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Fenster im Blick

07.06.2019

Fenster und Glasflächen prägen das äußere Erscheinungsbild, bieten Aus- und Einblicke und sorgen für Licht und Luft im Hausinneren. Dies prädestiniert Fenster maßgeblich für Raumatmosphäre und Wohlbefinden. 


Raumhohe Verglasungen öffnen Gebäude. Schueco
Nahtlose Offenheit verspricht das System "Seamless" von Schüco. Die Panoramaverglasungen mit filigranen, bündig in Boden, Wand und Decke eingelassenen Rahmen sind auch als 90 Grad-Ecke mit zwei beweglichen Schiebeflügeln möglich.

1. Fenster werden grenzenlos

Raumhohe Verglasungen öffnen Gebäude weit zur Umgebung und schaffen fließende Übergänge. Mit sogenannten Glasfaltwänden wird die grenzenlose Öffnung des Wohnraums dabei im ganz wörtlichen Sinn möglich: Sie erweitern leichter Hand, eventuell auch schwellenlos den Wohnraum nach draußen – innen und außen werden eins. Zudem bieten sie in geschlossenem Zustand neben der hohen Transparenz besten Wärme- und Witterungsschutz. Besonders elegant sind auch Fenster- und Verglasungsflächen, die dank ihrer sehr schmalen Rahmen noch filigraner anmuten, innen und außen optisch dadurch quasi verschmelzen lassen und tolle Panorama-Ausblicke ermöglichen.

2. Fenster werden komfortabel

Auch Fenster werden zum smart vernetzten Bauteil, das Wohnkomfort und Sicherheit erhöht. So lassen sich selbst große Glasschiebetüren bequem per Knopfdruck öffnen und schließen und Dachflächenfenster reagieren per Sensor auf Wind, Wetter und Raumklima. Zudem können Fenster selbstverständlich über Smarthome-Anwendungen ins Alarmanlagensystem eingebunden werden. Sicher wird es darüber hinaus mit stabilen Rahmen und Beschlägen, die durch Pilzkopfverriegelungen sowie abschließbare Fenstergriffe mechanischen Schutz bieten. Einbruchhemmende Sicherheitsgläser sind im Einfamilienhaus nicht notwendig – es sei denn als Absturzsicherung bei bodentiefen Fenstern ohne Geländer im Obergeschoss.

3. Größe und Anordnung der Fenster

Fenstergröße und -anordnung beeinflussen die Energiebilanz, Möblierbarkeit und Tageslichtausbeute. Da letztere auf die Gesundheit und die Gemütslage wirken, ist viel Glas also ratsam. Eine Faustregel besagt, dass die Fensterfläche 20 Prozent der Raumfläche betragen sollte. Wo es möglich ist, am besten an den Himmelsrichtungen und Raumnutzungen orientiert, werden Morgensonne am Frühstückstisch wie auch abends reichlich Tageslicht bei tiefstehender Sonne dank bodentiefer Verglasung im Wohnbereich möglich. Da große Glasflächen  eventuell auch neugierige Blicke anziehen, sollten sie zu Garten, Terrasse oder sichtgeschütztem Balkon angeordnet werden - in Richtung Straße und Nachbarn bieten sich kleinere Formate an, um seine Privatsphäre zu wahren.

4. Fenster mit Festverglasung

Sei es als zusätzliche Belichtungsquelle in Form eines Fensterbands über der Spüle oder dem Arbeitsplatz, auf der Galerie oder als Sitz- und Lesefenster: Nicht immer müssen alle Fenster und Verglasungen auch geöffnet werden können. Festverglasungen im Rahmen sind die vergleichsweise preisgünstigste Bauart eines Fensters. Überall dort, wo sie zum Lüften nicht aufgemacht werden müssen, kann diese Bauart eine lohnende Alternative oder Ergänzung darstellen – z.B. als Ober- oder Unterlicht oder in Kombination mit einer Schiebetür oder Fensterflügel.

Lcht von Oben geben diese Dachflächenfenster von Velux.
Licht von Oben geben diese Dachflächenfenster von Velux.

5. Dachflächenfenster

Oberlichter, Dachflächenfenster und raumhohe, bis unter die Decke reichende Verglasungen in die Räume. Das liegt daran, dass die Lichtausbeute aus Richtung der Sonne dreimal höher ist als seitlich einfallendes Tageslicht. Daher sorgt der Einsatz eines Oberlichts für eine deutlich wahrnehmbare Anhebung der Tageslichtmenge und bessere Lichtverteilung im Raum. Zudem schaffen Dachflächenfenster neben Helligkeit auch Atmosphäre und mehr Weite in den Räumen unter dem Dach. Große, sehr hoch liegende Fenster können ferngesteuert motorisch geöffnet und gegebenenfalls per Regensensor automatisch geschlossen werden. 

6. Fenster eine unsichtbarer Schutz

Mit heute üblichen großformatigen Verglasungen kommt nicht nur viel natürliches Licht, sondern auch mehr Wärme ins Haus. Im Herbst und Winter ein klarer Vorteil, denn diese solaren Energiegewinne tragen dazu bei, dass weniger Heizenergie gebraucht wird. Gleichzeitig sorgen Dreifachverglasungen dafür, dass die Kälte im Winter draußen und die Wärme drinnen bleibt und die Hitze im Sommer nicht ins Hausinnere gelangt. Wichtig ist, dass das komplette Bauteil Fenster, also Glas und Rahmen, Dämmfunktion erfüllt. Manche Lichtplaner geben zu bedenken, dass besser gedämmte Fenster weniger Licht hinein und einen geringeren Wärmeeintrag zulassen und raten zu Zweifachverglasungen. Diese Entscheidung sollte je nach Gesamtkonzept des Hauses abgewogen werden.

(aus der Zeitschrift bauen. 10/11-2018)