bautipps.de Das Fertighaus- und Massivhaus-Portal
Newsletter

 

KfW- Effizienzhaus

07.05.2019

Um die Klimaerwärmung zu bremsen, hat sich auch Deutschland dazu verpflichtet, den CO2-Ausstoß in den kommenden Jahrzehnten deutlich zu verringern. Das Effizienzhaus hat daher einen sehr geringen Energiebedarf. Dabei gilt: Je weniger klimaschädliche Emissionen sie verursachen, desto besser und desto höher die möglichen Fördergelder.

Effizienzhaus 40 Plus

 Das Effizienzhaus 40 Plus von Fertighaushersteller Weiss.Effizienzhaus 40 Plus. Foto: Fertighaus Weiss

Das Effizienzhaus 40 Plus bezeichnet den derzeit höchsten gültigen Förderstandard der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Neubauten. Er wurde zum 1. April 2016 neu in das Angebot der KfW aufgenommen. Neben einem zinzgünstigen Kredit bietet er auch pro Wohneinheit einen Tilgungszuschuss von immerhin 15  000 Euro. Häuser, die unter diese Kategorie fallen, müssen die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 40 bezüglich sehr geringem Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust erfüllen.

Darüber hinaus muss das KfW-Effizienzhaus 40 Plus auch noch selbst Energie erzeugen und speichern. Ziel dabei ist es, dass das Gebäude weitgehend mit der von ihm selbst erzeugten Energie auskommt. Die von der KfW definierten „Plus-Pakete“ bestehen aus unterschiedlichen Komponenten: einem Energieerzeuger (z.B. Photovoltaik- oder KWK-Anlage), einem Stromspeicher, einer Wohnungslüftungsanlage mit hohem Wärmerückgewinnungsanteil und einer Visualisierung der Stromerzeugung und -verbräuche. Der Nachweis des energetischen Standards muss vom Bauherren mithilfe einer Energiebedarfsrechnung erbracht werden. Die sehr hohen Anforderungen an diesen Haustyp und die unterschiedlichen Umsetzungsmöglichkeiten lassen eine pauschale Schätzung der Mehrkosten im Vergleich zum selben Gebäude in Ausführung nach EnEV-Mindeststandard nicht zu. Sie müssen für jedes Gebäude individuell ermittelt werden.

Effizienzhaus 40

KfW-Effizienzhaus 40 von Baufritz.Das Musterhaus "Heimat 4.0" ist ein KfW-Effizienzhaus 40. Foto: Baufritz

Weitere Häuser von Baufritz finden Sie hier >>

Das Effizienzhaus 40 bezeichnet den derzeit mittleren gültigen Förderstandard der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Neben einem zinsgünstigen Kredit bietet er auch pro Wohneinheit einen Tilgungszuschuss von immerhin 10 000 Euro. Für ein KfW Effizienzhaus 40 darf der Primärenergiebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr nur 40 Prozent im Vergleich zum Referenzgebäude betragen. Die Gebäudehülle muss sehr gut gedämmt werden, sodass der Transmissionsverlust maximal 55 Prozent des Referenzgebäudes aufweist.

Der Nachweis des energetischen Standards muss vom Bauherren mithilfe einer Energiebedarfsrechnung erbracht werden. Um diesen energetischen Standard zu erreichen, gibt es neben einer Verbesserung der Wärmedämmung ganz unterschiedliche Haustechnik-Konzepte, weswegen eine Bezifferung der Mehrkosten gegenüber einer Ausführung nach EnEV-Mindeststandard schwierig ist.

Effizienzhaus 55

Das KfW-Effizienzhaus 55 von Poroton.Charmantes KfW- Effizienzhaus mit Satteldach. Foto: Poroton

Das Effizienzhaus 55 bezeichnet den derzeit gültigen Förderstandard der Kreditanstalt für Wiederaufbau(KfW) mit den geringsten energetischen Ansprüchen und bietet daher folgerichtig auch die niedrigste Förderung. Für ein KfW Effizienzhaus 55 darf der Primärenergiebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr nur 55 Prozent im Vergleich zum Referenzgebäude betragen. Auch die Gebäudehülle muss besser gedämmt werden, sodass der Transmissionsverlust maximal 70 Prozent des Referenzgebäudes aufweist.

Den Nachweis des energetischen Standards können Bauherren mithilfe einer Energiebedarfsrechnung erbringen oder indem sie die Einhaltung der Referenzwerte nachweisen. Außerdem gibt es von der KfW fest definierte Konzepte für die Heizungsanlage und die Warmwassererzeugung, unter denen Bauherren wählen können. Abhängig von Lage, Größe und Ausrichtung etc. des Gebäudes, muss mit Mehrkosten im Vergleich zur Ausführung nach EnEV-Mindeststandard von schätzungsweise 5 bis 11 Prozent gerechnet werden.

(aus der Zeitschrift bauen 4/5 2019)

Tipps fürs Effizienzhaus

  • Reduzieren Sie die Gebäudehüllfläche mithilfe einer kompakten Gebäudeform.
  • Eine exzellent gedämmte und wärmebrückenfreie Gebäudehülle sorgt besonders nachaltig für einen  niedrigen Energiebedarf.
  • Orientieren Sie die Fensterflächen Ihres Hauses nach Süden. Dank passiver solarer Gewinne müssen Sie im Winter weniger heizen - im Sommer benötigen diese Fenster aber eine effektive Verschattung.
  • Eine moderne, effizient und vorzugsweise mit regenerativen Energien arbeitende Anlagentechnik verbessert Ihre Chancen auf Fördergelder.
Bereich: