Energiesparend bauen ohne Komfortverzicht

Energiesparend bauen
Eine etwas eigenwillige Form der Wärmedämmung. Bildquelle: pixabay.de©MINTiKi CCO Public Domain

Es gibt viele gute Argumente für energiesparendes Bauen. Es spart auf lange Sicht Geld, schont die Umwelt und verhindert die Entstehung gefährlicher Wärmebrücken. Heutzutage ist es so, dass energiesparendes Bauen komplett ohne Komfortverzicht möglich ist. Wichtig ist es, die passende Gebäudeform und Dämmung zu wählen und auf eine moderne Wärmeerzeugung zu setzen. Hierbei spielt die Ökobilanz eine wichtige Rolle. Die folgenden Anregungen helfen dabei, energiesparend zu bauen und hierbei einen größtmöglichen Komfort zu genießen.

Auf die Gebäudeform kommt es an

Die Einsparung von Energie beginnt bereits bei der Planung eines Gebäudes. So muss zum Beispiel zuerst eine passende Gebäudeform gewählt werden. Hierbei empfiehlt es sich, auf eine kompakte Bauform zu setzen. Bei dieser ist die äußere Gebäudeoberfläche so gering wie möglich, wodurch Energie quasi nicht abgeleitet wird und verloren geht. Zudem ist es wichtig, bei einem professionellen Hausbau möglichst auf Vorbauten oder Anbauten zu verzichten. Je größer die Fläche ist, desto höher ist auch der potenzielle Wärmeverlust.

Der moderne Hausbau setzt auf Energieeffizienz bei größtmöglichen Komfort. Bildquelle: pixabay.de©2211438 CCO Public Domain

Deswegen sollten Erker oder Gauben nur dann eingesetzt werden, wenn sie für die persönlichen Wohnwünsche unverzichtbar sind und zu dem jeweiligen Baukonzept perfekt passen. Bauten wie ein Carport wirken sich hingegen nicht auf die Energieeffizienz eines Gebäudes aus und können daher ohne Probleme genutzt werden. Nicht zuletzt spielt die Ausrichtung des Gebäudes eine wichtige Rolle. So empfiehlt es sich, Neubauten in Richtung Süden auszurichten, um die Sonnenenergie bestmöglich nutzen zu können.

Die passende Dämmung wählen

Die Einsparung von Energie beginnt bereits bei der Planung eines Gebäudes. So muss zum Beispiel zuerst eine passende Gebäudeform gewählt werden. Hierbei empfiehlt es sich, auf eine kompakte Bauform zu setzen. Bei dieser ist die äußere Gebäudeoberfläche so gering wie möglich, wodurch Energie quasi nicht abgeleitet wird und verloren geht. Zudem ist es wichtig, bei einem professionellen Hausbau möglichst auf Vorbauten oder Anbauten zu verzichten. Je größer die Fläche ist, desto höher ist auch der potenzielle Wärmeverlust.

Um energiesparend bauen zu können, ist eine Dämmung der Gebäudehülle unverzichtbar. Einzige Ausnahme stellen einige besonders gut und modern gebaute Massivhäuser dar. Bei diesen ist es in einigen Fällen möglich, den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) gerecht zu werden, ohne eine zusätzliche Hülle zu verwenden. Bei anderen Gebäuden muss hingegen mit einer separaten Dämmung gearbeitet werden, wobei Wärmeverbundsysteme sehr beliebt sind.

Es stehen verschiedene Bauformen zur Auswahl. Besonders wichtig ist hierbei, dass die verschiedenen Wände möglichst luftdicht sind. Allerdings ist es ebenso entscheidend, dass Feuchtigkeit gut abziehen kann, um einer Schimmelbildung vorzubeugen. Deswegen entscheiden sich viele Nutzerinnen und Nutzer für atmungsaktive Wände. Hierbei ist eine optimale Balance aus Abgabe von hoher Luftfeuchtigkeit und einer möglichst dichten Wand anzustreben. Auf diese Weise lässt sich eine größtmögliche Energieeffizienz erreichen, ohne dass ein erhöhtes Risiko für Schimmelbildung besteht.

