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Moderne Terrassengestaltung – was ist zu beachten?

03.08.2016

Die Terrasse als verlängerter Wohnraum. ©liatris, fotolia.com

Im Sommer draußen sitzen, ein Stück Kuchen genießen, mit dem Blick ins Grüne und doch nur wenige Schritte vom eigenen Wohnzimmer entfernt. Wer eine Terrasse sein eigen nennt, kennt die Vorzüge, die eine solche mit sich bringt. Mit der richtigen Ausgestaltung kann sie perfekt als Verlängerung des eigenen Wohnraums nach außen hin genutzt werden. Ist es noch möglich die Lage der Terrasse zu beeinflussen, so sollte sie in Richtung Süd-West oder Westen angelegt werden. Damit ist gewährleistet, dass die sonnigen Abendstunden optimal ausgenutzt werden können.

Die Wahl des Bodenbelags

Die Wahl des Bodenbelags sollte optisch zur Ausgestaltung des eigenen Hauses passen. Was fast immer passend ist, sind Steinplatten oder Terrassendielen. Oftmals werden auch Terrassendielen aus einem Holz-Kunststoffgemisch (Wood-Polymer-Composite) verwendet. Diese sind in ihrer Optik den Holzdielen sehr ähnlich, weisen jedoch eine hohe Stabilität und Widerstandsfähigkeit auf. Im Vergleich zu reinem Holz kommt es hier nicht zu Verformungen, Rissen oder Splittern. Auch in der Pflege sind sie weniger aufwendig, da sie weder gestrichen noch nachbehandelt werden müssen.
Als Steinplatten sind besonders Natursteinplatten interessant. Sie überzeugen nicht nur optisch, sondern weisen für gewöhnlich von Natur aus eine entsprechende Rutschsicherheit auf. Für eine einfachere Pflege der Terrasse, sollten die Steinplatten zudem verfugt sein. Dadurch wird dem Wachsen von Moos und Gras auf dem Terrassenboden vorgebeugt.
 
Unabhängig vom Bodenmaterial, ist bei der Terrasse auf eine ausreichende Grundfläche zu achten. Nichts ist ärgerlicher, als wenn bei jedem Verrücken des Stuhls irgendwo anders Gegengestoßen wird. Das absolute Mindestmaß sollte daher 3 x 3 Meter betragen. In Abhängigkeit der geplanten Terrassenmöblierung entsprechend größer. 

Das Gesicht einer Terrasse sind die Möbel

Das eigentliche Gesicht der Terrasse stellen die verwendeten Möbel dar. Durch die richtige Wahl und Anordnung, lassen sich so jede Menge Flair und Gemütlichkeit herstellen. Sicherlich sollten die Sitzmöglichkeiten vorher alle ausprobiert und probegesessen werden. Immerhin soll die Terrasse ein Ort zum Wohlfühlen und Entspannen sein. Auf unbequeme Möbel darf daher verzichtet werden. Neben der Bequemlichkeit ist die Stabilität ein wichtiger Aspekt. Da die Möbel die meiste Zeit über draußen stehen, müssen sie wetterfest sein. Wer lange was von seinen Möbeln haben möchte, achtet daher darauf, dass Farbe und Material gegen UV-Licht beständig sind und auch mal einen heftigeren Regenschauer überstehen.

Bei der Farbauswahl kann sich an der Farbe des Bodens orientiert werden. Auf einem helleren Terrassenboden machen sich weiße Möbel gut. Diese geben dem Ambiente durch ihre Farbe einen modernen Touch. Damit die Farbgestaltung jedoch nicht zu langweilig wirkt, ist hier eine farbliche Auflockerung über Accessoires wie Kissen oder Dekoration angebracht. Harmonisch wirken Farbwiederholungen, die farbliche Aspekte des Hauses oder angrenzender Gegenstände wie Blumenkübel oder Bepflanzungen wiedergeben.
 
Statt weißer Möbel, passen bei hellen Boden auch dunklere Möbel, wenn diese über eine helle Polsterung verfügen. Allerdings sollte dazu kein zu dunkler Ton gewählt werden, da zu starke Farbkontraste Unruhe vermitteln.
Welche Möbel tatsächlich ihren Platz auf der Terrasse finden bleibt dabei der persönlichen Vorliebe überlassen. Wird diese hauptsächlich zum Relaxen genutzt, gibt es entsprechende Liegen oder Sitzsäcke. Somit ist gewährleistet, dass in einer entspannten Position ein Glas Wein genossen oder ein spannendes Buch verschlungen werden kann.
 
Wird die Terrasse eher in geselliger Runde, zu Grill- oder Spieleabenden genutzt, ist ein entsprechend großer Tisch mit dazugehörigen Stühlen nötig. Sicher sollten diese Sitzgelegenheiten ebenfalls bequem sein, jedoch liegt der Fokus hier auf der Funktionalität. Die Stühle sollten stabil sein und die richtige Höhe aufweisen, damit gut am Tisch zusammen gesessen werden kann.

