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Richtig lüften!

09.01.2014

Wichtig sind Abluftvorrichtungen in Feuchträumen. Die aus der Abluft gewonnene Wärmewird den Wohn- und Schlafräumen zugeführt.Frische Luft ist ein entscheidender Faktor für die Behaglichkeit in einem Raum. Um einen ausreichenden Luftwechsel zu erreichen, muss man mindestens alle zwei Stunden 5 bis 10 Minuten stoßlüften – auch in der Nacht. In der Praxis wird jedoch viel seltener gelüftet. Zudem geht bei Fensterlüftung viel wertvolle Heizwärme verloren.

Anders bei einer automatischen Lüftungsanlage. Moderne Niedrigenergie-Häuser sind ohne sie kaum zu betreiben, da die Gebäudehüllen immer dichter werden, um Bauschäden und unkontrollierte Wärmeverluste zu vermeiden. Bei einer kontrollierten Wohnraumlüftung, die verbrauchte Luft automatisch nach draußen und frische Luft nach innen führt, ist die Lüftung genau auf das Raumvolumen abgestimmt und sorgt so für ein optimales Raumklima.

Wohnungslüftungen gibt es als zentrale oder dezentrale Systeme. Bei der zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird die verbrauchte Luft in geruchs- und feuchtebelasteten Räumen wie Küche, Bad und WC abgesaugt. Die Frischluft wird über einen Wärmetauscher vortemperiert und den Wohn- und Schlafbereichen zugeführt. Zugerscheinungen sind bei korrekter Auslegung nicht zu befürchten.

Zudem sorgen spezielle Micro-Filter dafür, dass Pollen und Feinstäube nicht ins Haus gelangen – was für Allergiker eine große Entlastung ist. Bei regelmäßiger Wartung und Reinigung sind die Anlagen hygienisch absolut unbedenklich. Beides sollte einmal im Jahr vom Fachpersonal durchgeführt werden und Filter sollten zwei- bis viermal im Jahr gereinigt werden, was bei vielen Anlagen mühelos selbst zu bewerkstelligen ist.

Reicht der für die Belüftung benötigte Luftwechsel auch für die Heizwärmeversorgung, kann auch über die Lüftungsanlage geheizt werden. Dann wird die Zuluft durch eine Wärmepumpe und elektrische Nachheizelemente in den Luftauslässen auf die benötigte Temperatur gebracht. Bei sehr starker Kälte muss jedoch mit elektrischer Energie nachgeheizt werden. Vorteil ist aber, dass die Haustechnik ohne wasserführendes Heizsystem weniger aufwendig ist. 

Zentrale Lüftungsgeräte passen in fast jede Nische.Intelligente Systeme 
für optimales Raumklima
Luftqualität und Raumklima hängen von Sauerstoffgehalt, Luftfeuchtigkeit und Temperatur ab. Diese Komponenten sind widerum entscheidend für unser Wohlbefinden und manuell kaum steuerbar. Daher sind immer mehr Häuser auch mit Luftqualitätsmessern und intelligenter Regelung ausgestattet.

So wird Feuchteschäden und Schimmelbildung vorgebeugt. In manchen Fällen kommt es durch Lüftungsanlagen sogar eher zu trockener Luft. Doch normales Wohnverhalten produziert durch Kochen, Duschen und das Aufstellen von Zimmerpflanzen in der Regel genug Feuchtigkeit.

Auch wer lieber die Fenster zum Lüften öffnet, muss nicht auf Komfort verzichten: Es gibt heute intelligente Systeme, die automatisch und über Fernsteuerung Fenster öffnen und – mithilfe von Luft-, Wind- und Regenfühler – diese rechtzeitig wieder schließen. So werden die Räume selbst bei Abwesenheit sicher gut gelüftet, ohne dass allzu viel Heizenergie verloren geht. 



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