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Die Sonne schickt keine Rechnung

05.10.2012

Heizenergie durch Wärmepumpen und Sonnenkraft im Überfluss, kostenlos und frei von Emissionen ist erst seit wenigen Jahren in der Praxis bewährt.

Antrieb für die Entwicklung dieser Technik waren letztendlich steigende Energiekosten für Heizung und Warmwasserbereitung, die gemeinsam bis zu 90 Prozent des häuslichen Energieverbrauchs   verschlingen. 

Interessant sind Heizungs-Gesamtkonzepte mit regenerativen Energien, also Solarenergie mit Holz oder Erdwärme kombiniert. Selbstverständlich ist aber auch die Einbindung einer Öl- oder Gasheizung möglich, bei der sich die Verbrauchskosten deutlich reduzieren lassen. Die Angaben, wie viel man mit einer solarunterstützten Heizungsanlage insgesamt sparen kann, schwanken zwischen 20 und weit über 30 Prozent. Im Frühjahr und Herbst kann der Bedarf an konventioneller Heizung um 50 % reduziert und so ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes geleistet werden. 

DurchschniElemente einer solarunterstützten Heizung.ttlich rechnet man mit 15 Quadratmetern Flachkollektoren. Sinnvollerweise wird man Vakuum-Röhrenkollektoren oder CPC-Kollektoren aufs Dach setzen, die zwar teurer sind, dafür aber auch im Winter noch guten Ertrag bringen. Die Wärmeverluste sind vor allem bei Röhren extrem gering und deshalb erzielen sie gerade an kalten Tagen noch einen deutlichen Wärmegewinn. Außerdem reicht hier schon ein Fläche von 10 Quadratmetern.

Heizkessel, Umwälzpumpe und Heizkörper oder Fußbodenheizung sind auch bei einer solarunterstützten Heizungsanlage notwendig. Dabei kann der Heizkessel mit jedem Energieträger (Öl, Gas, Holz) betrieben werden. Auch die Einbindung einer Wärmepumpe ist möglich. Entscheidender Unterschied ist jedoch der Warmwasserspeicher: Um auch geringe Wärmemengen nutzen zu können, ist ein sogenannter Schicht-Speicher/Pufferspeicher nötig mit einer Kapazität von mindestens 300 Liter. In der Regel haben diese Speicher jedoch 700 und mehr Liter Inhalt, da sie mit dem entsprechenden Innenleben gleichzeitig auch für die Erzeugung von Warmwasser eingesetzt werden. 

Dritte Komponente ist die Pumpen- und Regeleinheit für den Solarkreislauf. Diese Steuerungsanlage regelt den Solarkreislauf zwischen Kollektor und Speicher sowie den Heizkreislauf zwischen Speicher und Heizkörpern bzw. zu den Warmwasserbedarfsstellen.

Tipp: Mit zusammengewürfelten Teilen verschiedener Hersteller bleibt der solare Ertrag mit hoher Wahrscheinlichkeit hinter dem eigentlichen Potenzial zurück. Auf dem Weg vom Auftreffen der Sonnenstrahlen auf der Kollektorfläche bis zur Wärmeabgabe über die Heizkörper in den Räumen gibt es nämlich zahlreiche Stationen, an denen die mangelnde
Geräte-Abstimmung die Energieausbeute deutlich schmälern kann. Um solche Verluste nach Möglichkeit auszuschließen, sollten nur Gesamt-Systeme installiert werden, bei denen alle Komponenten aus einer Hand kommen.