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Schattenspender – attraktiv und effektiv

31.05.2017

Zu wenig Sonne ist der Gesundheit ebenso wenig zuträglich wie zu viel. Die richtige Dosis ist entscheidend. Deshalb sind große Glasflächen, die viel Licht und Strahlungswärme hereinlassen, nur im Zusammenhang mit wirkungsvollen Verschattungssystemen sinnvoll.

Schick und ausgeklügelt – die prämierte Markise „MX-1“ kann mit diversen Ausstattungs-Highlights punkten: eine im Ausfallprofil integrierte Regenrinne, optionaler Motorantrieb mit Fernsteuerung, intelligente Wetterautomatik, LED-Beleuchtung sowie Wärme­strahler. Foto: Markilux

Generell besteht ein Zielkonflikt zwischen solarer Energienutzung und Sonnenschutz, der sich aber gut durch eine Verschattung lösen lässt. Deshalb fordert die Energieeinsparverordnung (EnEV) für Neubauten und größere Sanierungen den Nachweis für den Sonnenschutz. Um im Sommer Überhitzung zu vermeiden, lassen sich südseitige Flächen durch Balkone, Vordächer oder einen Dachüberstand verschatten. Aber auch Fenster auf der West- und Ostseite benötigen Sonnenschutz.

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Sonnenschutz von außen ist am Effektivsten

Außen liegender Sonnenschutz ist besonders effektiv, denn er blockt einen Großteil der solaren Energie ab, bevor diese ins Haus eindringen kann – je nach Ausführung zwischen 70 und 95 Prozent. Dazu zählen Rollläden, Außenjalousien sowie Schiebe- und Klappläden. Sie erfüllen gleich mehrere Funktionen und schützen die Bewohner nicht nur vor Hitze, sondern auch vor Licht und neugierigen Blicken. Einbruchhemmende Rollläden halten zudem mithilfe spezieller stabiler Rollpanzer Eindringlinge ab. Neben Einbaurollläden, bei denen der Rollladenkasten unsichtbar in die Wand integriert ist, gibt es Vorbaurollläden, bei denen der Panzer in ein vor der Fassade montiertes Element verschwindet.

Natürlicher Sonnenschutz: Hier sorgt ein Blau­regen mit Blüten und Laub für Schatten. Im Bild: Verto Fassadensystem von Osmo

Außenjalousien können dank beweglicher Lamellen die Einstellbarkeit sowie Zonierung des Verschattungsgrades regeln und ermöglichen – automatisch gesteuert – bei Abwesenheit eine optimale Regelung zwischen Energiegewinn und Verschattung und -sichern das Hochfahren, wenn ein Sturm naht.

Ausgedehnten Sonnenschutz bieten Markisen. Außer die Fenster beschatten sie auch noch Terrasse oder Balkon und schaffen so einen angenehm schattigen Aufenthaltsraum im Freien. Sie prägen das Erscheinungsbild von Eigenheim und Garten und bedienen mit ihrer großen Fülle an Modellen, Farben, Formen und Dessins jeden Geschmack. Markisen werden entweder direkt an der Außenwand oder an einem frei stehenden Träger montiert.

Sonnenschutz innen ist auch Design-Element

Die große Stärke von innen liegendem Sicht- und Sonnenschutz ist seine gestalterische Vielfalt. Er wird in unterschiedlichen Ausführungen und zahlreichen Farben und Dessins angeboten. Im Trend liegen Plisseestores, die direkt am oder vor dem Fenster angebracht sind und sich in gerafftem Zustand klein zusammenfalten. Daneben gibt es Rollos, Jalousien und Flächenvorhänge. Sie alle sperren neugierige Blicke aus, sorgen je nach Machart für eine mehr oder weniger dunkle Um-gebung sowie einen blendfreien Arbeitsplatz und können unter Umständen den Wärmeverlust in der kalten Jahreszeit reduzieren. Was die Vermeidung von Überhitzung im Sommer angeht, ist der innen angebrachte dem außen liegenden Sonnenschutz unterlegen. Denn bei ihm hat das Sonnenlicht bereits die Scheibe passiert und wird zum Teil in Wärmestrahlung umgewandelt, bevor es überhaupt auf die schützende Vorrichtung trifft.

Schutz vor der Sonne ist bei glasreichen Fassaden wichtig. Auch ein Lamellen-Vordach wehrt die Sonne im Sommer effektiv ab und lässt im Winter die Wärmestrahlung ins Haus. Foto: Luxhaus, Musterhaus Poing

Um trotzdem eine starke Erhöhung der Raumtemperatur zu verhindern, wird die Außenseite mithilfe von metallischen Textilien, Lamellen und Jalousien hoch reflektierend ausgeführt, sodass sie wie ein Hitzeschild wirkt und die Strahlung zurückwirft. Die Innenseite kann neu-tral weiß oder bunt, aus Holz, Kunststoff oder Aluminium sein und hat einen wesentlichen Einfluss auf die Raumgestaltung.

(aus der Zeitschrift pro fertighaus 5/6-2017)

Ein zweites Leben als Sonnenschutz eröffnet sich dem Plastikmüll unserer Meere und Küsten durch das Recyclinggewebe „Sea-Tex“. Warema fertigt daraus attraktive Rollos in unterschiedlichen Ausführungen. Foto: Warema

Farbige Akzente setzen und die Sonne aus­sperren. Wabenplissees erfüllen beide Zwecke. Frei hängend lässen sie sich beliebig positionieren und zusammenschieben. Foto: Duette

Eine besondere Atmosphäre schaffen diese innen angebrachten Shutters. Es gibt sie in Echtholz und lackiertem MDF, in 34 Beiz­tönen und 19 Lackfarben für jeden Einrichtungsstil. Foto: Kadeco