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Das Bad als Gesundheitsquelle

04.09.2014

Das Wohlbefinden lässt sich mit ein paar einfachen Anwendungen steigern. So wird das eigene Bad zum Ort für Gesundheit und Prävention. (VDS)Der demografische Wandel spielt eine große Rolle bei der Umwidmung des Badezimmers: „Das Bad hat gute Chancen, für die Menschen zu einem privaten Gesundheitszentrum zu avancieren“, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) Jens Wischmann, auf dem diesjährigen „Tag des Bades“.

Gesundheit und Wellness lassen sich verbinden
Doch nicht nur für die ältere Generation ist das Bad als Gesundheitszentrum interessant. Und was der Gesundheit zuträglich ist, kann gleichzeitig entspannend sein. Beispiel Badewanne: Hier lassen sich Massagedüsen integrieren, die helfen, Verspannungen zu lösen. Dies gelingt vor allem mit kleinen, rotierenden Düsen. Auch Muskelschmerzen beispielsweise im Schulterbereich, lassen sich mit einer solchen Wasser-Massage in den Griff bekommen. Düsen mit großem Durchmesser eignen sich für die Massage des Lendenwirbelbereichs. Neben feststehenden gibt es auch kleine, sich bewegende Düsen. Sie bewirken eine pulsierende Massage. Diese eignet sich, um Verspannungen oder hartnäckige Muskelschmerzen zu lösen.

Regen und Nebel? Im Bad durchaus von Vorteil!
Als Erholungshilfen dienen auch Wirbelduschen, die den Wasserstrahl in kleinen Tröpfchen auf die Haut treffen lassen. Sogenannte Regenduschen haben einen großen Duschkopf, der das Wasser nicht auf nur eine einzelne Stelle des Leibes lenkt, sondern den Körper komplett umhüllt. Um den Wasserverbrauch nicht in unnötig in die Höhe zu schrauben, ist es sinnvoll, auf eine Regendusche mit Wassermengenregulierung und Dimmfunktion zu setzen. Schließlich wird aufgrund des wesentlich größeren Duschkopfdurchmessers deutlich mehr Wasser benötigt, als bei einem Standardduschkopf.

Anregend und entschlackend wirken Feuchtigkeit und Hitze einer Dampfdusche, denn der Körper versucht durch Schwitzen die erhöhte Temperatur über Verdunstungskälte abzusenken. Dabei öffnet die Haut ihre Poren, Schlacken werden ausgeschieden, Stresshormone abgebaut.

Doch eine moderne Dampfdusche kann noch mehr: Mittels Farblicht- und Aromatherapie lässt sich das Immunsystem stärken. Erstgenannte Therapie ist über ein an der Dampfdusche integriertes Display oder eine Fernbedienung steuerbar. Den jeweiligen Farben werden unterschiedliche Wirkungen zugesprochen. So soll beispielsweise die Farbe „Grün“ die Regeneration fördern, sich regulierend auf Puls und Atmung auswirken und das Immunsystem stärken.
 
Licht- und Aromatherapie lassen sich kombinieren
Wer sich für eine Dampfdusche mit Farbtherapie interessiert, sollte beim Kauf darauf achten, dass sich die Farben separat auswählen lassen. Laufen die Farben automatisch durch, wirkt das auf die meisten Menschen wenig beruhigend. Ergänzend zu Farblichttherapie bietet sich die Aromatherapie an. Ätherische Öle werden dazu in einen Behälter am Dampfauslass der Dampfdusche gegeben, um Wohlbefinden und Gesundheit positiv zu beeinflussen. Schmerzstillende Wirkung wird Pfefferminze, Kamille und Bergamotte zugeschrieben hustenlindernd wirken Muskat, Thuja, Pfefferminze, Zitrone.

Wichtig: Benutzen Sie lediglich die für Dampfbäder vorgesehenen Emulsionen. Saunazusätze sind für die Dampfdusche ungeeignet. Sie können beispielsweise den Dampfauslass aus Hartplastik schädigen.

Erhöhte Schweißprodukion und ein damit verbundenes Ausscheiden giftiger Stoffe ist auch in Infrarotkabinen möglich. Präventiv wird durch regelmäßiges Schwitzen außerdem das Immunsystem gestärkt, die Durchblutung gefördert und der Stoffwechsel angeregt – viele Effekte, die auch die klassische finnische Sauna bewirkt, allerdings in einem anderen Klima.

Niedrige Strahlung fürs Wohlbefinden
Infrarotkabinen sind, zumindest in ihrer Ein-Personen-Variante, auch badezimmertauglich. Infrarotstrahlung mit relativ niedriger Intensität wird als sehr angenehm empfunden. Um diese Wärme zu erzeugen, in der auch ein längerer Aufenthalt möglich ist, werden Flächenstrahler benötigt. Diese Leuchten strahlen ausschließlich im Infrarotbereich C. In diesem Spektrum besteht  keine Gefahr für Haut oder Augen.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt, lässt sich die Kneipp Kur nun auch im Badezimmer anwenden. Gezielte Wasserreize unterstützen bei dieser Kur die heilenden Reaktion des Körpers. So lindert beispielsweise der sogenannte „kalte Knieguss“ leichte Durchblutungsstörungen.

Mit Wechselgüssen den Kreislauf unterstützen
Vor dem Schlafengehen dient der „kalte Knieguss“ als Einschlafhilfe. Wechselgüsse mit kaltem und warmem Wasser fördern das Herzkreislaufsystem. All die beschriebenen Anwendungen lassen sich auch im Badezimmer realisieren, denn einige Badausstattungs-Hersteller bieten inzwischen die entsprechenden In-stallationen für das private Kneippen an: So lassen sich für Wechselgüsse am Waschbecken oder im Dusch- oder Wannenbereich, zusätzlich zu den Armaturen Kneippschläuche oder Gießrohre installieren. Es empfiehlt sich, die Dusche nach Möglichkeit bodengleich einzubauen und mit einer Sitzgelegenheit zu versehen, um Knie- und Schenkelgüssen zu erleichtern.

Bildergalerie:

Das herausziehbare Gießrohr eignet sich besonders gut für Arm-, Stirn- und Gesichtsgüsse. (Dornbracht)
Während einer Kaltwasseranwendung steigt der Blutdruck - eine gute Übung für den Kreislauf eines gesunden Menschen. (Dornbracht)
Acht Seitenbrausen, Regen- und Handbrausen und einen Kneipp-Schlauch umfasst das Dampfbad „SenseSation“. Zusätzlich ist eine Lichttherapie möglich. (Hoesch)
Die Saunaliege „Infraplus“ wärmt mit Hilfe von Infrarot-C-Strahlen die Rückenpartie intensiv. (Klafs)
Präven­tions­düsen in der Badewanne sorgen dafür, dass die Rücken- und Schulter­musku­latur in regelmäßigen Abständen regenerieren kann. (Repabad)
Das „Rainshower Jumbo System“ kombiniert Kopf- und Handbrause. (Grohe)