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Wie funktioniert selbstreinigendes Glas?

05.09.2017

Wer sich heutzutage mit dem Thema Hausbau oder der Sanierung der eigenen vier Wände beschäftigt hat beim Thema Fenster oft die Qual der Wahl. Moderne Systeme mit besonderen Technologien, oder Funktionen erobern den Markt und eröffnen neue Möglichkeiten. Ein Beispiel für eine solche Technologie sind selbstreinigende Fenster. Durch innovative Beschichtungen reinigen sich Glasoberflächen mittlerweile von selbst und der Bauherr spart viel Zeit für die lästige Fensterreinigung.

Fenster Architektur

Foto: Pixabay ©Michael Gaida

 

Selbstreinigendes Glas – die verschiedenen technischen Möglichkeiten

Die Selbstreinigung von Fenstern kann auf unterschiedliche Art und Weise von Statten gehen, da es verschiedene Arten von Beschichtungen gibt, die zur Reinigung beitragen können. Eine von ihnen ist der durch Nanotechnologie erzeugte Lotuseffekt. Dieser aus der Natur stammende Effekt wird heute in vielen Bereichen erfolgreich eingesetzt. 
Durch den künstlich erzeugten Lotuseffekt perlt Wasser von der Oberfläche ab und das Fenster kann nicht durch Feuchtigkeit benetzt werden kann. Diese Beschichtung wird auch hydrophobe Beschichtung wasserabstoßende genannt. Angenehmer Nebeneffekt dieser Selbstreinigung ist die Tatsache, dass das Glas auf diese Weise schneller trocknet und somit weniger Möglichkeiten zur Kalkbildung gegeben werden. 
Eine hydrophobe Beschichtung sollte jedoch weniger für Außenflächen genutzt werden, da sie von eintreffender UV-Strahlung angegriffen und beschädigt wird.

Wer lange Freude an selbstreinigenden Außenfenster haben möchte sollte auf eine hydrophile Beschichtung, beispielsweise in Kombination mit hochwertigen Dachfenstern von Dobroplast zurückgreifen. Die hydrophile Beschichtung steigert die Haltbarkeit von Fenstern und minimiert den Wartungsaufwand. 
Hydrophiles Glas sorgt dafür, dass eintreffende Feuchtigkeit einen sehr dünnen Wasserfilm auf der Oberfläche bildet, der nach und nach durch die Schwerkraft nach unten gleitet und zeitgleich das Fenster reinigt. Dieser Effekt unterscheidet sich nur unwesentlich von der Selbstreinigung durch den Lotuseffekt, allerdings hält eine hydrophile Beschichtung den äußeren Witterungsbedingungen auch über einen langen Zeitraum stand und wird nicht angegriffen.

 

UV-Strahlung als Helfer für die Fensterreinigung

Noch einen Schritt weiter geht die photokatalytische Beschichtung, die ihren Nutzen aus eintreffendem Sonnenlicht zieht. 
Die photokatalytische Beschichtung wird in Kombination mit einer hydrophilen Beschichtung aufgetragen und sorgt für zweierlei Effekte, die zu einer intensiven Reinigung des Glases beitragen. Mithilfe der eintreffende UV-Strahlung werden Verunreinigungen auf der Fensteroberfläche auf natürliche Weise zersetzt. 
Die Eigenschaften der hydrophilen Beschichtung sorgen später dafür, dass Regenwasser die aufgelösten Schmutzpartikel wegspült. Auf diese Weise werden selbst kleinste Verschmutzungen, etwa durch Abgase oder Staub, entfernt. Hierbei gilt allerdings zu beachten, dass ein regelmäßiger Wechsel zwischen Regen und ausreichend Sonnenlicht von Nöten ist. Fenster, die sich größtenteils im Schatten befinden, werden folglich weniger effektiv gereinigt als jene, die regelmäßiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

 

Zusammenfassung der Vorteile für Bauherren

Der Einsatz von selbstreinigendem Glas bietet eine Reihe von Vorteilen für Neubauprojekte und Renovierungen. Zum einen wird der Wartungsaufwand der Glasflächen minimiert und zum anderen wird die Haltbarkeit der Fenster gesteigert. Da auch Dachfenster und schwer zugängliche Fensterbereiche mit selbstreinigenden Beschichtungen versehen werden können, kann hier echt Entlastung bei der Wartung und Reinigung geschaffen werden. Um lange Freude an selbstreinigenden Fenster haben zu können, ist der Einsatz der richtigen Beschichtungstechnologie für die jeweilige Fensterposition zu beachten.

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