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Optimale Dämmung für Ihr Haus

27.09.2011

Dämmstoffplatten. hier aus Mineralwolle, lassen sich im ganzen Haus leicht verarbeiten. (Foto: Thermo Hanf)In Gefilden mit Jahreszeitenwechsel und kälteren Temperaturen wird beim Hausbau schon seit Jahrtausenden auf eine gute Dämmung geachtet. Genutzt wird bis heute das Grundprinzip der geringen Wärmeleitfähigkeit von ruhenden Luftschichten.
Bereits in der Bronzezeit, ungefähr 1 000 v.Chr., wurden in waldreichen Gegenden schilf- und strohbedeckte Holzhäuser gebaut.

Sie bestanden aus zwei lehmbedeckten Flechtwänden, die mit Stroh gefüllt waren. Solch einen zweischaligen Wandaufbau findet man weiterentwickelt, aber vom Grundprinzip her gleich, in modernen Bauten wieder.

Heute gilt die sogenannte Energie-Einspar-Verordnung, kurz auch EnEV, die energiesparenden Wärmeschutz und Anlagetechnik in Gebäuden vorschreibt. Energie ist ein immer kostbareres Gut, deshalb sollte es nicht verschwendet werden. Eine Gebäude-Außenhülle, die möglichst warm verpackt und luftdicht ist, zählt dabei zu einem wichtigen Parameter einer energiebewussten Bauweise. Die Dichte eines Dämmstoff ist entscheidend für seine Leistungsfähigkeit. Je geringer die Dichte, desto höher sein Wärmedämmwert. Allerdings müssen auch andere physikalische Eigenschaften wie Schallschutz und sommerlicher Wärmeschutz erfüllt werden. Nur verlangen diese eigentlich nach komplett gegenteiligen Materialeigenschaften: eine größere Dichte ist hier von Vorteil.

Multitalent Dämmstoff
Moderne Dämmstoffe sind also eine optimal Kombination aus feinsten Luftporen, die wärmedämmend wirken, sowie einer entsprechenden Dichte, die den Schall aufnimmt und im Sommer die Hitze draußen hält. Angegeben wird der Dämmwert mit dem Wärmedurchgangskoeffizient. Dieser gibt an, wie viel Wärme in einer bestimmten Zeit durch eine definierte Wandfläche bei einer Temperaturunterschied zwischen innen und außen von einem Kelvin dringt. Diese sogenannten U-Werte werden für die verschiedenen Bauteile wie Außenwand, Dach oder auch Fenster angegeben.

Zusätzlich müssen Dämmstoffe optimalen Brandschutz bieten, dürfen für Schimmelsporen sowie Schädlingen, keine Lebensgrundlage darstellen und natürlich langlebig und recycelbar
sein. Für die verschiedenen Anwendungsgebiete wie Wand oder Dach und ihre jeweiligen Anforderungen werden unterschiedliche Dämm-Materialien empfohlen.
Dabei spielen auch Produkteigenschaften wie Druckbelastbarkeit, Zugfestigkeit, Wasseraufnahme sowie Verformbarkeit eine entscheidende Rolle.

Gängige Materialien
Als Dämmstoffe werden verschiedenste Materialgruppen eingesetzt. In den 1940er Jahren wurde erste Kunstharzschäume entwickelt. Heute werden geschäumte Kunststoffe wie Polystyrol oder Polyurethan eingesetzt. Weit verbreitet sind anorganische Dämmstoffe wie beispielsweise Mineralwolle.

Mit wachsendem ökologischen Bewusstsein und Studien zur Lungengängigkeit verschiedener Fasern und gesundheitlichen Auswirkungen mancher Materialien haben sich die
Naturdämmstoffe einen immer größeren Marktanteil erobert.
Vom Ausgangsmaterial erinnern sie häufig an ursprüngliche Dämmformen, die Hochleistungs-Dämmstoffe müssen aber viel größere Anforderungen an Verarbeitung und Funktion
erfüllen. Holzfasern, Holzwolle, aber auch Schafwolle, Hanf-, Kokos- oder Flachsfasern sowie Kork und Zellulose sind hochentwickelte Dämmstoffe mit besten Werten.

Je nach Materialeigenschaften werden die unterschiedlichen Dämmstoffe als Platten, gerollt als Matten oder Vliesstoff angeboten. Lose Dämmstoffe werden geschüttet oder eingeblasen. Für jeden Einsatz bietet der Markt das richtige Produkt.