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Tipps für die Einrichtung des Hobbykellers

12.09.2017

Jeder Heimwerker-König braucht einen Ort, um seine Werkzeug- und
Material-Schätze zu deponieren. Da kommt ein Hobbykeller genau richtig!

Ein Heim für Heimwerkerkönige

Wer gerne privat werkelt, kann sich mit dem privaten Hobbykeller einen Traum erfüllen. Foto: pixabay.com © wohnblogAt (Creative Commons CC0)

Jeder Heimwerker-König braucht einen Ort, um seine Werkzeug- und Material-Schätze zu deponieren. Ganz häufig müssen dafür Keller oder Garage herhalten. Während die Garage den Nachteil hat, dass ein Fahrzeug ins Freie verbannt wird, bringt die Einrichtung eines Hobbykellers sogar einige Vorteile mit sich: Wer das Vorhaben „Hobbykeller“ gut strukturiert angeht, der nutzt einen Kellerraum effektiv – und verhindert, dass er zur internen Privat-Müllhalde für Krimskrams und Ausgedientes wird. Auf was es bei der Einrichtung eines Hobbykellers ankommt, verrät dieser Beitrag.

Die ersten Schritte: Dämmung, Heizung, Steckdosen

Die ersten Schritte auf dem Weg zur privaten Hobby-Werkstatt sind bereits handwerklicher Natur. Das heißt, dass der Hobby-Handwerker zunächst einmal tätig werden muss, bevor er sein Equipment ordentlich im Kellerraum unterbringen kann. Die wichtigen Schritte, um den Kellerraum zum Hobbykeller zu machen, sind diese:

  1. Gerade im Kellergeschoss ist eine gute Dämmung das A und O. Vor allem Innenwände und der Boden müssen gedämmt werden – nicht etwa damit der Handwerker warme Füße hat, sondern vielmehr, um das teure Equipment zu schützen. Wichtig: Feuchtigkeitsresistentes Dämmmaterial muss verwendet werden. 
  2. Auch wenn im Hobbykeller gewerkelt wird und es hier wohl kaum einem kalt wird, ist eine Heizung durchaus eine sinnvolle Investition. Der Grund: Nur ein gut abgestimmtes Konstrukt aus Dämmung und Heizung verhindert Schwitzwasser und letztlich auch Schimmelbildung. 
  3. Wer die einmalige Chance hat, den Hobbykeller neu planen zu können, sollte auf eine ausreichende Anzahl an Steckdosen achten. Je nach Heimwerker-Ambitionen ist es sinnvoll, einen Kraftstrom-Anschluss zu verbauen oder einen Wasser-/Abwasseranschluss zu integrieren.

Die Einrichtung: Werkbank und Werkzeugschränke

Es gibt mindestens zwei Gründe, um den Hobbykeller neu auszustatten: 1.) Kann das alte Equipment so verrostet sein wie hier im Bild, zum anderen kann ein Neubau die Option bieten, den Hobbykeller nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Foto: pixabay.com © Free-Photos (Creative Commons CC0)

Steht das Gerüst des Hobbykellers, muss sich der Heimwerkerkönig entscheiden, ob er die Do-it-yourself-Einrichtung wünscht oder Qualitätsware zukauft. Tipp: Die richtige Mischung macht auch hier Sinn. Während die Werkbank besser „Marke Eigenbau“ ist, weil sie dann perfekt auf die vorgegebene Kellergröße angepasst werden kann, empfehlen Experten, passende Werkzeugschränke im Fachhandel zu kaufen. Der Grund: Professionelle Werkzeugschränke schützen das teure Equipment am besten und sind auch von der Inneneinteilung so weit perfektioniert, dass sie intuitives und praxisorientiertes Arbeiten ermöglichen.

