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LEDs erobern das Eigenheim

18.04.2016

LEDs werden kaum warm, so kann man sich an ihnen auch nicht mehr verbrennen. Dank ihres minimalen Energiebedarfs  können sie auch mit Akkus betrieben werden - so wird Licht kabelos mobil. www2.meethue.com

Wer hätte gedacht, dass das Verbot der Glühlampe so lange Schatten werfen würde? Die als Alternative zunächst gepriesenen Energiesparlampen entpuppten sich als unzureichend in puncto Lichtqualität und kamen schnell als gesundheitsschädlich in Verruf, enthalten sie doch – wenn auch geringe Mengen Quecksilber. Außerdem entsprechen sie in Bezug auf Farbwiedergabe und Lichtfarbe nicht den Erwartungen von Freunden stimmungsvoller Wohnbeleuchtung. Halogen-Lampen konnten dabei eher punkten – stehen aber 2016 wegen ihres Energieverbrauchs auch größtenteils auf der Streichliste des Gesetzgebers.

Light-emitting diodes

Hell im Dunkel verspricht nun eine relativ neue Technologie: LED. Light-emitting diodes, oder zu Deutsch Lichtemittierende Dioden, bestehen aus einem Halbleiter-Bauelement, das Licht abstrahlt wenn es mit Strom durchflossen wird. LEDs wurden bereits 1962 erfunden, aber erst jüngst so weiterentwickelt, dass ihre Lichtausbeute groß genug wurde, um als Alltagsleuchtmittel tauglich zu werden.

Schreckten viele Verbraucher zunächst noch vor allem aufgrund der hohen Preise vor der Anschaffung von LEDs zurück, befinden sie sich nun seit ein paar Jahren auf einem echten Siegeszug. Das mag zum einen an den stetig sinkenden Anschaffungskosten liegen – aber vor allem auch an den Eigenschaften, die LEDs wirklich einzigartig machen und völlig neue Möglichkeiten bei der Lichtplanung im eigenen Haus eröffnen.

Neben dem minimalen Energieverbrauch von LEDs, punkten Qualitäts-Produkte mit einer extrem langen Lebensdauer. Experten sprechen von 25 000 Stunden, bis ein merklicher Abfall der Lichtleistung zu verspüren ist. So kann eine LED beim durchnittlichen Betrieb einer Lampe von 2,7 Stunden am Tag bis zu 25 Jahre zuverlässig ihren Dienst tun.

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Diese Langlebigkeit führt auch zu einem ganz neuen Zeitalter des Leuchtendesigns. Waren Leuchten bislang darauf ausgelegt, dass das Leuchtmittel – also die Glüh-, Halogen- oder Energiesparlampe – regelmäßig und unkompliziert ausgewechselt werden kann, sind die LEDs in immer mehr modernen Leuchten fest verbaut. Weil Leuchtdioden trotz sehr guter Lichtausbeute sehr klein sind und kaum Wärme abgeben, können Leuchten ganz neue Formen annehmen, werden viel kleiner und schlanker.

Letztere Eigenschaften führen auch dazu, das Licht heute ganz unkompliziert an Stellen im Haus gebracht werden kann, die bislang nur sehr aufwendig oder gar nicht zu erhellen waren. Vor allem mit sogenannten LED-Stripes, LEDs die in lange transparente Plastikbänder integriert werden, kommt nun Licht in fast jede dunkle Ecke. Besonders beliebt sind hierbei LED-Streifen in Wand- und Deckenvorsprüngen zur indirekten Raumbeleuchtung.   

Mithilfe von Lichtschienen können einzelne Leuchten leicht verschoben oder getauscht werden ohne die Decke in Mitleidenschaft zu ziehen. Mehrphasige Systeme erlauben darüber hinaus das Schalten der Leuchten in definierten Gruppen. www.paulmann.de
In modernen Wohnsituationen spielt der Außenbereich eine immer größere Rolle – genau wie seine Beleuchtung. Gerade im Sommer verlagern wir unser Leben auf die Terrasse, den Balkon oder in den Garten, ob zum Entspannen, zum Grillen oder zum Feiern mit Freunden. Moderne Außenbeleuchtung dient dabei als wichtiges dekoratives Element und gleichzeitig der Orientierung und der Sicherheit. www.osram.de
Goldene Zeiten: Die „LED Goldlicht-Lampen“ aus Vollglas sehen aus wie Funde vom Flohmarkt, sind aber hochmoderne und energieeffiziente LED-Leuchten. In Form von extragroßen Globen oder Retro-Kolben sorgen sie für stimmungsvolle Atmosphäre. www.paulmann.de

5 Tipps für gutes Licht

  • Die Beleuchtung sollte von Anfang an bei der Hausplanung bedacht werden, um später ausreichend Elektroanschlüsse an den richtigen Stellen vorzufinden.
  • Unterschiedliche Leuchten schaffen eine wohnliche Wohnatmosphäre. Experten empfehlen in allen Wohnräumen eine Kombination aus Hintergrundbeleuchtung, Akzentlicht und Arbeitsbeleuchtung.
  • Für Wohnräume empfiehlt sich warmweißes Licht. Neutralweißes oder tageslichtweißes Licht mit seinen höheren Blauanteilen kann im Home Office oder Arbeitszimmer eingesetzt werden, da es aktivierend wirkt, die Konzentration fördert und Sehaufgaben erleichtert.
  •  Die Farbwiedergabe-Eigenschaften der Leuchtmittel sollten mindestens bei Ra 80 bis 90 liegen, damit Farben natürlich wiedergegeben werden. Sonst könnte das morgendliche Schminken ein überraschendes Ergebnis liefern.
  • Für eine perfekte, komfortable Beleuchtung sorgen Dimmer, mit denen man die Helligkeit im Raum nach Bedarf in Stufen reduzieren oder erhöhen kann. Bewegungsmelder schalten das Licht ein und aus je nach Anwesenheit. Eine intelligente Vernetzung der Beleuchtung erlaubt es, Lichtszenen nach Bedarf und Aufgabe zu programmieren und auf Wunsch abzurufen.
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