Auf eine moderne Wärmeerzeugung setzten

Wer Energie sparen möchte, muss auf eine moderne Wärmeerzeugung und eine zuverlässige Heizungsanlage setzen. Hierbei stehen wiederum verschiedene Konzepte und Möglichkeiten zur Auswahl. Aktuell sind Gasheizungen ausgesprochen beliebt. Diese sind langlebig und arbeiten sehr zuverlässig. Allerdings nähert sich die Zeit der fossilen Brennstoffe ihrem Ende. Es ist davon auszugehen, dass die Zukunft den erneuerbaren Energien gehört. Deswegen besteht gerade bei Neubauten die Chance, auf diese zu setzen und das Haus zukunftssicher zu bauen. Hierdurch lässt sich einerseits die Stromversorgung langfristig sicherstellen und andererseits können alle Anlagen wie Heizkörper oder Fußbodenheizungen umweltfreundlich damit betrieben werden.

Entsprechend entscheiden sich viele Menschen für eine eigene Solaranlage auf dem Dach. Diese geht mit recht hohen Investitionskosten einher, rentiert sich aber schon nach wenigen Jahren. Zudem besteht die Möglichkeit, zu viel produzierten Strom an das Energienetz abzugeben und hierdurch ein wenig Geld zu verdienen. Wichtig ist es, sich bereits vor der Planung des Hauses über mögliche Konzepte zur Strom-, bzw. Wärmeerzeugung zu informieren und genau die Methode zu wählen, die zum eigenen Traumhaus und den persönlichen Wohnwünschen passt. Wer zum Beispiel mit Holzpellets heizen möchte, benötigt viel Stauraum für die Pellets. Solche Aspekte müssen bei der Hausplanung berücksichtigt werden. Hierfür ist es zunächst unerlässlich, sich konkret für eine bestimmte Form des Heizens zu entscheiden.

Eine monolithische Bauform ist empfehlenswert

Um ein möglichst energiesparendes Haus zu kreieren, ist es ratsam, auf eine monolithische Bauweise zu setzen. Diese wird auch als einschalige Bauweise beziehungsweise Massivbauweise bezeichnet. Eine Besonderheit dieser Bauweise ist, dass die einzelnen Wände ausschließlich aus einem Baustoff bestehen. Eine Ergänzung findet lediglich durch eine Außen- beziehungsweise eine Innenputzschicht statt. Diese Homogenität sorgt dafür, dass eine deutlich höhere Energieeffizienz erreicht wird, als dies bei einer Vermischung mehrerer Baustoffe möglich wäre. Insgesamt sollte bei dem Hausbau auf einen einheitlichen Stil und ein durchdachtes Konzept gesetzt werden. Nur so lässt sich erreichen, dass die verschiedenen Energiesparmaßnahmen ineinandergreifen, einander ergänzen und zu den gewünschten Effekten führen.

Die Ökobilanz berücksichtigen

Ein nicht zu unterschätzender Faktor beim energiesparenden Bauen ist die Ökobilanz. Diese gibt Auskunft darüber, welche Auswirkungen ein bestimmter Baustoff oder eine Bauweise auf die gesamte Umwelt hat. Hierbei werden nicht nur die Eigenschaften zu einem bestimmten Zeitpunkt unter die Lupe genommen, sondern der gesamte Lebenszyklus eines Baustoffes. Das umfasst die Produktion ebenso wie die Nutzung und die Entsorgung. Es spielen vielfältige Prozesse eine Rolle, bei denen zum Beispiel Rohstoffe und Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Diese können sich unter anderem auf das Wasser auswirken beziehungsweise einen recht hohen Wasserverbrauch mit sich bringen. Die Ökobilanz sagt also aus, wie umweltverträglich ein Baustoff oder eine Bauweise tatsächlich ist. Diese Informationen helfen bei der Auswahl eines möglichst energiesparenden und umweltverträglichen Hauses.

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