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Hausdachbegrünung

29.11.2012

Begrünte Dächer schaffen ein schönes Stadt- und Landschaftsbild und haben ökologische wie ökonomische Vorteile. Sie wirken wie eine natürliche Klimaanlage, bieten eine besonders gute Wärmeisolierung, sparen durch wesentlich geringere Temperaturschwankungen Energiekosten und sorgen für ein angenehmeres Wohnraumklima.

Auch den Wasserhaushalt verbessern Gründächer:

Von betonierten und asphaltierten Flächen fließen Niederschläge direkt ins Kanalsystem und gehen dem städtischen Wasserkreislauf verloren. Dagegen speichern Dachbegrünungen je nach Aufbau bis zu 90 Prozent des Niederschlags und die langsame Regenwasserverdunstung sorgt für einen besseren Feuchtigkeitshaushalt und damit für ein besseres Kleinklima. Weil die Kanalisation entlastet wird, weniger Regenwasser in der Kläranlage landet und Kosten gespart werden, kann bei manchen Städten bis zu 50 Prozent der Abwassergebühren gespart werden.

Ob Flach-, Sattel-, Pult- oder Tonnendach:

Im Prinzip lassen sich heute alle Dächer mit Neigungen von 1 bis 45 Grad begrünen. Ab 10 Grad Neigung sind allerdings Vorkehrungen gegen Schub- und Erosionskräfte nötig.

Man unterscheidet zwei Arten von Dachbegrünung:

Extensive Begrünung (Mose, Kräuter, Gräser) ist wenig anspruchsvoll und muss nur in der Anwuchsphase und bei langer Trockenheit gegossen werden. Die anspruchsvolleren Pflanzen der intensiven Begrünung – Bodendecker, Sträucher und Gehölze – brauchen mehr Pflege, Nährstoffgaben und fachgerechte Wartung.

Der Aufpreis zum Kies-Flachdach beginnt bei Extensivbegrünungen ab etwa 15 Euro pro Quadratmeter, eine Intensivbegrünung oder gar ein Garten ist mit bis 150 Euro pro Quadratmeter wesentlich teurer. Doch viele Kommunen bieten auch finanzielle Zuschüsse. Ein großer Vorteil des Gründachs gegenüber anderen Flachdächern ist, dass die Dachabdichtung gegen Temperaturschwankungen, UV-Strahlung, Regen und Hagel geschützter ist, Reparatur- und Sanierungskosten sind geringer, die Lebensdauer ist höher.

Die Pflanzen bieten zudem Lärm- und Schallschutz, und laut der Universität Kassel schützt die zusätzliche Schicht des Dachs sogar vor Elektrosmog. Das Klima verbessern die Pflanzen auf jeden Fall, denn sie produzieren Sauerstoff und filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft. Zudem schaffen sie neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Gerade naturbelassene extensive Begrünung fördert die Entwicklung eigenständiger Ökosysteme. So können Dachgärten zerstörte Grünflächen nicht ersetzen, aber teilweise kompensieren.

Hier lesen Sie, welche Dachform und Eindeckung zu Ihrem Haus passt!



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