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Stellplatz fürs Auto

17.02.2014

Garagen-Sectionaltor mit  wärmegedämmten Stahllamellen von Teckentrup.Jedem Autobesitzer ist es wichtig, sein Fahrzeug sicher geschützt abzustellen. Nicht nur Unwettereinflüsse wie Hagel setzen einem im Freien abgestellten Fahrzeug zu, sondern die Witterung im Allgemeinen. Sie lässt den Lack mit den Jahren stumpf und matt erscheinen und mindert so den Wert des Fahrzeugs.

Vor Diebstahl und Vandalismus ist das Auto in einer Garage deutlich besser geschützt. Zudem bietet ein geschlossener Stellplatz auch einen Marderschutz. All diese Gründe sind es auch, die viele Versicherungsunternehmen dazu veranlassen, sogenannte Garagenrabatte zu vergeben. Diese belaufen sich in der Regel auf fünf Prozent, variieren aber von Versicherung zu Versicherung. Wird ein solcher Rabatt gewährt, ist der Fahrzeughalter allerdings dazu verpflichtet, sein Auto regelmäßig über Nacht in der Garage zu parken. Auch ein Carport kann zu einer Tarifvergünstigung beitragen.

Ein Carport mit integriertem Gerätehaus schafft jede Menge Stauraum. (epr/Siebau)Vorteil des Carports:
Er lässt sich auch bei relativ wenig Platz vor dem Haus integrieren und schafft, entsprechend geplant, einen offenen und einladend wirkenden, geschützten Eingangsbereich. Dank der offenen Konstruktion zirkuliert die Luft besser, Feuchtigkeit am Fahrzeug trocknet schneller, dem Rost wird dadurch wenig Angriffsfläche geboten.

Mitbestimmend ist der Preis des Unterstands
Ganz entscheidendes Argument für den Carport ist der im Vergleich zur Garage günstigere Preis: Ein Holzcarport ist beispielsweise schon ab 1 500 Euro erhältlich, wer über handwerkliches Geschick verfügt, der kann mit einem Carport-Bausatz noch einmal rund 500 Euro sparen. Individuell gefertigte Design-Unterstände kosten schnell über 5 000 Euro. Vorsicht ist bei Billig-Angeboten aus dem Baumarkt geboten. Statik und Haltbarkeit können bei diesen Modellen mangelhaft sein.

Zusätzlich zu den jeweiligen Anschaffungskosten sind auch noch die Vorbereitung des Untergrunds, die Verankerung, das Fundament und die Carport-Pfosten zu finanzieren. Auch unter Einbeziehung dieser Kostenpunkte ist ein Carport noch immer günstiger als eine Garage.

Per Handsender lässt sich das motorbetriebene Garagentor bequem öffnen. (Hörmann)So ist für eine einfache Betonfertiggarage mit einer Investitionssumme von 2 500 Euro zu rechnen. Auch hier müssen noch Zusatzkosten für Fundament, Lieferung und Aufstellung hinzuaddiert werden. Vorteil der Betonfertiggarage gegenüber einem gemauerten Unterstand: Die Fertiggarage lässt sich bei Bedarf versetzen, das ist bei gemauerten Garagen nicht möglich. Sie bestehen meist aus Kalksandstein, werden auf einem Betonfundament errichtet und anschließend verputzt, um optisch eine Verbindung zum Haus herzustellen.

Gemauerte Garagen kosten zwischen 10 000 und 15 000 Euro. Dafür lassen sich die gemauerten Unterstände auch auf schwierigen Grundstücken, beispielsweise in Hanglagen, realisieren. Außerdem lässt sich dieser Garagentyp bei Bedarf unterkellern oder um einen Abstellraum beziehungsweise eine Werkstatt ergänzen.

Unterschiedliche Handhabe der Bundesländer
Beim Bau von Garagen ist die bundesweite Regelung uneinheitlich. Während in Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland eine Baugenehmigung erforderlich ist, verzichten Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf diese, wenn Landesbauordnung und Bebauungsplan eingehalten werden.

Alle anderen Bundesländer machen die Genehmigungspflicht von der Garagengröße abhängig. Bebaute Grundfläche oder die Kubikmeterzahl sind dann die entscheidenden Parameter. Am einfachsten ist es, wenn der Unterstand für das Auto bereits beim Hausbau mitgeplant wird. Eventuell reicht sogar eine Verlängerung (Abschleppung) des Hausdaches, um einen geschützten Stellplatz zu erhalten. Dann sind sowohl die Bauarbeiten, als auch die Gehnehmigungsfragen bereits in „einem Aufwasch“ erledigt.

Besteht durch die Garage ein direkter Zugang zum Haus, muss diese Verbindungstür gut gesichert sein. Mit Mehrfachverriegelungen oder Querriegelschlössern beispielsweise  lassen sich Verbindungstüren auch nachrüsten. Verfügt das Haus über eine Einbruchmeldeanlage, bietet es sich an, die Garage daran mit anzuschließen. So sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite.