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Trinkwasserinstallation vom Profi

21.08.2018

Trinkwasser muss nicht nur sauber, sondern hygienisch einwandfrei sein. Dazu benötigt Ihr neues Haus eine moderne und den gültigen Regeln entsprechende Trinkwasserinstallation vom Profi.

Kleiner Junge trinkt

Foto: Grohe

Sauberes und frisches Trinkwasser ist die Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden. Der menschliche Organismus benötigt es täglich als Transportmittel für Sauerstoff und Nährstoffe sowie zum Abtransport von Stoffwechselprodukten.

In Deutschland unterliegt dieses kostbare Gut strengsten Kontrollen und Richtlinien. Die sogenannte Trinkwasserverordnung legt die entsprechenden Qualitätsanforderungen fest. Im Paragraf 4 unter „Allgemeine Anforderungen“ wird definiert, dass Wasser für den menschlichen Gebrauch frei von Krankheitserregern, genusstauglich und rein sein muss. Bis zum Wasserzähler einer Wohnung ist der Wasserversorger für die Einhaltung dieser Kriterien verantwortlich, innerhalb des Hauses, bis es aus dem Wasserhahn tritt, ist es der Eigentümer bzw. Betreiber selbst: Die Trinkwasserinstallation innerhalb des Hauses darf die Qualität des vom Wasserversorger gelieferten Wassers nicht beeinträchtigen. Da auch Wasser ein verderbliches Lebensmittel ist und unter unsachgemäßer Handhabung leidet, muss die Trinkwasserinstallation immer von einem eingetragenen Fachbetrieb durchgeführt werden. Nur der Experte kann aufgrund seines Fachwissens eine optimale Planung mit der geeigneten Kombination aus Materialien, Verlegeart und Warmwassererzeugung eine dauerhaft einwandfreie Trinkwasserqualität garantieren. 

 

Das richtige Material

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Materialien der Rohre und Verbindungsstücke. Diese dürfen keine Stoffe enthalten, die in gelöster Form ins Trinkwasser gelangen können. Das Umweltbundesamt gibt eine Liste von Werkstoffen heraus, die eingesetzt werden dürfen. Im Neubau werden überwiegend Kunststoff-, Kupfer- oder Edelstahlrohre für die Trinkwasserinstallation verwendet.

Kuststoffrohre Rautitan Flex Rehau

Foto: Rehau

Welches dieser Materialien Sie für die Trinkwasserinstallation Ihres Hauses wählen sollten, ist aber nicht nur von nutzerspezifischen Anforderungen abhängig, sondern sollte immer unter Berücksichtigung der jeweilig vorhandenen Zusammensetzung des vom Versorger gelieferten Nasses getroffen werden. Denn Trinkwasser ist nicht gleich Trinkwasser: Von Region zu Region variieren Härtegrad, PH-Wert sowie die Konzentration von organisch gebundenem Kohlenstoff, Chlorid und Sulfat, Kalzium und freier Kohlensäure. Um eine lange Lebensdauer der Installation zu garantieren und schädliche Reaktionen von Rohrmaterial und Wasser zu vermeiden, wählt der Installateur das für die jeweilige Wasserqualitäten passende Material aus.

 

Installation nur vom Fachmann

Er kümmert sich auch um die richtige Dimensionierung, Dämmung und Führung der Trinkwasserleitungen durch das Gebäude. Eine solide Planung minimiert Leitungswege und Leitungsquerschnitte, was die Wirtschaftlichkeit bei der Installation ebenso wie im Betrieb optimiert. Durch eine effektive Dämmung der Leitungen werden Wärmeverluste von Warmwasserleitungen sowie unbeabsichtigte Wärmeübertragung auf Kaltwasserstränge unterbunden. Das ist wichtig, damit das Warmwasser wärmer als 55 Grad Celsius und Kaltwasser kälter als 25 Grad Celsius bleibt – im Temperaturbreich dazwischen vermehren sich gesundheitsschädliche Bakterien zu gut und gefährden die Wasser-Hygiene. 

Kurze Leitungen minimieren auch die Menge an eventuell anfallendem Stagnationswasser. Das ist Wasser, das länger als vier Stunden in einer Leitung stillsteht. Auch hier steigt die Gefahr eines gesundheitsschädlichen Qualitätsverlustes. Um dies zu vermeiden, plant der Fachinstallateur – wo nötig – Zirkulationsleitungen ein, die für einen regelmäßigen Wasseraustausch im Leitungssystsem sorgen.

(aus der Zeitschrift Hausbau 9/10-2018)



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