Wohnkeller braucht Wärmedämmung

Keller mit Wärmedämmung
Wer seinen Keller zum Wohnen nutzt, erweitert seinen Lebensrraum um bis zu 35 Prozent. Voraussetzung ist allerdings ein ausreichender Wärmeschutz. Foto: www.xps-waermedaemmung.de

Falls das Untergeschoss bewohnt und damit beheizt werden soll, bedarf auch dieses einer zusätzlichen Wärmedämmung. Denn Beton, Leichtbeton und Mauersteine alleine haben eine zu hohe Wärmeleitfähigkeit beziehungsweise eine zu geringe Wärmedämmleistung. Mit einer zusätzlichen Dämmung lassen sich auch die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) fürs Gesamtobjekt rechnerisch leichter erfüllen. Weil sich erstens die größere beheizbare Fläche in der Rechnung positiv auswirkt.

Kontrollierte Qualität

Zweitens gibt es, wenn sich die Heizungsanlage und die Heizleitungen innerhalb des wärmegedämmten Bereichs befinden, hinsichtlich der anzusetzenden Wärmeverluste eine Art Rechen-Bonus in der Größenordnung von 15 bis 20 Prozent. Natürlich muss die gesamte Kellerdämmung EnEV-gerecht geplant und ausgeführt werden. Dabei kommt einer möglichst wärmebrückenfreien Konstruktion höchste Priorität zu. Und zwar bis zu den Fundamenten, die bei entsprechend hohem Dämmniveau der Außenwände ebenfalls zu dämmen sind. Wichtig dabei: Der Dämmstoff unter Fundament und Bodenplatte muss im Hinblick auf seine statischen Eigenschaften dafür bauaufsichtlich zugelassen sein. Namhafte Fertighaus- und Kellerfirmen garantieren das.

Für Wohnkeller gelten im Prinzip dieselben Vorgaben wie fürs Wohn-Haus. Allerdings sind die Vorgaben für Bauteile unter der „wärmenden Erde“ nicht so streng. Es ist jedoch wenig sinnvoll, ein extrem wärmegedämmtes Haus mit einem schwach gedämmten Keller zu bauen. Zwar sind mit aufwendiger Haustechnik samt Wärmerückgewinnung die Vorschriften rechnerisch zu erfüllen, aber in der Praxis wird Heizenergie durch nur mäßige Wärmedämmung vergeudet. Es gilt, Haus und Keller als Gesamtobjekt zu sehen und gleichmäßiggut zu dämmen.

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Drei unterschiedliche Dämmarten möglich

Im Kellerbereich gibt es prinzipiell drei unterschiedliche Dämm-Lösungen: die Außendämmung (Perimeterdämmung), die Innendämmung und bei Beton-Fertigteilkellern die sogenannte Kerndämmung im Inneren der Wand. Für Kellerwände, Kellerdecke und den Fußboden auf der beheizten Seite gibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) einen U-Wert von maximal 0,35 W/(m²K) vor. So oder so: Die namhaften Kellerbauer sind inzwischen in der Lage, Keller mit jedem realitätsnah vorgegebenen U-Wert zu errichten.

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Energetische Gesamtplanung ist wichtig

Einen Hinweis auf die Qualität und Leistungsfähigkeit des Kellerbauers gibt das offizielle RAL-Gütezeichen für Kellerbau, das allerdings nur wenige Firmen aufweisen können. Je nach Dämm- und damit Wandstärke der Haus- und Kelleraußenwände kann es Schwierigkeiten geben, diese in Sachen Statik und Bündigkeit passend aufeinanderzusetzen. Eine durchgängige, energetische Gesamtplanung ist deshalb sehr wichtig. Das ist in aller Regel gewährleistet, wenn die Hausbaufirma Haus und Keller „aus einer Hand“ anbietet. Bei diversen Fertighausfirmen hat sich das bewährt. Sicherheit geben dem Bauherrn auch feste Kooperationen von Fertigkelleranbietern und Fertigkellerbauern.

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