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Hybridheizung: Gut kombiniert

07.12.2015

Zunehmend mehr Häuser entsprechen den Niedrigenergie-Standards. Zukunftsweisende Weiterentwicklungen des Niedrigenergiehaus-Konzepts sind KfW-Effizienzhäuser 55 und 40, Passivhäuser, Null-Energie- und Plus-Energie-Häuser, die mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen. Der Wärmebedarf dieser Gebäude ist durch ihre gute Wärmedämmung stark verringert. Deshalb empfiehlt sich ein modernes, optimal abgestimmtes Heizsystem mit reduzierter Heizleistung, verschiedenen regenerativen Energiequellen und einem effizienten Wärmespeichersystem, das flexibel auf alle Anforderungen reagiert.

Ein Kachelofen, Heizkamin oder Kaminofen lässt sich perfekt mit allen anderen Heizsystemen kombinieren und über einen zentralen Wärmespeicher/Pufferspeicher vernetzen. Das Hybridsystem bietet höchste Flexibilität für einen umweltfreundlichen, kostensparenden Energiemix mit hoher Unabhängigkeit von Öl und Gas. Besonders der Kachelgrundofen mit Wasserwärmetauscher eignet sich für Niedrigenergie-Häuser. Er speichert die Wärme in seiner keramischen Speichermasse und gibt sie über einen langen Zeitraum von mehreren Stunden als milde, langwellige Strahlungswärme ab. Überschüssige Wärme wird über den Wasserwärmetauscher in einen zentralen Pufferspeicher gespeist und kann für die Brauchwasser- und Heizungswassererwärmung genutzt werden. So wird der Wohnraum nicht überheizt und die Wärme ist bei Bedarf jederzeit verfügbar. Für Häuser mit extrem niedrigem Wärmebedarf gibt es speziell angelegte Speicheröfen mit Wasserwärmetauscher.

Bauherren müssen nach dem Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) die benötigte Wärme für Heizung und Warmwasser teilweise über erneuerbare Energien decken. Werden sie intelligent kombiniert, reicht dies oft sogar für die gesamte Wärmeversorgung. So lässt sich ein Kachelofen mit Wasserwärmetauscher auch mit einer solarthermischen Anlage auf dem Dach kombinieren. Im zentralen Pufferspeicher wird die Wärme sämtlicher Wärmeerzeuger gesammelt und bedarfsgerecht an die Verbraucher verteilt. Intelligente Regeltechnik sorgt dafür, dass alle Komponenten perfekt Hand in Hand arbeiten.

Nicht nur schön anzusehen, sondern auch effizient in die Haustechnik eingebunden: der Grundofen. (MEZ)

Nichts geht ohne Fachmann

Bei der Systemauswahl, Planung und Umsetzung einer Einzelfeuerstätte für ein Niedrigenergie- und Passivhaus sind entscheidende Kriterien zu berücksichtigen. Zum Beispiel die richtige Dimensionierung der Anlage und die sichere Belüftung. Bauherren wenden sich deshalb am bes-ten direkt an einen Ofen- und Luftheizungsbauer aus der Region. Der Fachmann stimmt das Ofensystem optimal auf den reduzierten Wärmebedarf ab. Er ermittelt entsprechend dem Gebäudetyp eine sogenannte Heizlastberechnung. Unter Heizlast versteht man in der Bautechnik die zum Aufrechterhalten einer bestimmten Raumtemperatur notwendige Wärmezufuhr. Sie wird in Watt angegeben. Die Heizlast richtet sich hierbei nach der Lage des Gebäudes, der Bauweise der wärmeübertragenden Gebäudeumfassungsflächen, dies sind die Außenwände einschließlich Fenster und Türen, Kellerdecke, oberste Geschossdecke und Dach und dem Bestimmungszweck der einzelnen Räume. Nach ihr richtet sich die Notwendigkeit von Wärmeschutzmaßnahmen und die Auslegung der Heizungsanlage.

Holzöfen können mit der Solaranlage auf dem Dach kombiniert werden. (Paradigma)<br />
Der Speicherofen „Juno“ aus Speckstein glänzt nicht nur mit der edlen Glastür, sondern auch mit bis zu 16 Stunden milder Strahlungswärme aus dem integrierten Wärmespeicher. (Attika)

Durch die Heizlast-Vorgabe weiß der Ofenbauer, wie viel Energie einem Gebäude zugeführt werden muss, damit es am kältesten Tag des Jahres konstant auf einer gewünschten Raumtemperatur gehalten werden kann. Er berücksichtigt weiterhin Umwelt-, Sicherheits-, Gesetzes- und Bau-Vorschriften und setzt individuelle Design-Wünsche um, baut den Ofen fachmännisch auf und bietet auch einen zuverlässigen Service.

Vorteile eines modularen Heizsystem mit Wassertechnik und Solarthermie

  • Umweltfreundlicher Energiemix
  • Alle Komponenten vernetzt in einem System
  • Wärme für Brauchwasser und Heizungswasser
  • Komfortable Handhabung, automatische Regelung, intelligente Steuerungs- und Regeltechnik
  • Unterstützung/Entlastung/Ersatz für Zentralheizung
  • Speicherung überschüssiger Wärmeenergie bei Niedrigenergiehäusern
  • Flexibel erweiterbar, Einbindung verschiedener Wärmeerzeuger
  • Planung, Gestaltung, Auslegung individuell nach Wunsch
  • Innovative, sparsame Heiztechnik
  • Beitrag zu Ressourcenschonung und Klimaschutz
  • Mehr Zukunftssicherheit, Unabhängigkeit, Wirtschaftlichkeit
  • CO2-neutral heizen