Das Equipment: Von A wie Akkuschrauber bis Z wie Zange

Das Bild zeigt einen Teil der Standard-Ausrüstung eines Hobby-Heimwerkers. Je nach individueller Profession kann Spezialwerkzeug angeschafft werden. Foto: pixabay.com © falconp4 (Creative Commons CC0)

Welches Werkzeug der Handwerker benötigt, ist abhängig von seiner Profession bzw. seinen handwerklichen Vorlieben. Zu den Produkten auf der folgenden Liste, die in die Rubrik „Standard-Repertoire“ fällt, kann dann noch spezielles Equipment kommen. 

  1. Bohrmaschinen. Der Akkuschrauber ist ein Must-have im Hobbykeller. Hinzu kommt die Schlagbohr- und Handbohrmaschine. So ausgerüstet kann kein noch so hartes Wandmaterial das Heimwerker-Anliegen kippen. Experten raten auf zweierlei Parameter zu achten: Auf das Eigengewicht des Geräts und auf die Leistung. 
  2. Hammer. Sicherlich gibt es ganz unterschiedliche Hammer-Modelle, die alle einer einzigen Hauptaufgabe dienlich sind. Allerdings gehört zum Standard-Repertoire vor allem ein Hammer: der Schlosserhammer. Charakteristisch ist der schwere Kopf des Werkzeugs. 
  3. Nägel, Schrauben und Dübel. In einer sogenannten Kleinteilebox sind Nägel, Schrauben und Dübel am besten aufgehoben. Tipp: Es empfiehlt sich, gezielt die gewünschte Größe zu kaufen und nicht etwa wahllos ein riesengroßes Sortiment zu horten. 
  4. Säge, Feile und Meisel. Auch dieses Trio gehört in den Werkzeugschrank – und zwar möglichst so gut verstaut, dass es sich keinesfalls selbstständig aus dem Schrank lösen kann, denn sonst droht Verletzungsgefahr. In punkto Säge ist der Fuchsschwanz die häufigste Wahl. Fein- und Handbügelsäge ergänzen die Auswahl. Bei der Wahl der Feile sollte ein Werkzeug  für die Metall- und ein Werkzeug für die Holzbearbeitung angeschafft werden. 
  5. Schraubendreher. Kreuzschlitz- und Flachschlitz-Schraubenzieher kennt ein jeder. Und die Auswahl an Schraubendreher wird mit den Jahren als Heimwerker sicherlich wachsen, denn: Schraubendreher sind unverzichtbar, allerdings gibt es sie auch in zahlreichen Größenvarianten. Sondervarianten sind der Imbus-Schraubendreher und der Phasen-Prüfer, der zum Prüfen des Stromflusses verwendet werden kann.
  6. Schraubenschlüssel, Knarre und Ratsche. Ganz häufig wird dieses Trio in einem Atemzug genannt – und das nicht zu unrecht. Schraubenschlüssel sind dazu gemacht, Schraubverbindungen zu lösen. Die manuell verwendbaren Schlüssel sind meist zwischen sechs bis 12 Millimeter weit. Hinzu kommen Sondergrößen. Knarre und Ratsche werden dann gezückt, wenn die manuell aufgebrachte Kraft nicht ausreichend ist. 
  7. Wasserwage, Meterstab, Trittleiter und Sicherheitsequipment. Die Allrounder im Hobbykeller sind Wasserwage, Meterstab, Leiter sowie entsprechendes Sicherheitsequipment. 
  8. Werkzeugkoffer. Der Werkzeugkoffer ist der mobile Werkzeugschrank im Kleinformat. Die Kunst ist es, den Innenraum des Werkzeugkoffers aufgeräumt zu halten, denn nur so kann das Material an Ort und Stelle auf den Einsatz auf der Baustelle warten.
  9. Zangen. Die Auswahl und Einsatzbereiche von Zangen sind mindestens so umfangreich wie bei den vielfältigen Hammer-Variationen. Grundsätzlich wird unterschieden in greifende und schneidende Zangen, deren Bezeichnung bereits auf ihre Hauptaufgabe hinweist.