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Terrasse: Bindeglied zwischen Haus und Garten

05.07.2010

Keine Frage, die Terrasse wird im Garten am häufigsten genutzt. Da sie als Erweiterung des Wohnraumes anzusehen ist, bietet es sich an, die Architektur von innen nach außen fortzuführen. Wichtig ist aber auch ihre weiterführende Verbindung zum Garten.

Betonpflaster eignet sich nicht nur für Terrassen, sondern auch für Wege und Garagenzufahrten. Für ein geräumiges Haus mit großen Zimmern kommt nur eine weiträumige Terrasse in Betracht. Dagegen verlangt ein kleineres Haus in der Regel nach einem weniger ausladendem Freiraum, ohne dass die Terrasse deswegen an Charme einbüßen muss.
Einfluss auf die Terrassengestaltung sollte auch die Formensprache der Architektur des Wohnhauses haben. Die Einbindung der Terrasse in das gesamte Grundstück wird außerdem von der Geländemodellierung und vom vorhandenen Bewuchs beeinflusst. Erhaltenswerte Bäume, deren Kronen natürlich Schatten werfen, müssen in die Konzeption des  Sitzplatzes einbezogen werden und können ihn durchaus bereichern.

So bedeutend die Beziehung der Terrasse zum Wohnraum ist, so entscheidend ist auch ihre weiterführende Verbindung zum Garten durch einen Weg oder wenn notwendig durch eine Treppe. Oder man lässt die Rasenfläche, zumindest partiell,  bis an die Terrasse heranlaufen. Dies bietet sich vor allem bei kleinen Gärten an.

Die Terrassengröße hängt von der Nutzung ab
In seiner Rustikalität ist Holz nicht für alle Hausterrassen geeignet. Unproblematischer dürfte es für einen zweiten Sitzplatz im Garten sein.Als Mindestmaß für eine sinnvoll nutzbare Terrasse gilt eine Fläche von drei mal vier Metern. Wer den eigenen Flächenbedarf ausrechnen möchte, sollte zur gewünschen Tischgröße (meist 200 x 80 cm) und den Stühlen, die etwa eine Tiefe von 50 bis 60 cm haben, nochmals mindestens 50 cm zum "Stühlerücken" einkalkulieren. Das sind absolute Mindestmaße, denn in der Regel braucht man auch noch Platz für den Sonnenschirm, einen Grill und eine Liege.

Ist die Terrasse mit einem Mäuerchen eingefasst, wird der Bewegungsraum subjektiv stärker eingeschränkt, als bei einer Begrenzung beispielsweise durch ein Stauden- oder Rosenbeet oder die Rasenfläche.

Und die Terrassenform? Für unmittelbar ans Haus grenzende Freisitze wird meist die rechteckige Ausführung gewählt - weil sie am besten dem Haus entspricht. Ein Muss ist dies allerdings nicht. Sogar die Kreisform kann geeignet sein, ist ein starker Kontrast zum Hauskörper erwünscht. Doch Vorsicht: Wurde diese Form aus purer Freude am Effekt gewählt, ist der schnelle Überdruss geradezu vorprogrammiert.

Die Auswahl an Belägen lässt keine Wünsche offen
In normalen Gärten ist Kies heutzutage fast nicht mehr anzutreffen, denn Kies braucht einfach eine gewisse Größe, um richtig zur Wirkung zu kommen.Der Laie wird zunächst etwas ratlos vor dem enormen Angebot stehen. Da hatte man es früher einfacher: Naturstein oder Waschbeton. Basta. Vielleicht noch graue Betonplatten. Das war's dann schon. Heute ist das anders. 

Vor allem Betonplatten und -pflaster gibt es in vielen Formaten, Farben und Preisstufen. Doch oft werden die Auswahlkriterien schon durch bauliche Vorgaben oder finanzielle Erwägungen eingeschränkt. Manchmal hilft auch ein Blick in Nachbars Gärten. Er kann anregen oder abschrecken.

Das Materialangebot - vom Holzrost bis zur Natursteinplatte - ist so groß, dass es für jeden Geschmack und jeden Einsatzbereich das Passende gibt.

Platten aus Naturstein sind ohne Zweifel der natürlichste Pflanzenpartner - aber auch am teuersten.Wir stellen Ihnen die wichtigsten Beläge vor und sagen Ihnen, was sie durchschnittlich kosten.

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Süden oder Osten?
Ein wesentlicher Faktor für die Gestaltung, Atmosphäre und Nutzung einer Terrasse ist deren Ausrichtung.

Südlage: Die Terrasse sollte groß genug sein, um Liegen aufstellen zu können. Unerlässlich ist ein Sonnenschutz. Beim Belag sollte man auf Weiß und helle Farben verzichten, da sie im Sonnenlicht blenden.

Ostlage: Der ideale Frühstücksplatz, weil schon in den Morgenstunden sonnenbeschienen. Später angenehm schattig. Dies gilt nur für den Sommer. Deshalb braucht man noch eine Hauptterrasse. Gut ist ein Windschutz gegen kalte Ost-Winde.

Westlage: Stimmungsvoller Feierabendplatz, weil er vom Nachmittag bis in den Abend von der Sonne verwöhnt wird und bis in die Nacht Wärme speichert.

Nordlage: Begehrt an heißen Sommertagen. Der Nachteil: Nordplätze erwärmen sich schlecht und bleiben nach Regen lange feucht. Es empfehlen sich helle, freundliche Farben.

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