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Sonnenhaus mit Wassertank

22.06.2016

Entwurf: Haus Kutter von Zimmermeisterhaus.
Als „Sonnenhaus“ geplant, steht die Wärmegewinnung hier tatsächlich im Mittelpunkt des Entwurfskonzepts: Die gesamte Wohnfläche gruppiert sich um einen 8000 Liter fassenden Wassertank, der vom Keller bis zum Dach reicht. Er wird durch die fast 40 Quadratmeter große, nach Süden orientierte Thermo-Solaranlage beheizt – in längeren, sonnenarmen Kälteperioden unterstützt von einem holzbefeuerten Grundofen.
Sonne kann tief in den Raum fallen

Der durchaus ungewöhnliche Grundriss ist auch dem Energiekonzept geschuldet: Damit das Dach genügend südausgerichtete Fläche bot, ist das Haus lang und schmal. Da die Zimmer für die fast erwachsenen Kinder im Erdgeschoss liegen sollten, wurde der Wohnbereich kurzerhand auf die offene Galerie verlegt. Damit bietet er einen privaten Rückzugsort mit Distanz zu den Kinderzimmern, steht aber über den Luftraum trotzdem mit dem Essbereich als kommunikativem Zentrum des Familienlebens in Verbindung. Durch die bis in den Kniestock reichende Südverglasung genießt man von hier einen freien Ausblick in den Garten und die Sonne kann tief in den großen, bis unters Dach offenen Raum fallen, was die passive Solarenergieausbeute erhöht. Im Sommer schützen die Schiebeläden vor Überhitzung.

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Warmwasser kommt aus Pufferspeicher

Eine weitere Besonderheit im Obergeschoss ist der bis unters Dach geöffnete Elternbereich, in den das Bad als frei stehender Kubus integriert ist. Für das Baupaar hat sich das ganzheitliche Konzept bewährt: Im milden Winter 2015 mussten sie nach eigenen Angaben nur dreimal zuheizen. Auch das warme Wasser kommt über eine Frischwasserstation aus dem riesigen Pufferspeicher. Dass das Sonnenenergiekonzept so gut funktioniert, liegt zudem an der hoch gedämmten, diffusionsoffenen Holzkonstruktion mit Zellulose- und Holzfaserdämmung mit einem U-Wert von 0,17 W/m2K, für die sich die Familie auch aufgrund des guten Raumklimas entschied und so die Basis für ein Effizienzhaus 55 legte.Das außergewöhnliche Energiekonzept und die luftige, offene Architektur bewogen die Gutachter des Landkreises dazu, das Haus für „die vorbildliche Verbindung des Materials Holz mit Licht und Sonne“ mit einem Preis auszuzeichnen.

Der ungewöhnliche Grundriss ist auch dem Energiekonzept geschuldet. Damit das Dach genügend südausgerichtete Fläche bot, ist das Haus lang und schmal.
Der Wohnbreich liegt oben auf der Galerie und dient dem privaten Rückzug, unten wird gerne mit Freunden gekocht und gefeiert.
Unter der Galerie liegen Küche und Essplatz, hinter dem Holzofen ist der 8000 Liter fassende Solarspeicher für die Heizung untegriert.
Blick von der Galerie auf den Essplatz.
Die bis in den Kniestock hochgezogene Glasfassade holt viel Tageslicht und Sonnenwärme ins Haus.
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Dachgeschoss

DATEN & FAKTEN

Entwurf: Haus Kutter
Hersteller: Zimmermeisterhaus
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Planung und Ausführung:
Gaigl Architekten
81669 München
Gaigl Holzbau GmbH
85659 Forstern
Energiebedarf: Primärenergie: 22,1 kWh/m2a, Heizwärme: 31,8 kWh/m2a
Konstruktion: Holzverbundkonstruktion mit Holzfassade aus sibirischer Lärche (U-Wert 0,17 W/m2K), Satteldach 45 Grad (U-Wert 0,17 W/m2K), Holz-Alu-Fenster mit Dreifach-Verglasung  (Ug-Wert: 0,7 W/m2K)
Technik: Grundofen mit 8000 Liter Pufferspeicher, 39 m2 Thermosolaranlage, Fußbodenheizung, Lüftungsanlage mit Erdwärmetauschkollektor
Wohnfläche: EG 84,5 m2, OG 55 m2   
Preis dieses Entwurfs: Fast fertig wie gezeigt 370000 Euro ab Oberkante Bodenplatte 

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