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Die Stärken des Fertigkellers

24.04.2013

Durch abgestimmte Installationen passen Haus und Keller perfekt zusammen. (FingerKeller)Auch wenn der Keller heute dank moderner Technik kaum noch für Heizung und Öltank benötigt wird, schafft er doch flexible Raumreserven. Außerdem lässt er sich, im Gegensatz zu vielen anderen „Extras“, nicht nachträglich einbauen. Mit steigenden Baupreisen fehlt vielen Baufamilien allerdings schlicht das finanzielle Polster für ein Untergeschoss. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass oberirdische Abstellflächen auch Geld kosten. Und die Mehrkosten für einen Keller werden oft falsch eingeschätzt .

Wer sich für ein Untergeschoss entscheidet, sollte unbedingt auf die Qualität achten – auch und gerade dann, wenn der finanzielle Rahmen eng ist. Denn Fehler bei der Abdichtung erdberührender Bauteile gegen Feuchtigkeit gehören laut Verbraucherzentrale Thüringen zu den häufigsten Baumängeln. Und: Mängel in diesem Bereich sind oft besonders teuer zu beheben: „Leider sind hohe fünfstellige Beträge für die Sanierung eines undichten Kellers keine Seltenheit“, so Udo Schumacher-Ritz, Bausachverständiger beim „Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V“ (VQC).

Wer sich für einen Fertigkeller aus wasserundurchlässigem Beton entscheidet, kann viele der typischen Probleme schon von vorneherein ausschließen. Die Fertigkeller-Wände werden mit hoher Pass- und Maßgenauigkeit im Werk produziert und als zweischalige Elemente auf die Baustelle gebracht. Dort werden sie mit Ortbeton vergossen. Dieses System garantiert, dass alle Anschlüsse und Schnittstellen nahtlos und sicher ineinandergreifen. Je nach Ausführung haben die Wandelemente schon werkseitig eine Kerndämmung oder eine integrierte weitgehend komplette Außendämmung erhalten.

Trend zum hoch gedämmten Wohnkeller
Dank der hohen Maßgenauigkeit passt der Fertigkeller perfekt zum Fertighaus. Ein örtlicher Bauunternehmer erreicht selten diese Qualitäten, da ihm die Anforderungen oft unbekannt sind. Das sind zum Beispiel die geforderten Maßgenauigkeiten, die für die Kellerdecke bei 0,5 (Höhe) und zwei Zentimetern (Breite) liegt. Auch ansonsten bilden die beiden ein gutes Team. Denn die hohe Wärmedämmung verringert Wärmeverluste – ein sehr wichtiges Kriterium bei heutiger energiesparender Bauweise.

ISpeziell entwickelte Lichtfluter, der durch schräg gestellte Wandteile Tageslicht in den Keller holt. (Knecht)nfolge knapper und kleiner werdender Baugrundstücke gibt es zunehmend den Trend, Wohnraum auch in den Keller zu verlegen. Es geht also hin zum hoch gedämmten Wohnkeller mit entsprechender Geschosserhöhung  und möglichst viel natürlicher Belichtung über Lichtschächte, Lichthöfe oder spezielle „Lichtfluter-Elemente“. Außerdem entstehen hier keine energetischen Probleme bei innenliegendem Kellerabgang.

Entscheidend ist auch die Wärmedämmung der Bodenplatte, also die Dämmschicht unter der Kellersohle. Hier haben Fertigkeller-Hersteller besondere Verfahren entwickelt, damit die Dämmung nicht zusammengedrückt wird.

Beim Kellerbau in Gebieten mit Grundwasserproblemen kommt es auf die jeweils passende Lösung an, die vom Keller mit Dränage und außenliegender Abdichtung bis zum komplett wasserdichten Keller reichen kann.

Nicht zuletzt sollte auch die Termintreue erwähnt werden. Denn wer ein Fertighaus baut, will schnell und sicher bauen, warum sollte sich da der Kel­lerbau über Monate hinziehen? Ein Beton-Fertigkeller kann praktisch bei fast jeder Witterung aufgestellt werden, was insbesondere im Winter große Vorteile für den Bauablauf bringen kann. Der Kelleraufbau erfolgt innerhalb weniger Tage und pünktlich zum vorgegebenen Termin.

Auch durch Ausgrabungen und Lichthöfe kann natürliches Tageslicht ins Untergeschoss gebracht werden. (Knecht)Bleiben noch die baulichen und architektonischen Besonderheiten. Insbesondere bei einer Hangbebauung wird das Untergeschoss gerne als Wohnraum genutzt. Neben der größeren Nutzhöhe dieser Räume ist dann auch eine Beheizung notwendig. Hierzu bieten die Fertigkeller-Hersteller teilweise schon komplett vorgefertigte Boden-, Wand-, oder Deckenelemente mit integriertem Heiz- und Kühlsystem, vergleichbar einer Fußbodenheizung. Die Installation wird mit dem Fertighaus-Hersteller abgesprochen und auf das Heizungskonzept des Hauses abgestimmt.

Und wer sich beim Kellerbau für ein Mitgliedsunternehmen der „Gütegemeinschaft Fertigkeller“ (GÜF) entscheidet, bekommt ein Produkt mit Qualitäts-Garantie. Denn diese Keller tragen das RAL-Qualitätssiegel „Gütezeichen Fertigkeller“ vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL). Diese Auszeichnung muss regelmäßig neu verdient werden, die Firmen werden mindestens zweimal jährlich genau überprüft. Das garantiert Wartungsfreiheit und lange Lebensdauer – ein Sicherheitsaspekt, der anspruchsvollen und preisbewussten Baufamilien gleichermaßen zugutekommt.