Mit grünen oder lavendelfarbenen Kissen könnte diese Sitzgruppe noch aufgewertet werden. ©beachfront, fotolia.com 

Schutzfunktionen bei einer modernen Terrasse

Da sich die Terrasse unter freiem Himmel befindet, gehören für eine optimale Nutzung noch verschiedene Schutzfunktionen hinzu. Auch diese lassen sich harmonisch ins Gesamtbild integrieren. Als Wind- und Wetterschutz gehört zu jeder Terrassengarnitur ein Terrassenschirm dazu. Für eng begrenzte Terrassen muss hier auf die klassischen Terrassenschirme zurückgegriffen werden, die in den Tisch integrierbar sind. Dies ist die Alternative, die am meisten Platz spart. Die Schirme sind allerdings rein pragmatisch zu sehen, da sie selten wirklich chic aussehen.

Bei größeren Terrassen gibt es weitaus elegantere Lösungen. Hier finden Ampelschirme ihre Anwendung, die in den Terrassenboden eingelassen werden. Durch einen beweglichen Schwenkarm, kann der Schirm variabel ausgerichtet werden. So kann der Sonnenschutz jederzeit dem Sonnenstand angepasst werden, ohne den Tisch verrücken zu müssen. Zudem ist durch den Einlass im Boden ein stabiler Stand gewährleistet und es gibt keinen „Schirmfuß“, über den gestolpert werden kann. Einige Ampelschirme sind in ihren Farben bereits an bestimmte Terrassenmöbelmodelle angepasst, so dass dadurch die Gesamtharmonie nicht gestört wird.
 
Als Alternative gibt es auch die klassischen Markisen, die direkt an der Hauswand angebracht sind. Diese haben den Vorteil, dass es elektronisch ausfahrbare Modelle gibt. Dies spart Zeit und Kraftaufwand. Bei größeren Terrassen kann es durchaus sinnvoll sein eine Markise mit einem Ampelschirm zu kombinieren, da große Terrassen oftmals nicht komplett mit der Markise abgedeckt werden können. In dem Fall ist es vorteilhaft, die Sitzgruppe unter der Markise zu positionieren, da diese in der Regel schnell ausgefahren ist und so auch vor leichtem Regen schützt. Damit kann bei einem Grillabend in Ruhe weitergegessen werden, egal ob die Sonne zu heiß ist, oder die ersten Regentropfen fallen. Wird es abends spät, kann zudem durch die Markise die Wärme noch etwas länger gespeichert werden.
 
Aber nicht nur an den Schutz vor Sonne und Regen ist zu denken. Gerade im Sommer gibt es eine Vielzahl an Insekten, die bei der Terrassennutzung stören. Fruchtfliegen im Wein und Mückenstiche kann niemand gebrauchen. Um den Flair der eigenen Terrasse nicht zu zerstören, können altmodische Methoden wie das Aufstellen von Duftkerzen angewandt werden. Eine elegantere und wirksamere Lösung ist jedoch UV-Licht. Stehen die Terrassenmöbel nicht zu weit von der Hauswand weg, kann eine dort angebrachte UV-Insektenfalle wahre Wunder bewirken. Als Alternative können auch entsprechende Insekten-Ventilatoren aufgestellt werden. Diese funktionieren ebenfalls mit UV-Licht, sehen aus wie kleine Tischventilatoren und haben den Vorteil, dass sie nicht nur die Insekten eliminieren, sondern auch noch für eine angenehm kühle Brise sorgen. 

Das richtige Licht für eine gemütliche Stimmung

Während bei Tageslicht die Gesamtstimmung der Terrasse hauptsächlich von Möbeln und Accessoires ausgeht, spielt abends und nachts das vorhandene Licht eine große Rolle. Je nach gewünschter Stimmung, die erzeugt werden soll, gibt es eine große Auswahl an Ausleuchtmöglichkeiten. Für eine gemütliche Atmosphäre werden Leuchtmittel mit einer warmen Farbe verwendet. Um Strom zu sparen sollten hierzu direkt von Anfang an langlebige LED verwendet werden. Diese gibt es mittlerweile auch in warmen Weißtönen und mit Dimmfunktion, so kann je nach Wunsch das Licht nachreguliert werden. Eine angenehme Atmosphäre wird erreicht, wenn es mehrere kleine Lichtquellen gibt, die alle zusammen ein Gesamtkonzept erkennen lassen. So sorgen mehrere kleine Bodeneinbauleuchten entlang des Terrassenrandes für die gewünschte Stimmung. Ergänzen lässt sich diese Beleuchtung durch indirekte Leuchten an der Hauswand.
     
Alternativ können auch große Glasvasen auf dem Tisch oder an anderen Stellen der Terrasse aufgestellt werden. Statt einer echten Kerze werden hier ebenfalls LED-Kerzen verwendet. Es gibt bereits einige Modelle, die echten Kerzen zum Verwechseln ähnlich sehen. Vorteilig ist, dass diese Methode viel Flexibilität bietet, da die Aufstellungsmöglichkeiten frei wählbar sind.