbedarf wie Leitern, Schaufeln, Kübel.
©istock.com/nycshooter

Allgemeiner Baustellenbedarf

  • Besen und Bürsten
  • Baueimer und Kübel 
  • Leitern
  • Schaufeln
  • Schub- und Sackkarren

Dieser allgemeine Baustellenbedarf beschränkt sich nicht auf einzelne Arbeiten, sondern ist vielseitig einsetzbar – auch nach Abschluss der Bauarbeiten. Ganz anders sieht das beim speziellen Baustellenbedarf aus. Hier ein paar Beispiele.

Spezieller Baustellenbedarf

  • Betonmischer
  • Messgeräte
  • Verlegegeräte
  • Zugvorrichtungen und Zurrgurte
  • Spezialwerkzeug (zum Beispiel Fliesenleger- oder Dachdeckerwerkzeug)

Solche Spezialgeräte und Spezialwerkzeuge werden meist nur für einen Arbeitsbereich oder sogar nur einen Arbeitsschritt benötigt. Nach einem kurzzeitigen Gebrauch finden sie in der Regel keine weitere Anwendung. Von dieser Unterscheidung zwischen allgemeinem und speziellem Baustellenbedarf hängt ab, ob sich eine Miete anbietet oder ein Kauf lohnt.

Welche Vorteile hat die Miete von Baustellenbedarf?

Generell empfiehlt es sich, speziellen Baustellenbedarf (wie Fliesenschneider oder Winkelschleifer) zu mieten, statt ihn zu kaufen. Das liegt daran, dass gerade Spezialwerkzeuge für den Normalverbraucher ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis haben – denn sie werden nur für einen kurzen Zeitraum benötigt und zahlen sich deswegen langfristig nicht aus. Bei der Miete von Spezialausstattung hingegen bezahlt man nur für den Zeitraum, in dem man die Werkzeuge auch tatsächlich braucht.

Baustellenbedarf-Fliesenschneider.
©istock.com/Mogala

Hinzu kommt, dass gerade Hobby-Handwerker durch die Miete von Equipment von der Erfahrung professioneller Handwerker profitieren können. Denn diese haben schon viele Gerätetypen und Marken ausprobieren können und kennen so die Stärken und Schwächen der verschiedenen Geräte. Als Heimwerker spart man sich so nicht nur Zeit und Geld, sondern auch Ärger mit Werkzeugen von schlechter Qualität. Ein weiterer Vorteil: Durch Miete kann man auch aktuellste Modelle für wenig Geld verwenden – und zum Beispiel auf kabellose Elektrowerkzeuge setzen. 

Wann lohnt sich der Kauf von Baustellenbedarf?

Allgemeiner Baustellenbedarf ist prinzipiell eine gute Investition. Der Kauf zahlt sich in diesem Fall schnell aus: denn nicht nur ist solche Ausstattung verhältnismäßig preiswert – sie findet auch vielfach Anwendung. Besen und Leitern etwa können auch im Alltag genutzt werden; Schaufeln und Schubkarren eignen sich für Gartenarbeiten; und auch die Investition in Malerequipment lohnt sich, wenn zukünftige Renovierungsarbeiten selbst übernommen werden sollen.

Kleine Werkzeuge wie Pinsel, Handschuhe etc.
 ©istock.com/SKatzenberger

Ganz besonders rentiert sich die Investition in Baustellenbedarf, wenn die Werkzeuge möglichst oft genutzt werden. So kann man über eine gemeinsame Anschaffung sehr selten verwendeter Ausstattung (wie Sackkarre oder Tapeziertisch) nachdenken. Eine Option ist, sich den Anschaffungspreis mit Familienmitgliedern oder Freunden zu teilen; eine andere Option ist, die Anschaffung bestimmten Baustellenbedarfs auf verschiedene Personen zu verteilen – so hat man kostenlosen Zugriff auf alle nötigen Geräte, ohne jedes davon kaufen zu müssen. Wenn man dann noch einige Tipps für Kauf und Pflege von Werkzeugen beachtet, kann man das Beste aus seiner Investition in Baustellenbedarf herausholen.


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