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Neues Energielabel für Heizgeräte und Warmwasserbereiter

07.08.2015

SZ-Designs - FotoliaAuf Kühlschränken oder Waschmaschinen ist es bereits ein vertrauter Anblick, ab dem 26. September dieses Jahres muss es auch auf Wärmepumpen und Durchlauferhitzern angebracht sein: das Energielabel. Es bietet eine grobe Orientierung bei der Wahl eines Heiz- oder Warmwassersystems und soll Verbraucher für effiziente und damit klimaschonende Produkte sensibilisieren. Wie sieht das neue Label aus? Was verrät es über das jeweilige Produkt und worauf sollten Sie bei Ihrer Kaufentscheidung achten?

Wärmepumpen erreichen mühelos die besten Effizienzklassen

Die Aufmachung des neuen Etiketts orientiert sich am Design des bekannten Labels: Die neun möglichen Effizienzklassen bei Wärmepumpen reichen von A++ bis G und sind farblich mit einem Ampel-System abgebildet. Grün symbolisiert die beste, rot steht für die schlechteste Klasse. Aufgrund der effizienten Arbeitsweise von Wärmepumpen erreichen diese problemlos die besten Klassen A+ und A++. Unter der „Ampel“ sind Symbole abgebildet, die nähere Auskunft zu weiteren wichtigen Merkmalen des Gerätes geben. So wird beispielsweise der Geräuschpegel in Dezibel sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich angegeben. Des Weiteren kann man dem Label entnehmen, welche Wärmenennleistung die Pumpe bei kälteren, mittleren und wärmeren Klimaverhältnissen erbringt. Zur Verdeutlichung der Klimaverhältnisse zeigt eine Temperaturkarte die drei zugrundeliegenden Temperaturzonen in Europa. Damit wird die Leistungsfähigkeit der Heizung für Endverbraucher europaweit vergleichbar.

Elektronische Durchlauferhitzer erhalten beste Klasse A

Die Label für elektrische Warmwasserbereiter sind ähnlich, jedoch in sieben Effizienzklassen eingeteilt, und zwar von A bis G. Über den Farbbalken steht das sogenannte Zapfprofil. Es dient zur Orientierung, für welchen Anwendungszweck das
Gerät sinnvoll ist. Die Angaben reichen hier vom Profil 2XS – für kleine Durchlauferhitzer, die beispielsweise ein Handwaschbecken mit Warmwasser versorgen – bis zum Profil S, welches größere Geräte kennzeichnet, die ein Badezimmer versorgen können. Elektronische Durchlauferhitzer erreichen die beste Effizienzklasse A, da sie nur dann Energie verbrauchen, wenn tatsächlich warmes Wasser benötigt wird. Aber auch innerhalb einer Effizienzklasse gibt es große Unterschiede. Zur besseren Vergleichbarkeit wird daher auf dem Label auch der jährliche Energieverbrauch des Gerätes in Kilowattstunden ausgewiesen. „Der energetische Vorteil von elektronisch geregelten Durchlauferhitzern ist jedoch nicht direkt auf dem Label dargestellt“, erklärt Jörg Gerdes von der Initiative WÄRME+. „In der Praxis sparen diese bis zu 30 Prozent Energie gegenüber alten hydraulischen Geräten.“

Individuelle Beratung beim Fachhandwerk

Die Angaben auf den neuen Labels erleichtern zwar den Gerätevergleich, die Initiative Wärme+ rät aber dazu, vor der Kaufentscheidung einen Fachhandwerker zu Rate zu ziehen. Denn nur über das Label lässt sich nicht erkennen, wieviel Energie ein Gerät im konkreten Fall verbrauchen wird: Hier spielen Faktoren wie Energieträger, Dämmung des Hauses oder auch die Kombination von Heizung und Warmwasserbereitung eine wichtige Rolle. (Quelle: WÄRME+)

Die Broschüre "Neue Energielabel für Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter" als
PDF-Download.