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Häuser auf kleiner Grundfläche

16.12.2015

So viel vorweg: Ein vernünftiges Wohnkonzept lässt sich auch schon auf kleiner Grundfläche realisieren. Wie unser Vergleich zeigt, sind funktionierende Familienhäuser mit Außenmaßen von deutlich weniger als zehn mal zehn Metern möglich. Solche „Bauplatzsparer” bringen es mit hohem Kniestock oder gar echter Zweigeschossigkeit auf eine ansehnliche Wohnfläche. Je kleiner ein Haus ist, desto weniger Spielraum gibt es freilich für Sonderwünsche. Und je günstiger es sein soll, desto schnörkelloser und pragmatischer wird es insgesamt sein. Trotzdem bieten die hier gezeigten Häuser auch etwas fürs Auge, sei es durch attraktive Fassadengestaltung oder allein durch ihre Form. In der Regel verfolgen die „Kleinen” das klassische und zweifelsfrei praktische Konzept „unten wohnen – oben schlafen”.

Das bedeutet unterm Dach zwei oder drei Schlafzimmer für Kinder und Eltern plus ein möglichst geräumiges Familienbad. Entsprechend wenig Verkehrsfläche wird für Flure vorgesehen. Im Parterre ist bei solchen Entwürfen fast zwingend offenes Wohnen angesagt, was derzeit aber ohnehin im Trend liegt.  Auf ein zusätzliches Gästezimmer oder auf ein Büro muss im Zweifelsfall verzichtet werden. Auch Speisekammer oder Hauswirtschaftsraum sind eher Mangelware! So ein Grundriss ist für die vierköpfige Familie jedoch völlig ausreichend, wenn keine zusätzlichen Räume benötigt werden. Richtig eng wird’s erst, wenn ohne Keller gebaut wird. Dann muss im Erdgeschoss nämlich noch ein Technik- oder ein kombinierter Hauswirtschaftsraum eingeplant werden. Wer einen „Bauplatzsparer” in erster Linie kauft, weil das Grundstück nicht mehr hergibt, also nicht weil das Geld knapp ist, der kann sein Domizil aufhübschen mit allerlei Bau-Accessoires wie Gauben, Wohnerker oder gar kleine „Wintergärten”. Für alle, die sparen müssen, sind diese aufwendige Anbauten natürlich tabu.

Wird ein „Bauplatzsparer” für die Familie also eher straff durchgeplant, kann er für ein Paar oder einen Single-Haushalt gleichwohl großzügig angelegt werden – mit viel Offenheit und Wellness-Funktionen. Zunehmend melden sich auch solche Kunden bei der Fertigbau-Branche.

Bildergalerie:

Das Einfamilienhaus mit ansprechender Putz-/Holzfassade steht hier auf einem Keller, der alle notwendigen Stauflächen bietet, um Erd- und Dachgeschoss ausschließlich dem Wohnen für die vierköpfige Familie vorzubehalten. Einziger Abstellraum: die praktische Speisekammer in Verbindung mit der Küche. Foto: Keitel Limbach
Das Auge isst mit – auch wenn es an der Frühstückstheke schnell gehen muss. Terrassentür und Lichtband sorgen auf der Kochhalbinsel für Helligkeit und damit für eine gut zu sehende Mahlzeit zwischendurch. Die Holzbalkendecke bringt den gewissen Touch Gemütlichkeit. Foto: Keitel Limbach
Die Bauhaus-Philosophie gibt kubische Baukörper und klare Raumprogramme vor. So zeigt sich dieses Haus mit Flachdach nach außen schlicht – nur im Wohnbereich gibt es größere Glasflächen – und innen mit einem „aufgeräumten” Grundriss: unten fast komplett offen, oben symmetrisch angeordnete Privatbereiche. Foto: Weberhaus Schneider
Mut zum Blickfang – Wände, Lampe sowie Thekenstühle in Rot grenzen hier die Küche optisch vom Wohnbereich ab, machen farbpsychologisch Lust aufs Kochen und Essen und setzen im offenen Allraum insgesamt einen gestalterischen Akzent. Foto: Weberhaus Schneider
Klein kann auch groß sein, zum Beispiel wenn man ein Haus allein oder als Paar bewohnt. Hier steht eine komplette Wohnung im Erdgeschoss zur Verfügung, ergänzt um eine kleine Galerie unterm Dach. Der ansonsten offene Raum vermittelt Weite. Foto: Fullwood Halterner Berge
Nur Kochen unter freiem Himmel ist schöner – bis unter den First offen verschmelzen Essplatz, Wohnbereich und Küche hier zu einem Wohlfühlplatz für zwei. Die verglaste Giebelseite macht den Arbeitsplatz hell, die Blockhaus-Wände stehen für Natürlichkeit. Foto: Fullwood Halterner Berge
Großzügiges Wohnkonzept für zwei: Im Parterre dominiert der offene Allraum, nur WC und Technik verschwinden hinter einer Türe. Oben erschließt der Flur die Rückzugsräume und mündet in eine Wohngalerie. Die Haushülle ist gekennzeichnet durch Filigran-Holzschalung, pointierte Verglasung und Photovoltaik. Foto: Frammelsberger Design 112
Funktionalität hat Priorität – dieses Prinzip hat die Eckküche geprägt: Herd und Spüle liegen in direkter Verbindung, ergänzt durch Abstell- und Schneideflächen, Stauraum gibt es in den Standmöbeln, auf unzugängliche Hängeschränke wurde verzichtet. Foto: Frammelsberger Design 112
Häuser-Dämmerung: Wo am Abend viel künstliches Licht nach außen dringt, kommt am Tage auch viel Sonnenlicht herein. Will sagen, das Drei-Giebel-Haus ist mit bodentiefen Fenstern verglast, die sowohl eine freundliche Atmosphäre für die (offenen) Wohnräume unten schaffen als auch für die Privaträume von vier Personen oben. Foto: Fingerhaus Vio 300
Zusammen, aber getrennt – die Kochzeile liegt hinter einer Wandscheibe, die Küche insgesamt ist dennoch offen mit dem Wohnraum verbunden. In der Alltagsroutine als praktisch erweist sich die kleine Speisekammer hinter der weißen Türe. Foto: Fingerhaus Vio 300
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