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Die Bio-Komponente bei Hausbau und Renovierung

19.07.2016

Für viele Hauseigentümer und Bauwillige ist der Faktor Ökologie heute wesentlich wichtiger als noch vor einigen Jahren. Das hat nicht nur mit den gesetzlichen Bestimmungen oder Fördermöglichkeiten zu tun, sondern auch mit dem Wandel im Denken. Wer seinen Kindern und Kindeskindern eine funktionierende Welt hinterlassen möchte, der will seinen Beitrag leisten. Entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten, sich bei Hausbau und Renovierung für die Umwelt stark zu machen.

Foto: www.pixabay.com © hbruellmann (CC0 1.0)

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Das Ökohaus als Alternative

Am einfachsten ist es natürlich, direkt bei der Planung eines ganz neuen Hauses die ökologischen Faktoren mit einfließen zu lassen. Viele Bauunternehmen bieten heute Hausbau unter diesen Gesichtspunkten an. Einige Fertighaus-Unternehmen haben sich ganz auf „Bio“ ausgerichtet, Materialien und Bauweise hinsichtlich Nachhaltigkeit und Gesundheit angepasst – die Kernleistung bleibt: Individuell geplante Fertighäuser. Durch die hohe Energieeffizienz und besondere Hautechnik wie Erdwärmeheizungen oder spezielle Belüftungssysteme wird der Bio-Gedanke abgerundet. Wer sein Haus ganz individuell planen will, findet bei Fertighaus-Unternehmen besonders fortgebildete Architekten, mit deren Unterstützung jeder Bauherr sein ganz eigenes Ökohaus entstehen lassen kann.

Regenerative Energien für das eigene Haus

Trotz der sinkenden Förderung durch staatliche Stellen bleibt die hauseigene Energiegewinnung ein bestimmendes Thema, wenn es um die ökologische Aufwertung des eigenen Hauses geht. Noch immer sind Solaranlagen auf dem Dach eine vernünftige Alternative zum Verbrauch von Kohle- oder Atomstrom aus dem örtlichen Netz, auch wenn die Einspeisevergütung nicht mehr unbedingt zu den Hauptgründen für eine solche Installation zählt. Im Zuge der Energiewende befinden sich regenerative Energien nach wie vor im Aufwind und viele Bauherren und Hausbesitzer ziehen an diesem zukunftsträchtigen Strang mit. Neben der Photovoltaik bieten sich auch Erdwärme und in manchen Gegenden sogar Windräder an. Doch nicht nur Strom ist umweltschonend produzierbar. Eine Regenwasserauffanganlage senkt die Kosten für den Wasserverbrauch und nutzt direkt den Regen, dessen Qualität hierzulande durchaus akzeptabel ist, beispielsweise für die Gartenbewässerung.

Foto: www.pixabay.com © OpenClipart-Vectors (CC0 1.0)

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Maßnahmen für eine ökologische Renovierung

Wer bereits ein Haus besitzt oder ein bestehendes Haus kaufen möchte, der kann durch clevere Sanierungsmaßnahmen nicht nur die Umwelt schützen, sondern dabei auch noch Geld sparen. Ein klassisches Beispiel ist die Neudämmung der Außenwände. Hier bieten sich Naturfasern aus Holz, Flachs oder Hanf an, da Kunststoffe aus Erdöl gewonnen und daher eher umweltschädigend hergestellt werden. Bei richtiger Ausführung spart eine gute Dämmung massiv Heizkosten ein, verhindert eine Wärmeemission und vermindert so indirekt den Verbrauch von Heizmaterial. Ähnlich umweltschonend können übrigens auch natürliche Bodenbeläge wie Kork oder Naturfliesen sein, solange sie nicht mit chemischen Klebstoffen verklebt werden. Wer etwas ausgefallenere Maßnahmen in Erwägung zieht, darf sich beim örtlichen Energieberater über Lüftungsanlagen oder Abschirmanlagen für elektromagnetische Felder informieren.

Das Verhalten bestimmt die Nachhaltigkeit

Das Haus verfügt über die beste ökologische Ausstattung auf dem Markt? Der Strom kommt von der Sonne, das Wasser aus dem Regen? Alles ist bestens gedämmt, gefiltert und verlegt? Prima! Doch das Wichtigste fehlt noch zu einem wahrlich ökologischen und umweltschonenden Wohnen, nämlich das richtige Verhalten der Bewohner. Nur, wer sich auch umweltbewusst verhält, gibt den Maßnahmen in Hausbau und Sanierung einen Sinn. Auch Strom, der nicht aus fossilen Rohstoffen erzeugt wird, belastet indirekt die Umwelt – etwa durch die Produktion der Anlage selbst – und darf nicht verschwendet werden. Gleiches gilt für Regenwasser, welches bei starker Verschmutzung durch den Gebrauch auch entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen entsorgt werden muss. Umweltschonendes Wohnen hört also nicht beim Hauskauf oder der Sanierung auf, sondern setzt ein bewusstes Handeln voraus, das an alle Haushaltsmitglieder kommuniziert werden sollte.