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Fenster und Lüftungssysteme

16.04.2018

Mithilfe fensterintegrierter Lüftungssysteme kann man Räume auch bei geschlossenem Fenster energiesparend lüften. Im Raum und an der Fassade sind sie nicht oder kaum zu sehen.

Hand am Fenstergriff. Foto:Winkhaus

Der Flügel öffnet sich bei dieser praktischen Lösung um einen umlaufenden Spalt von bis zu sechs Millimetern und das Fenster behält seine einbruchhemmenden Eigenschaften bis RC2 bei. www.winkhaus.de

Die Steuerung solcher Systeme erfolgt zunehmend bequem per Tablet oder Smartphone. Neben lüftungstechnischen Anlagen können auch fensterintegrierte Systeme und Komponenten eine sinnvolle Lösung sein. Diese bieten ebenfalls einen kontrollierten Raumluftwechsel. Ein geregelter Austausch von Außen- und Innenluft ist die Voraussetzung für ein angenehmes Raumklima und gesteigerten Wohnkomfort. Und das ist bei „natürlichen“ Lüftungssystemen wie an Fenstern ebenso möglich. Die Thematik der natürlichen Be- und Entlüftung mit automatisierten Fenstern etwa gewinnt daher immer mehr an Bedeutung.

Zeitschaltuhren regeln Öffnen und Schließen der Lüftungssysteme

Die moderne Gebäudetechnik greift auf Wind und Thermik zurück. Richtig eingesetzt, lassen sie sich für die natürliche, energieeffiziente und umweltschonende Lüftungssysteme nutzen. Dafür sorgen „intelligente“ Antriebe und Steuerungen an Fassaden- und Dachfenstern, die sie kontrolliert öffnen und schließen. Der Energiebedarf ist minimal und entsteht nur beim Elektroantrieb. Intelligente Sensoren und Steuerungen, z.B. Zeitschaltuhren, Regen-Wind-Steuerungen und CO2-Sensoren sorgen für die Öffnung und das Schließen von Fenstern. Dies erfolgt in Abhängigkeit von der Innen- und Außentemperatur und der Differenz dieser Werte, von der Windstärke und -richtung und des Niederschlags durch Regen.

Ventilatorische Lüftungssysteme Ventra am Fenster. Foto: Hautau

Die ventilatorische Lüftung Ventra versorgt bei geschlossenem Fenster Wohnräume permanent mit Frischluft. Hierdurch kann vorbeugend Schimmelbildung verhindert werden. Der integrierte Wärmetauscher sorgt für eine behagliche Zuluft-Temperatur bei äußerst geringem Energieverbrauch. www.hautau.de

Auch das Nutzungsverhalten spielt eine Rolle (zum Beispiel Tageszeiten, Wochentage und Wochenenden) ebenso die Raumluftqualität und Luftfeuchtigkeit beziehungsweise die aktuellen CO2-Werte in der Luft. Die auf diese Weise gesteuerten Fenster sorgen nicht nur für eine angenehme, natürliche Lüftung – sie minimieren gleichzeitig die lüftungsbedingten Wärme- und folglich Energieverluste.

Mechanische Lösung bei Lüftungssystemen nutzt Druckdifferenz

Neben den motorisch ausgestatteten Lüftungssystemen gibt es auch rein mechanische Lösungen, wie zum Beispiel Fensterfalz-Lüfter. Diese nutzen die an einem Gebäude herrschenden Druckdifferenzen und regeln so die Frischluftversorgung der Räume. Bei zweistufigen Komponenten sind beispielsweise zwei Einzelmodule mit unterschiedlichen Regelklappen für die unterschiedlichen Windlastbereiche montiert. Bei höheren Windgeschwindigkeiten schließen sich die Klappen. Sinkt der Druck durch den Wind, öffnen sich die Klappen wieder für neue Frischluftzufuhr. Andere Systeme sind unsichtbar im Rahmen integriert und lassen sich auch manuell schließen. Oder es besteht die Möglichkeit, die Frischluftzufuhr mechanisch (etwa per Schiebetechnik) zu verändern.
Besonders wirksam arbeiten mechanische Systeme in Verbindung mit elektrischen Abluftventilatoren. Dieses System lässt sich mit der Heizung kombinieren und regelt diese zum Lüften herunter. Der Fluss aus einströmender Frischluft und Abführung der verbrauchten feuchten Raumluft aus dem Gebäude verhindert eine zu hohe Feuchtigkeit und  CO2-Konzentration in den Problemzonen der Wohnung. Zugesagt wird von allen Anbietern, dass Einbruch- und Schallschutz sowie Regensicherheit erhalten bleiben.

aus der Zeitschrift (EffizienzHäuser 4/5-2018)

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